Windows 10 Mobile: Das Android-Subsystem wurde wohl eingestellt

Eigentlich hatte Microsoft geplant, dass man mit Windows 10 Mobile auch Android-Apps nutzen können wird. Der Versuch das ganze zum Laufen zu bringen, intern als Projekt Astoria bezeichnet, ist aber vorerst gescheitert.

Dies berichtete letzte Woche Windows Central und heute The Verge. Die Idee von Microsoft war ein Android-Subsystem, welches es Entwicklern ermöglichen sollte eine App ohne große Bemühungen auch auf einem Windows Phone zum Laufen zu bringen. Angekündigt wurde die Idee auf der Build im April diesen Jahres.

In der finalen Version von Windows 10 Mobile wird man diese Möglichkeit aber nicht finden und es ist noch unklar, ob Microsoft an dem Projekt weiter arbeiten wird. Es ist möglich, dass man sich auf die Portierung von iOS-Apps konzentrieren wird.

Gründe für das Scheitern der Idee sind, zumindest offiziell, nicht bekannt. In den Gerüchten heißt es, dass Microsoft wohl Probleme mit der Performance der Apps hatte, es Bedenken bei der Sicherheit gab und allgemein das Thema Raubkopien einige intern abgeschreckt hat. Windows-Entwickler begrüßen das Scheitern.

Von offizieller Seite hat Microsoft das Programm noch nicht eingestellt, in einer Stellungnahme heißt es aber, dass es noch nicht fertig sei und es ja andere gute Werkzeuge gibt, um Apps zu portieren. Liest man zwischen den Zeilen, erkennt man hier glaube ich ganz gut, dass das Projekt keine Priorität (mehr) für Microsoft hat.

Ganz egal woran es liegt und wie es weiter geht, es ist der richtige Weg. Android-Apps sind und wären nie eine Lösung für Windows 10 Mobile gewesen. Genauso wenig wie sie es für BlackBerry 10 sind. Microsoft muss sich darauf konzentrieren mehr Geräte zu verkaufen, den Marktanteil von Windows 10 Mobile zu steigern und so am Ende Entwickler anzulocken, die ihre Apps für das OS entwickeln. Das ist der härtere Weg, allerdings auch der einzig richtige, davon bin ich überzeugt.

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