Amazon Kindle Fire: Herstellung teurer als Verkaufspreis

Bereits bei der Vorstellung des Android-Tablets Amazon Kindle Fire war klar, dass Amazon voll auf das eigene Ökosystem setzt und in erster Linie mit Inhalten verdienen will, dies spiegelt sich auch im Preis für das Gerät nieder, denn alleine die Herstellungskosten liegen knapp 10 Dollar über dem Verkaufspreis von 199 US-Dollar.

So etwas kann man sich natürlich nur erlauben, wenn das Gerät selbst so stark auf das Konsumieren von Content ausgerichtet ist, dass man zwangsläufig mit einer positiven Entwicklung in Sachen Gewinn pro Gerät rechnen kann. Es führt einem auch vor Augen, warum es die Hersteller von Android-Geräten so schwer haben, ihre Preise zu senken, es fehlt einfach das eigene Ökosystem.

Apple hat es beim iPad 2 gezeigt, in dem man das Modell zum exakt gleichen Preis wie seinen Vorgänger verkauft hat. Selbst wenn die Preise für Android-Tablets noch fallen werden, Apple wäre sehr wohl in der Lage noch mehr an der Preisschraube zu drehen, denn einen dicken Teil der Gewinne erzielt man nach dem Verkauf der Geräte über den hauseigenen App Store.

Ich bin gespannt, ob es beim Kindle Fire eine Ausnahme bleibt, oder sich der Markt generell in Richtung Refinanzierung durch Content-Angbeote entwickelt. Das Schlechteste für den Kunden wäre es sicher nicht, zumindest wenn dieser bereit ist, sich in die Hände eines Anbieter zu begeben und für Inhalte auch zu zahlen.

Was wäre euch lieber, Unabhängigkeit und höhere Gerätepreise oder günstige Geräte, aber Bindung an einen Anbieter?

via thenextweb Quelle: isuppli

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