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Check-in-Dienst Foursquare zwingt Nutzer zu Swarm

foursuqare swarm fail

Nachdem der soziale Check-in-Dienst Foursquare Anfang Mai einen Strategiewechsel angekündigt und kurz darauf mit Swarm eine neue zusätzliche App zum Einchecken veröffentlicht hat, wird Swarm nun zur Pflicht.

Auf Wiedersehen, Foursquare“ – mit diesen Worten hat unser Oliver bereits Mitte Mai die Umstellung zu Swarm kommentiert. Ich, als ebenso aktiver Foursquare-Nutzer, habe bis gestern die Sachlage verdrängt und wollte einfach nicht wahrhaben, dass Foursquare ernst macht. Seit gestern kann ich mich nun nicht mehr über Foursquare einchecken, ich soll mir Swarm herunterladen, meint die App zu mir.

Ich bin nicht traurig, dass ein von mir sehr sehr gerne genutzter Dienst, sich sein eigenes Grab mit einer hirnrissigen Idee schaufelt, ich bin wütend darüber.

Eine App bzw. ein Dienst, der in seiner Gesamtheit einfach stimmig war, wird zu einem uninteressanten Etwas, ohne all die lieb gewonnen Kernelemente. Statt den Nutzern die bisherigen Vorteile besser zu vermitteln, legen die Betreiber zukünftig ihren Fokus auf die sozialen Elemente. Wer nur wenige Foursquare-Freunde in seinem direkten Umfeld hat, für den sind selbst die neuen Swarm-Funktionen eine Spaßbremse in Appform.

Alternativen? Gibt es in der Form nicht. Google, Facebook, Microsoft/Nokia sitzen auf Datenbanken mit Orten, meist 0815-POIs oder ungefilterte sowie nichtssagende Locations. Keine Datenbank, die über Jahre von Nutzern (teilweise sehr liebevoll) gepflegt wurde. Ein Check-in bleibt oft im jeweiligen Netzwerk und geht im Schwall sämtlicher Infos unter.

Ich hoffe, wenn vermutlich auch vergebens, Foursquare besinnt sich doch noch. So lange nutze ich „Jarl“ oder „Checkie“, denn der Check-in über die Foursquare-API klappt noch.

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