Google Chrome: Adblocker mit eigenen Mitteln schlagen

Google wird ab morgen einen nativen Adblocker in Chrome aktivieren und das bedeutet, dass man erstmals selbst Werbung blockieren möchte.

Als Google im Sommer 2017 einen nativen Adblocker für Chrome bestätigte, da war die Verwunderung groß. Warum baut Google einen Adblocker ein, immerhin ist das (Werbung) doch die Haupteinnahmequelle von Google? Die Sache ist simpel: Google blockiert nicht jede Werbeanzeige, sondern nur die Anzeigen, die sich nicht an den „Better Ads Standard“ halten. Die Richtlinien können hier eingesehen werden.

Der native Adblocker wird ab dem 15. Februar, also ab morgen, aktiv sein. Google hat diesem einen neuen Blogeintrag gewidmet, neu ist die Meldung jedoch nicht.

Google Chrome: Kampf gegen normale Adblocker

Die Idee ist also simpel: Blockiert man die wirklich nervige Werbung – und davon gibt es mittlerweile mehr als genug – dann installieren sich die Chrome-Nutzer vielleicht keinen Adblocker, der dann die Werbung von Google blockiert. Die wird natürlich nicht blockiert, da Google ja den „Better Ads Standard“ etabliert hat.

Google möchte also ab sofort die Adblocker nicht mehr direkt angreifen und sich nicht mit deren Betreibern beschäftigen. Man bekämpft das Problem ab sofort an der Wurzel und versucht lieber die Werbung selbst zu verbessern.

Ich finde den Ansatz von Google ehrlich gesagt gut. Vor Jahren war ich auch mal so drauf, dass ich jede Werbeanzeige blockieren wollte, aber da gab es auch noch viele nervige Flash-Anzeigen im Web. Die, auch wenn sie nicht mehr auf Flash basieren, gibt es immer noch, aber viele Webseiten (wie wir) leben eben auch von Werbung und man möchte diese auch unterstützen. Auf der anderen Seite sehe ich es aber auch etwas kritisch, dass ausgerechnet Google selbst den Standard festlegt.

Für den Standard ist zwar die „Coalition for Better Ads“ zuständig, aber am Ende besteht diese eben aus Unternehmen und nicht aus Nutzern. Ich bin mal gespannt, wie groß der Einfluss des nativen Adblockers am Ende sein wird, auch für uns als Blog ist das eine spannende Angelegenheit. Viele werden sicher erst Mal weiter einen bekannten Adblocker installieren, vielleicht wird der Anteil aber geringer.

PS: Falls ihr einen Adblocker nutzt und wir auf eurer Whitelist sind: Danke! Und falls nicht, könnt ihr uns natürlich auch anderweitig unterstützen.

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