Apple iPhone 11 Pro im Test: Mein Fazit nach einem Monat

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Mittlerweile bin ich seit einer Weile mit dem Apple iPhone 11 Pro im Alltag unterwegs, daher gibt es heute mein Fazit nach knapp sechs Wochen.

Eigentlich wollte ich wieder mein Fazit nach knapp einem Monat nachreichen, es kommt aber etwas später, da ich iOS 13.2 abwarten wollte. Das brachte nämlich Deep Fusion für die Kamera mit. Ansonsten sei an dieser Stelle gesagt, dass ich nicht auf alle Features eingehe, dazu gibt es den Testbericht.

Apple iPhone 11 Pro: Fazit als Video

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Apple iPhone 11 Pro: Fünf Pluspunkte

Es gibt mehr positive Dinge beim Apple iPhone 11 Pro, aber mir sind diese fünf in den letzten Wochen am meisten aufgefallen, daher will ich sie explizit erwähnen:

  • Ich fange direkt mit dem an, was mich am meisten überrascht hat, die Akkulaufzeit. Die Zahlen von Apple ignoriere ich mal und eine Display-On-Zeit wird auch nicht viel bringen, da mein Verhalten von Tag zu Tag variiert. Doch im Vergleich zum iPhone X habe ich am Anfang kontinuierlich 20 bis 30 Prozent mehr Akku am Abend übrig gehabt. Das ist ordentlich und hat bei mir dafür gesorgt, dass ich die Displayhelligkeit hochgeschraubt habe. Damit habe ich nun knapp 20 Prozent mehr Akku übrig. Und ja, ich habe beachtet, dass mein iPhone X am Ende nur noch 90 Prozent beim Akku hatte, das ist ein Vergleich mit dem iPhone, als es noch nicht zwei Jahre alt war.
  • Das Display hat ebenfalls einen Sprung gemacht und je öfter ich den Vergleich sehe (hier im Haushalt ist noch ein iPhone X), desto mehr sieht man diesen. Er ist nicht gravierend, aber man sieht, dass eine neue OLED-Generation von Samsung verbaut wurde und die Helligkeit ist hervorragend. Mit 120 Hz wie beim iPad Pro wäre das natürlich perfekt, aber das ist derzeit noch nicht in dieser Qualität möglich. Ich hoffe, dass wir diesen Schritt dann 2020 sehen.
  • Von den Stereo-Speakern war ich ebenfalls überrascht, die klingen verdammt gut. Ich weiß, dass Apple sie schon beim iPhone XS optimiert hat, aber dieses Modell war für mich kein Upgrade wert (und ich würde selbst heute entweder ein iPhone X wählen und Geld sparen oder das iPhone 11 Pro kaufen). Daher kann ich den Vergleich nur mit dem iPhone X ziehen, aber der ist gewaltig.

Apple Iphone 11 Pro Test6

  • Was ich nicht oft genug erwähnen kann: Die Haptik. Es gibt nicht mehr viele Modelle in dieser Größe, in denen der Hersteller alle Features verbaut. Im Android-Bereich muss man beim richtigen Flaggschiff oft die große Version wählen und die ist mir in der heutigen Zeit einfach zu groß. Ich hoffe daher, dass Apple weiterhin das kleine und große Modell gleich behandelt. Die matte Rückseite und das Nachtgrün sind übrigens ebenfalls Highlights, gefällt mir auch nach mehreren Wochen noch gut.
  • Mit der Kamera steht und fällt die Empfehlung, das habe ich bei den Gerüchten immer wieder betont. Und sie steht, denn Apple hat endlich mal wieder eine sehr gute Kamera verbaut. Die Kamera war bisher auch gut, aber bei einigen Punkten war die Konkurrenz eben voraus. Nun gibt es alles, was ich mir (Stand 2019) wünsche. Wir haben einen Nachtmodus, Ultraweitwinkel-Aufnahmen, Zoom und die Qualität der Bilder ist für mich in den Top 3 bei den aktuellen Smartphones.

Apple iOS 13.2 mit Deep Fusion

Mit iOS 13.2 kam beim iPhone 11 Pro noch Deep Fusion dazu, was Fotos bei normalen Lichtverhältnissen schärfer macht. Bei schlechtem Licht gibt es den Nachtmodus, bei gutem Licht gibt es Smart HDR und dazwischen gibt es Deep Fusion. Ich habe das die Tage getestet und man sieht den Unterschied.

Leider gibt es einen Nachteil: Man kann Deep Fusion (was sich übrigens nicht manuell aktivieren lässt und immer an ist) nicht zusammen mit einer anderen Funktion nutzen. Das iPhone 11 Pro macht auf Wunsch zwei Fotos, ein normales und eine Ultraweitwinkel-Aufnahme, beide werden einem Bild gespeichert.

Aktiviert man das, dann ist Deep Fusion aus (so habe ich auch getestet, ob man den Unterschied mit Deep Fusion wirklich sieht). Ich fand die Weitwinkel-Funktion im Test bisher aber wirklich praktisch und würde gerne beides nutzen, daher hoffe ich, dass das mit einem Software-Update in Zukunft möglich sein wird.

Apple iPhone 11 Pro: Drei Schwachstellen

Es gibt sicher noch mehr Schwachstellen, sowas ist ebenfalls sehr subjektiv. Im Test sind mir nur drei kleine aufgefallen, wobei es eigentlich nur zwei sind:

  • Die erste Schwachstelle betrifft aber nicht die Hardware, sondern iOS 13. Das war am Anfang extrem verbuggt und es wurde dann recht zügig besser. Mit iOS 13.2 ist es nun okay, aber noch nicht auf dem Level, auf dem iOS 12 am Ende war. Apple wird es weiter optimieren, aber für iOS 14 hoffe ich, dass man wieder wie bei iOS 12 vorgeht und den Fokus auf Stabilität legt und Features erst später nachreicht. Ich wäre sowieso dafür, dass Apple nicht alle neuen Features in der ersten Version bringt, sondern sie ankündigt und dann nach und nach (über das Jahr verteilt) einbaut.

Apple Iphone 11 Pro Test5

  • Der 3D Touch fehlt mir weiterhin. Haptic Touch ersetzt diese Funktion ganz gut, aber nicht zu 100 Prozent. Das feste Drücken lässt sich nur bedingt mit einem langen Drücken ersetzen. Ich war wohl einer der wenigen, die den 3D Touch intensiv genutzt haben und ein Fan davon waren. Ich kann damit leben, aber es ist für mich auch ein kleiner Rückschritt.
  • Ich lade meine Smartphones zu 90 Prozent über Qi, aber ab und an kommt es eben vor, dass man die Schnellladefunktion nutzen will. Oder man ist gerade unterwegs und hat keine Qi-Platte, das Kabel ist noch nicht ganz ausgestorben bei mir. Hier stört es mich, dass wir weiterhin Lightning haben. Nicht, weil ich Lightning nicht mag, ich finde den Anschluss sogar besser als USB C, aber meine anderen Apple-Produkte haben USB C. Reise ich, dann nehme ich mein MacBook Pro und das iPad Pro mit und die kann ich mit dem gleichen Netzteil und Kabel laden. Für das iPhone muss ich an ein zusätzliches Kabel denken. Ich hoffe, dass Apple ab 2020 bei allen Produkten auf USB C setzt, das betrifft dann bitte auch die Kopfhörer und iPhones. So sehr ich Lightning mag, es geht nichts über einen einheitlichen Standard. Nicht nur in der Branche, sondern auch bei den Produkten von Apple.

PS: Optimal wäre es allen Produkten USB C zu spendieren und das Netzteil und Kabel wegzulassen. Das kann man dann günstig anbieten, viele werden es aber sowieso daheim haben. Das wäre mit Blick auf die Nachhaltigkeit für mich die beste Lösung. Aber es wird wohl noch etwas dauern, bis wir dort sind.

Apple iPhone 11 Pro: Mein Fazit

Vor der Ankündigung hätte ich gedacht, dass wir ein weiteres S-Jahr bekommen und man das iPhone 11 Pro ignorieren kann. Bei der Ankündigung war ich dann doch neugierig und im Alltag fällt das Upgrade größer als erwartet aus.

Das „alte“ Design vom iPhone X täuscht. Es gibt zwar nun eine Triple-Kamera und die matte Rückseite, aber es fühlt sich eben sehr stark wie das zwei Jahre alte iPhone X an. Dabei wurde es unter der Haube deutlich optimiert.

Apple Iphone 11 Pro Test2

Die Kamera hat einen extrem großen Sprung gemacht und gehört für mich zu den wichtigsten Features in einem Smartphone. Alleine das wäre mir persönlich ein Upgrade wert. Das gilt auch für Besitzer eines Apple iPhone XS.

Dazu kommt die deutlich bessere Akkulaufzeit, ein besseres Display und hier und da gibt es noch zahlreiche kleine Optimierungen beim Apple iPhone 11 Pro (schnelleres Face ID, U1-Chip, bessere Stereo-Speaker, Porträtfotos mit der Haupt- und nicht nur der Tele-Kamera, die matte Rückseite und mehr).

Die Kleinigkeiten alleine wären mir das Upgrade definitiv nicht wert, aber die Kamera, die Akkulaufzeit und das Display schon. Das Design mag zwei Jahre nach dem iPhone X etwas „altbacken“ wirken, aber das täuscht. Apple hat genau die Schwächen vom iPhone X beseitigt, die ich kritisiert habe.

Wertung des Autors
Oliver Schwuchow bewertet Apple iPhone 11 Pro mit 4.5 von 5 Punkten.

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