VZ: studiVZ und meinVZ sind mit neuem Namen zurück

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Die einst in Deutschland populären sozialen Netzwerke studiVZ und meinVZ wagen unter neuem Namen einen Neustart. Zweieinhalb Jahre nach der Insolvenz sind sie als VZ zurück.

studiVZ, meinVZ und schülerVZ waren noch vor dem Erfolg von Facebook hierzulande die größten „sozialen“ Netzwerke – das ist aber nunmehr über 10 Jahre her. Seitdem gingen viele Nutzer verloren und auch zahlreiche Konkurrenzangebote wurden nach und nach eingestellt. Bei den VZ-Netzwerken endete der Abwärtstrend 2017 in der Insolvenz – nun sind sie aber unter neuem Namen zurück.

Die neue Plattform VZ.net, hinter der der Lieferando-Gründer Jörg Gerbig steckt, soll mit einem Mix aus neuen und alten Funktionen wieder für Aufschwung sorgen. Nutzer sollen auf der neuen Gruppenseite ihre Funktionen nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen können.

So soll sich beispielsweise ein Spieleabend ganz einfach mit einem Gruppenchat und dem hinzufügbaren Terminkalender planen lassen. Außerdem stehen im Spielepark verschiedene Games zur Auswahl, die gemeinsam mit den eigenen Freunden gespielt werden können. Zusätzlich sind auch bekannte Funktionen wie der Plauderkasten oder einige der einst so populären, meist unsinnigen Gruppen zurück.

Von der Konkurrenz abheben möchte sich VZ mit einem höheren Fokus auf den Datenschutz, unter anderem, indem die Daten in Deutschland gespeichert und die Nutzer nicht über die Seite hinweg getrackt werden. Dennoch setzt natürlich auch dieses Netzwerk auf eine Werbefinanzierung als Geschäftsmodell.

VZ ist ab sofort online und erlaubt es bei der Registrierung alte Profile von meinVZ und studiVZ zu importieren. Nach dem Ende der aktuellen Beta-Phase sollen die beiden alten Netzwerke in ca. 3 Monaten abgeschaltet werden. Ein Ende, das in meinen Augen auch der neuen Plattform drohen dürfte. Denn wohl kaum wird man es schaffen, noch einmal eine ernstzunehmende Nutzerschaft aufzubauen und zu einer Konkurrenz für Facebook heranzuwachsen.

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