Ein paar Worte zu „Zelda: Breath of the Wild“

Letztes Wochenende gab es meinen Testbericht zur Nintendo Switch. Doch das neue Zelda: Breath of the Wild verdient einen eigenen Beitrag im Blog.

Dies ist kein umfangreicher Testbericht und das ist auch gar nicht das Ziel von diesem Beitrag. Es ist ein subjektiver Kommentar des Autors.

Zelda: Breath of the Wild ist eines der besten Spiele, die ich in den letzten Jahren gespielt habe. Vielleicht sogar das beste. Ich bin mir da noch nicht so sicher, weil ich es auch nach vielen Stunden immer noch nicht komplett beendet habe.

Das Spiel bietet, sofern man sich darauf einlässt, extrem viele Stunden Spielspaß. 70 Euro sind viel Geld, aber in diesem Fall ist das ein fairer Preis. Man kann locker über 100 Stunden in Hyrule verbringen. Doch was macht das neue Zelda so gut?

Für mich ist es ein Punkt, der entscheidend ist: Offenheit. Ja, es ist ein Open World-Spiel, das ist bekannt, doch es ist offener, als jedes andere Spiel, welches ich bisher gespielt habe. Jeder Spieler wird das Spiel auf eine andere Art und Weise spielen, denn es gibt keine Vorgaben. Habt ihr das Tutorial erledigt, dann seid ihr auf euch gestellt und müsst selbst herausfinden, was ihr als nächstes tun wollt.

Wollt ihr direkt die Story beenden? Könnt ihr. Ihr wollt euch erst mal umschauen? Könnt ihr. Ihr wollt alle Shrines finden? Könnt ihr. Es ist völlig euch überlassen.

Zelda BOTW respektiert dabei, dass ihr klug genug seid, um einen Weg auch mal selbst zu finden. Oder zu erkennen, dass hinter einer bestimmten Situation ein Rätsel steckt. Oder ihr vor den ersten Bosskämpfen vielleicht lieber erst mal die Welt erforscht und dabei Herzcontainer und Waffen für die Kämpfe sammelt.

Die Welt von Zelda BOTW ist extrem groß, aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es steckt viel liebe im Detail und Nintendo hat es geschafft eine gute Mischung aus „zu viel“ und „zu wenig“ zu schaffen. Was meine ich damit? Läuft man durch die Welt von Hyrule, dann wird es nicht langweilig, da es überall etwas zu entdecken gibt. Gleichzeitig wird man aber auch nicht von Aufgaben überflutet.

In den ersten zwei Wochen habe ich zum Beispiel die Story erst mal ignoriert. Ich bin los und habe jeden Winkel erforscht und 80 Shrines gesucht und gemeistert. Schon dieser Part des Spiels hat unglaublich viel Spaß gemacht. Bei der Story bin ich zum aktuellen Zeitpunkt circa bei der Hälfte angelangt, doch es passiert immer wieder, dass ich mir vornehme weiterzuspielen und dann andere Dinge mache.

Das Spiel gibt euch keine klare Linie vor. Genau das mag ich. Zelda BOTW verfolgt eine Art „learning by doing“-Prinzip. Man merkt nach dem Tutorial zum Beispiel sehr schnell, dass diese Welt zwar sehr schön aussieht, aber auch sehr gefährlich ist. Ich habe in den ersten Stunden sehr oft den Game Over-Bildschirm gesehen 😀

Die meisten werden also vermutlich den Schluss ziehen, dass man sich gar nicht erst zum ersten Bosskampf begeben sollte und erst einmal lernt mit den Fähigkeiten im Spiel umzugehen und ein paar Waffen zu sammeln. Mit der Zeit wird man besser und kann auch größere Monster bezwingen. Der erste Bosskampf dauerte bei mir sehr lange. Danach wusste ich, dass ich besser vorbereitet in den zweiten Kampf gehen möchte. Ich sammelte Herzcontainer und Waffen. Learning by doing.

Zelda BOTW lässt sich schwer in Worte fassen und vermutlich wird jedes Review anders aussehen, denn jeder Spieler wird das Spiel auf eine andere Art und Weise erleben. Genau das macht es so einzigartig. Selbst die Story ist nicht linear und das finde ich extrem spannend. Es ist für mich das beste Spiel, welches Nintendo in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Vermutlich auch das beste Zelda.

Das neue Zelda gibt es übrigens für die Switch und für die Wii U. Ich spiele es derzeit auf der Switch. Die Wii U-Version ist identisch, wurde jedoch optisch ein bisschen abgespeckt. Das wäre mir vermutlich egal. Was mir aber nicht egal wäre: Mit der Switch kann ich das Spiel mitnehmen und an anderen Orten spielen. Und das ohne Abstriche zu machen. Ich würde daher die Switch- der Wii U-Version vorziehen.

Gibt es auch Kritik? Ja, zwei Punkte kann man kritisieren. Das Spiel ruckelt auf dem TV an bestimmten Stellen. Die mobile Version, die mit 720p statt 900p auflöst, ist hier flüssiger. Wirklich gestört haben mich die kleinen Ruckler nicht, aber sie sind da, das kann man nicht abstreiten. Ein K.O.-Kriterium sind sie allerdings nicht.

Was mir auch aufgefallen ist: Es gibt Orte, in denen steckt unglaublich viel Liebe zum Detail. Kleine Dörfer zum Beispiel. Dann gibt es aber auch Orte, die sehr wenige Details und teilweise lieblose Texturen haben. Abgelegene Berge zum Beispiel. Dort ist man nicht oft, aber es ist mir an manchen Stellen doch aufgefallen.

Diese beiden Kritikpunkte stören mich aber nicht, denn die positiven Erfahrungen überwiegen die negativen ganz klar. Ein Spiel nach aktuellen PC-Grafik-Standards darf man natürlich nicht erwarten (ich lege auf sowas absolut keinen Wert), doch Zelda BOTW sieht an vielen Orten trotzdem sehr beeindruckend aus.

Kurz: Nintendo hätte sich keinen besseren Launch-Titel für die Switch aussuchen können. Das Spiel ist in meinen Augen, nicht nur für Zelda-Fans, ein Pflichtkauf.

Abschließend möchte ich euch noch das folgende Video zu Zelda: Breath of the Wild empfehlen. Es gibt keine Story-Spoiler, es wird aber viel von der Welt gezeigt.

Bonus: Das folgende Video beschäftigt sich mit der Musik in Zelda BOTW und zeigt die Liebe zum Detail. Es enthält viele Szenen aus dem Spiel und es kommen auch Nebenaufgaben vor. Hauptaufgaben (also die Story) werden hier nicht gespoilert.

Wertung des Autors
Oliver Schwuchow bewertet Zelda: Breath of the Wild mit 5.0 von 5 Punkten.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.