Amazon Echo 4 (2020) im Test

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Amazon bietet ab heute die vierte Generation vom Echo in Deutschland an und wir konnten uns den neuen Speaker mit Alexa schon vorab anschauen.

Der Bestseller von Amazon ist mittlerweile der Echo Dot, was uns aber auch nicht wundert, denn der geht bei gewissen Aktionen gerne mal für 20 Euro über die virtuelle Ladentheke. Der normale Echo ist aber ebenfalls ein wichtiges Produkt.

Beide Modelle haben in diesem Jahr ein neues Design spendiert bekommen und der Test zum Amazon Echo Dot 4 wird heute auch noch folgen. Der Amazon Echo 4 macht jedoch den Anfang, da er für mich das spannendere Produkt ist.

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Amazon Echo 4: Die Eckdaten

Der neue Echo wiegt etwas weniger, als 1 kg und ist ca. 14 x 14 x 14 cm groß. Der Preis liegt bei 97,47 Euro und ihr bekommt die vierte Generation in drei Farben: Schwarz (Anthrazit), Weiß und Blaugrau. Ich habe die schwarze Version hier.

Der LED-Ring für Alexa ist nun auf die untere Seite gewandert und die Kugel ist halb Stoff, halb Plastik. Oben gibt es noch vier Knöpfe für Lautstärke, Alexa und die Stummschaltung und hinten befindet sich weiterhin ein 3,5-mm-Anschluss.

Amazon Echo Dot 4 Test3

Amazon hat dem Echo 4 einen 76 mm Neodymium Woofer und zwei 20 mm Hochtöner spendiert. Der neue Echo fungiert außerdem als ZigBee Hub, er kann ins Multiroom-System der Echo-Lautsprecher integriert werden, es gibt die Option für ein Stereo-Paar und es ist ein Temperatursensor im Speaker verbaut.

Der Amazon Echo 4 wird über die Alexa-App eingerichtet, über die man auch eine Equalizer-Funktion findet. Es gibt außerdem WLAN im 5 GHz-Bereich, Bluetooth und die meisten Versionen bei Amazon sind erst wieder im November lieferbar.

Amazon Echo 4: Das Design

Über Design kann man nicht streiten, der eine mag die runde Optik, der andere wird sie nicht mögen. Was ich aber sagen kann: Die Verarbeitung ist gut, der Stoff und die Tasten fühlen sich gut an und die Kugel steht stabil auf dem Untergrund.

Amazon Echo Dot 4 Test1

Die LED-Optik auf der unteren Seite gefällt mir sogar besser, als der Ring oben, ich finde sie aber auch etwas auffälliger, da sie nun auch den Untergrund beleuchtet. Da wir nun aber eine Kugel haben, ist das vielleicht die beste Option, die man hat.

Ich muss sagen, dass mich das Design auf den Pressebildern überrascht hat, es im Alltag aber doch irgendwie ganz gut aussieht. Vor allem die schwarze Version hält sich dann doch zurück und wirkt dezent. Die neuen Echos sind nun aber deutlich auffälliger, Amazon will sie bewusst zu Design-Gegenständen machen.

Amazon Echo Dot 4 Test10

Beim Echo Dot 4, zu dem ich in einem eigenen Beitrag komme, fällt es mir doch etwas schwieriger, mich an das Design zu gewöhnen, da ich den kleinen Speaker oft dezent versteckt habe. Beim Echo 4 finde ich die Kugelform aber gelungen.

Amazon Echo 4: Der Sound

Amazon hat etwas Sound geschraubt und das hört man. Der neue Echo klingt beim Bass ordentlich wenn auch manchmal zu basslastig. Ich habe mal aus Spaß den Bass im Equalizer hochgedreht und das brummt für diese Größe schon sehr gut – allerdings wird die Musikqualität dann etwas zu schlecht.

Amazon Echo Dot 4 Test2

Mit ausgeglichenen Einstellungen gefällt mir der Sound aber gut bisher, der Echo 4 klingt vor allem mit Blick auf die Größe sehr gut. Natürlich kann er nicht mit einem Echo Studio mithalten, aber der Sound ist mit Blick auf die Größe ein Pluspunkt. Nicht nur beim Bass, sondern auch bei den Mitten und Höhen.

Wenn ich eine „Schwäche“ beim Sound anmerken würde, dann hier und da bei den Höhen, die bei gewissen Liedern etwas dumpfer, als bei anderen Speakern klingen. Der Fokus lag wohl auf dem Bass, aber da muss man schon genau hinhören.

Wo ordnet sich der Amazon Echo 4 ein? Das ist schwer zu sagen, mit einem Echo Studio oder Apple HomePod kann er wie gesagt nicht mithalten. Es klingt minimal besser, als der Echo 3 (ich nutze diesen weiterhin als Echo Plus 2), aber nicht gravierend. Die neue Bauform scheint den Sound aber etwas zu optimieren.

Amazon Echo Dot 4 Test4

Der Unterschied ist aber nicht extrem groß und ich habe die Echos mal aus Spaß an verschiedenen Orten in der Wohnung platziert. Der Eindruck hängt ganz stark vom Ort, dem Untergrund und der Musik ab. Aber sagen wir es mal so: Nur für den Sound würde ich jetzt nicht unbedingt vom Echo 3 zum Echo 4 wechseln.

Da er Echo 3 aber nicht mehr angeboten wird, ist nun der Echo 4 die Wahl, die man in dieser Größe und Preisklasse hat. Der Sound ist weiterhin gut, der Bass für die Größe super und den meisten wird der Echo für knapp 100 Euro ausreichen.

Ehrliche Meinung: Ich habe hier und da oft auf den Echo Dot gesetzt, doch bin nun dazu über lieber mehr normale Echos zu verwenden, da der Unterschied beim Sound groß ist. Und im Wohn-/Essbereich gibt es dann einen Echo Studio.

Amazon Echo 4: Sonstiges

  • Amazon hat dem Echo 3 noch keinen Zigbee Hub spendiert, auch wenn der Echo Plus 2 die Grundlage war. Diesen gibt es nun aber beim Echo 4 und der Temperatursensor ist auch vorhanden. Der neue Echo kann also als Basis für Smart-Home-Geräte mit Zigbee (z.B. Hue-Leuchten) dienen.
  • Das Netzteil vom Amazon Echo 4 ist nicht nur sehr groß, sondern auch schlecht aufgebaut. Bei meinen Steckdosenleisten nimmt es immer zwei Plätze und bei einer Leiste (mit zwei Reihen) sogar drei Plätze weg. Hier würde ich mir für 2021 definitiv eine kleinere Lösung oder einen besseren Aufbau wünschen, da sicher nicht nur ich die Speaker an eine Mehrfachsteckdose stecke.
  • Alexa versteht mich sehr gut und reagiert schnell, was ich aber von den Echo-Speakern gewohnt bin (und wo Speaker von Drittanbietern gerne mal etwas schlechter sind).
  • Den Amazon Echo platziere ich oft prominenter, als den Echo Dot, daher würde ich mir ehrlich gesagt auch davon eine Version mit LED-Uhr wünschen, die dann zum Beispiel auch die Temperatur oder andere Dinge anzeigen kann.

Amazon Echo 4: Mein Fazit

Optisch fällt das Upgrade in diesem Jahr groß aus, der Amazon Echo 4 wirkt wie eine ganz neue Generation. Dazu kommen neue Funktionen der teureren Modelle, wie der Zigbee-Hub. Der Sound wurde auch optimiert, allerdings liegt das eher an der Bauform, ein großes Sound-Upgrade im Vergleich zum Echo 3 gibt es nicht.

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Die Technik unter der Haube (Woofer und Hochtöner) ist sogar gleich geblieben, daher wird man bei vielen Liedern gar keinen Unterschied hören. Was ich aber nicht schlimm finde, denn der Amazon Echo 4 klingt für diese Größe sehr gut.

Wem das Design nicht gefällt, der sollte sich zügig auf die Suche nach einem Echo 3 begeben. Das alte Design verschwindet nämlich. Ich muss aber sagen, dass die Optik „in echt“ eigentlich ganz gut aussieht. Beim Echo Dot bin ich mir nicht so sicher, ob ich da eine Kugel will, da diese dadurch eben auch größer wird.

Doch da wird ja weiterhin der alte Echo Dot 3 verkauft, beim Echo 4 hat man keine Wahl. Da ich den größeren Echo aber nicht „verstecke“, kann ich mit dem Upgrade sehr gut leben. Allerdings hätte man das Netzteil gerne kleiner machen dürfen und gegen ein schwarzes Kabel beim schwarzen Echo hätte ich auch nichts.

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tl;dr Der Amazon Echo 4 ist im Kern ein Amazon Echo 3 (Sound), mit Extras vom Amazon Echo Plus 2 (Zigbee und Temperatursensor). Der Sound ist aufgrund der Bauform minimal besser, aber kein großer Schritt. Allerdings klang der Echo schon davor sehr gut und ist weiterhin einer der besten 100-Euro-Smart-Speaker.

Von meiner Seite gibt es also eine Kaufempfehlung für den Amazon Echo 4, der ab sofort bei Amazon bestellt werden kann. Ich würde den Echo 4 (wenn der Platz vor Ort vorhanden ist) auch jederzeit ganz klar einem Echo Dot 4 vorziehen.

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