Vodafone SmartTab III 10 im Test

Vodafone SmartTab III 10 Test (7)

Die Vodafone Smart-Serie, mit einem Line-up aus Smartphones und Tablets in diversen Größen sagt mir wirklich zu. Einsteigergeräte, die zwar ihre Schwächen haben, aber dennoch voll nutzbar sind, gibt es auf dem Android-Markt leider viel zu selten. Normalerweise hat man entweder unbenutzbaren billigen Ramsch in den Händen oder man befindet sich sowohl technisch als auch preislich im Mittelklassesegment. Vodafone hat für meinen Geschmack mit den Smart-Geräten einen guten Spagat hingelegt und verkauft Geräte, die preislich der Einsteigerklasse entsprechen, aber den Benutzer nicht frustriert und überdrüssig in der Ecke stehen lassen.

Vodafone SmartTab III 10 Test (1)

So verhält es sich auch mit den SmartTabs der dritten Generation. Einen ersten Eindruck gab es schon vorab und wenngleich ich mich mit dem Format des Vodafone SmartTab III 7 sehr angefreundet habe, habe ich mir auch das 10 Zoll Gerät für euch genau angesehen.

Eine Sache fällt am SmartTab III 10 sofort auf. Das Teil ist richtig schön dünn und super leicht. Mit einer Abmessung von 180 x 260 x 8,6 mm bei gerade mal 560 Gramm nähert sich das Gerät vom Format her in etwa einem iPad 2 an, wiegt aber deutlich weniger und hat dafür auch ein UMTS-Modul. Doch dazu später mehr. Ich ziehe das iPad 2 deshalb zum Vergleich heran, da dies mein vorheriges Tablet war mit welchem ich lange Zeit sehr zufrieden war. Das SmartTab III 10 liegt wirklich gut in der Hand und der Rahmen ist genau so breit, dass mein Daumen darauf passt, ohne auf den Bildschirm zu reichen.

Vodafone SmartTab III 10 Test (2)

Den Powerbutton hätte ich mir dabei aber lieber an der Seite gewünscht, um das Gerät einfacher zu entsperren. Im Gegensatz zum SmartTab III 7 haben am 10 Zoll Tablet alle Bedienelemente, auch der Powerknopf einen angenehmen Druckpunkt und sitzen nicht zu tief. Die Lautsprecher sind ganz oben und sehr weit außen positionert, sodass man sowohl im Landscape-Modus als auch im Portrait-Modus nie die Hände drauf hat. Das von Lenovo gebaute Tablet ist zwar komplett aus Plastik, wirkt aber durch das Vodafone Designelement in Metalloptik und dem metallischen Kameraring sowie der geriffelten Oberfläche nicht billig. Ein weiterer Pluspunkt ist auch die Verarbeitung. Dadurch, dass der Rückendeckel nicht abgenommen werden muss, um etwa eine SIM-Karte im Standardformat oder eine MicroSD-Karte einzuschieben, knarzt und knirscht an diesem Gerät nichts.

Soweit bin ich also mit Optik, Design und Verarbeitung zufrieden und wir kommen zu den Leistungsmerkmalen des Gerätes.

  • Mediatek MTK8389 Quad-Core Prozessor 1,2 GHz
  • 1 GB RAM
  • 16 GB interner Speicher (erweiterbar auf 64 GB via MicroSD)
  • 10.1 Zoll Display mit 1280×800 Pixel Auflösung
  • 5 Megapixel Kamera an der Rückseite
  • Frontkamera mit 640×480 Pixel Auflösung
  • Bluetooth 4.0
  • WLAN b/g/n
  • UMTS-Modul
  • MicroUSB Anschluss
  • MicroHDMI Anschluss
  • DLNA
  • 6350 mAh Akku
  • Android 4.2.2

Verbaut ist also derselbe Prozessor wie im schmaleren 7 Zoll Gerät und auch in der großen Variante werkelt er absolut zuverlässig und flüssig. Auch im Multitasking ist der Mediathek den Aufgaben, die ich ihm stelle gewachsen. Dazu gehört neben Surfen und Mailen gern das eine oder andere Spiel wie Simpsons oder Real Racing und ab und an mal ein Youtube-Video. Von den verbauten 16 GB Speicher hat der Anwender am Anfang noch rund 12 GB zur Verfügung. Der Bildschirm ist mit seiner Auflösung Lichtjahre von einem Retina-iPad entfernt, aber Pixelaugenkrebs stellt sich zum Glück nicht ein. Durch IPS-Technologie ist das Display schön hell und auch in direktem Sonnenlicht gut lesbar.

Vodafone SmartTab III 10 Test (4)

Der Akku liest sich für ein großes Tablet zwar recht mager, spielt aber hervorragend mit. Derzeit läuft das Tablet bei mir hier schon 4 Tage, bei 3 Stunden angeschaltetem Display und hat noch 53 % Akku drin. Das wird sich außerdem noch ein wenig nach oben korrigieren, da der Akku bisher noch zu wenige Ladezyklen hatte um seine volle Leistung zu entfalten. Auf der Hardware werkelt übrigens ein Android 4.2.2, das meiner Meinung nach nicht groß angepasst worden ist. Lediglich ein paar vorinstallierte Vodafone Anwendungen finden sich im App-Drawer. Letztere kann man aber problemlos deinstallieren.

Vodafone SmartTab III 10 Test (5)

Die Kameras des Gerätes kann man, wie auch schon beim kleinen Bruder, vergessen (Testfoto). Selbst bei super Licht, werden Bilder eher matt, farblos und nicht besonders scharf. Ich bleibe aber bei meiner These: „Wer fotografiert schon mit nem Tablet“. Das bringt uns dann zu den oben genannten Lautsprechern. Diese liefern einen ganz passablen Sound ab, High-Quality Sound mit satten Bässen sucht man aber vergebens. Nach zwei Wochen Nutzung bleiben ein paar klare Eindrücke, die ich nun in ein Fazit gießen möchte, bevor ihr die Chance erhaltet, das Tablet abzustauben.

Testaufnahme

Software-Screenshots

Fazit

Das Vodafone SmartTab III 10 ist ein Einsteigergerät mit 10.1 Zoll und legt neben einem flotten Handling ein UMTS-Modul, erweiterbaren Speicher, Bluetooth 4.0 und einen ordentlichen Akku bei einem Preis von 259 Euro in die Waagschale. Dagegen sprechen ein nicht gerade auflösungsstarkes Display und grottenschlechte Kameras. Für meinen Anwendungszweck, also als Medienkonsumgerät auf der Couch fallen die schlechten Kameras unter den Tisch. Was bleibt ist das Display. Wer einmal Retina in der Hand hatte, wird wohl kaum zu diesem Gerät greifen.

Ich persönlich kann mich mit der Auflösung anfreunden und spreche dem Tablet somit eine Kaufempfehlung unter oben genannten Kriterien aus. Erhebt ihr Ansprüche auf ein Display, das euch die Iris aus dem Auge fetzt und Lautsprechern, die euch den Kit aus der Brille drücken, dann solltet ihr dieses Tablet auslassen.

Gewinnspiel

Damit ein Tablet sei dein, schreibst du mir einen Reim. Hier unter dem Beitrag als Kommentar, warum du der Gewinner sein sollst, das mach gedichtet klar. Unter den Lyrikern suchen wir zehn heraus, unter ihnen losen den Gewinner wir aus. Random.org wird uns dabei zur Seite stehen und somit wird alles gerecht zugehen. Schafft es dein Reim nicht bis zum 03.11.2013 20:00 Uhr in unseren Kommentarbereich, ist die Chance vertan, wir werden nicht weich. 😉

Update

Gewonnen hat Chris Goodman. Herzlichen Glückwunsch!

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