Apple MacBook (2017) im Test: Ein Nachfolger für das MacBook Air?

Apple Macbook 2017 Header

Apple spendierte dem MacBook ein Hardware-Upgrade für 2017. Ich habe mir den kompakten Laptop in der neuen Version angeschaut und getestet.

Seit knapp zwei Jahren bin ich auf der Suche nach einem Nachfolger für mein MacBook Air. Ich besitze ein Modell von 2012 in der Basis-Version und die ist leider nicht mehr auf einem Stand, um meine Anforderungen an einen Laptop zu erfüllen. Meine Aufgaben wurden außerdem immer anspruchsvoller und mein Laptop nicht gerade besser. Die Suche nach einem Nachfolger ist jedoch schwer.

Das liegt hauptsächlich daran, dass ich einen Laptop mit macOS möchte. In der Windows-Welt hätte ich vermutlich schon längst einen Laptop gefunden, doch die Welt der MacBooks hat sich nicht in die von mir erhoffte Richtung entwickelt.

MacBook Air (2017): Das Fazit in Video-Form

Es würde mich freuen, wenn ihr dem Video bei YouTube einen Daumen hoch gebt und bei Interesse unseren Kanal abonniert. Natürlich nur, wenn euch das Video gefallen hat. Damit erkennt YouTube, dass es kein Clickbait ist.

MacBook (2017): Der Air-Nachfolger muss her

Im Grunde, und das habe ich schon oft betont, würde mir ein leicht verbessertes MacBook Air reichen. Etwas mehr Power, ein bisschen weniger Displayrand, eine aktuelle Tastatur und vor allem, jetzt kommt das Hauptargument, ein Display, das auf einem Stand von 2017 ist. Mir würde auch ein Display auf einem Stand von 2016 oder 2015 reichen. Doch das Display des Air ist veraltet und nicht akzeptabel.

Apple Macbook 2017 Test6

Es ärgert mich ehrlich gesagt ein bisschen, dass Apple das Air so stiefmütterlich behandelt. Das Pro wurde komplett überarbeitet und wird immer wieder mit neuen Versionen aktualisiert. Gleichzeitig führte Apple mit dem MacBook ein komplett neues MacBook ein. Nur das MacBook Air, das wird weiter verkauft, soll aber nicht die Verkaufszahlen der Modelle beeinflussen, die mehr Gewinnmarge liefern.

Ironischerweise hat es nach der WWDC 2017 dieses Jahr sogar ein kleines Upgrade gegeben. Allerdings mit nicht ganz aktueller Hardware vom letzten Jahr. Der Rest vom MacBook Air (zum Beispiel das Display) wurde komplett gleich gelassen.

Ich stand bisher vor dem Problem: Hole ich mir ein MacBook Pro, welches am Ende die Power besitzt, die ich nicht benötige, oder ein MacBook, das ein bisschen zu wenig Power besitzt. Das Pro habe ich bereits getestet, nun kommt das MacBook in der Neuauflage und mit Hoffnung, dass ein paar Kritikpunkte beseitigt wurden.

MacBook (2017): Verbesserte Tastatur gefällt

Das MacBook ist eines der besten Geräte, wenn es um die Kombination aus Laptop und mobil geht. Ein Tablet würde meine Aufgaben im mobilen Bereich nicht erfüllen, das MacBook schon. Es ist hervorragend verarbeitet und besitzt ein wirklich sehr gutes Display. Es hat vielleicht nicht die dünnsten, aber dennoch akzeptabel dünne Displayränder. Das Retina-Display selbst macht einen guten Eindruck.

Was mir bei der neuen Version von 2017 gefällt: Die Tastatur wurde verbessert und ist nun in etwa auf dem Niveau eines MacBook Pro. Nicht ganz, aber deutlich besser, als bei den letzten beiden Modellen. Dieser Kritikpunkt wurde also beseitigt.

Die Größe würde mir ausreichen, sie ist in Kombination mit dem Gewicht von unter einem Kilogramm optimal für den mobilen Einsatz. Es ist sogar ein Argument für die kleine Version, denn der Gewichtsunterschied zum Pro macht sich bemerkbar.

Apple Macbook 2017 Test5

Das MacBook ist aktuell das portabelste Gerät der MacBook-Reihe. Das, was einmal das MacBook Air war. Es bietet außerdem das deutlich bessere Display und eine sehr gute Tastatur (ich schreibe sehr gut mit der Tastatur der neuen MacBooks).

Apple hätte dem MacBook aber gerne auch noch einen TouchID-Sensor spendieren dürfen, wie man ihn im MacBook Pro mit OLED-Leiste vorfindet. Bei einem Laptop nicht zwingend notwendig (bei mir entsperren sich die Macs in der Regel sowieso dank Apple Watch automatisch), aber es wäre eben ein guter Bonus.

Würde es nach diesen Kritikpunkten gehen, dann wäre das MacBook 2017 sofort mein Nachfolger für das MacBook Air. Ich würde es dank dem geringen Gewicht auch einem MacBook Pro vorziehen. Doch dazu ist ein anderer Punkt wichtig.

MacBook (2017): Nicht für aufwändige Aufgaben gedacht

Die Performance spielt natürlich eine große Rolle bei einem Laptop. Apple hat mir für den Test die Basisversion mit dem Intel m3 geschickt, da ich mir diese vermutlich auch kaufen würde. Die Leistung reicht mir persönlich in 95 Prozent der Fälle aus.

Etwas schwieriger wird es, wenn es um das Exportieren von bearbeiteten Bildern, oder auch einem Video geht. Das habe ich mal probiert und es klappt. Spaß macht es aber ehrlich gesagt nicht. Wer jedoch überwiegend in diesem Bereich unterwegs ist, der wird aber vermutlich nicht zu einem MacBook (sondern Pro) greifen.

Apple Macbook 2017 Test1

Ich bearbeite zwar viele Bilder und Videos, aber grundsätzlich nur am Schreibtisch und dort steht ein iMac. Der erledigt diese Aufgabe besser, alleine wegen dem sehr großen Display. Auf 12 Zoll bearbeite ich sowieso nicht gerne Videos. Eine Power, die jetzt ein MacBook Pro bieten würde, benötige ich also eigentlich zu selten.

Die Power ist deutlich besser, als bei meinem alten MacBook Air, doch das ist nicht wirklich schwer. Auch hier lautet mein Fazit: Einem Wechsel steht nichts im Weg.

Was mir gut gefallen hat: Das MacBook besitzt keinen Lüfter und wird zwar unter extremer Belastung etwas wärmer, aber nicht laut. Ich höre den Lüfter beim Air so gut wie nie, aber beim MacBook gibt es erst gar keinen.

MacBook (2017): Ein paar Kleinigkeiten

Ein Punkt, der beim MacBook sehr oft kritisiert wird: Es gibt nur einen Anschluss für USB Typ C. Das kann in der Tat mal kritisch werden, wenn man es zum Beispiel lädt und einen USB-Stick nutzen möchte. Kommt bei mir so selten vor, dass es mich im Alltag nicht stört. Mir reicht ein Anschluss vollkommen aus, wobei ich einen zweiten durchaus auch begrüßen würde. Ein Kritikpunkt ist das aber nicht.

Apple Macbook 2017 Test3

Was mir mehr fehlt: Ein Kartenslot für normale SD-Karten. Doch der scheint bei Apple wohl allgemein Geschichte zu sein, denn auch bei den Pro-Modellen fehlt so einer mittlerweile. Man benötigt also so oder so einen Adapter. Optimal ist das immer noch nicht, da (bei mir) die SD-Karte noch Jahre vorhanden sein wird.

Doch wie sieht es mit der Akkulaufzeit bei so einem kompakten Laptop aus? Die kommt natürlich nicht an ein aktuelles MacBook Air mit der schlechten Ausstattung und dem schlechten und niedrig auflösenden Display heran. Aber sie ist wirklich gut für diese Größe. Apple selbst gibt 10 Stunden Surfen an.

Bei mir sieht es meistens so aus: Wenn ich zum Laptop greife, dann arbeite ich für ein paar Stunden aktiv an diesem. Sagen wir mal 3-4. Das kann ich zwei Mal mit dem MacBook machen, dann kommt es an den Strom. Finde ich in Anbetracht dieser Größe wirklich gut. Auch hier: Kein Nachteil im Vergleich zu meinem alten Air, das noch nicht die Akkulaufzeit von 13, sondern die von 10 Stunden besitzt.

Apple Macbook 2017 Test2

Leider fällt bei den neuen MacBooks nicht nur MagSafe weg, sondern auch die LED im Kabel, die den Status anzeigt. Man hört einen Ton, wenn man das MacBook an den Strom anschließt (gleicher Ton wie beim iPhone). Es ist jedoch nicht möglich den Akkustatus zu überprüfen, ohne das Gerät extra aufzuklappen.

Was mich im Test überrascht hat: Die eingebauten Lautsprecher sind für diese Größe sehr gut. Was mich im Test aber auch gewundert hat: Wieso hat man statt einem zweiten USB-Anschluss einen 3,5 mm-Anschluss verbaut? Beim iPhone hat man sich feierlich davon verabschiedet, aber bei einem Laptop setzt man weiterhin darauf. Selbst im Jahr 2017. Das ist irgendwie nicht konsequent. Ich glaube ein zweiter USB-Anschluss an dieser Stelle wäre besser gewesen.

Ein Kritikpunkt, der schon seit dem ersten MacBook besteht, ist aber weiterhin vorhanden: Die 480p-Frontkamera. 480p. 2005 hat angerufen und hätte gerne die gängige Kameraauflösung für Frontkameras zurück. Also mindestens 720p müssten es schon sein. Eigentlich wären sogar 1080p im Jahr 2017 Pflicht.

Vor allem bei einem Highend-Produkt, bei dem die UVP bei 1500 Euro startet.

MacBook (2017): Immer noch recht teuer

Womit wir bei meinem letzten und (aus persönlicher Sicht) wichtigsten Punkt wären. Das Modell, welches vor mir liegt und auf dem ich diesen Test schreibe, besitzt eine UVP von 1500 Euro. Wobei der Straßenpreis (vor allem für ein Apple-Produkt) sehr schnell gefallen und bei etwas mehr als 1300 Euro angekommen ist.

Das ist eine ganze Menge Geld. Ein MacBook Air (selbst das „aktuelle“ Modell) gibt es für unter 1000 Euro. Und bevor jetzt gleich die Kommentare kommen: Ich weiß natürlich, dass es in der Windows-Welt bereits vergleichbare Laptops für weniger Geld gibt. Doch wie ich eingangs erwähnt habe: Windows ist raus bei mir.

Die UVP ist für die Ausstattung zu hoch, keine Frage. Für 1300 Euro kommen wir so langsam in eine Gegend, in welcher der Preis gerade so (aus persönlicher Sicht) in Ordnung geht. Für mich liegt die Schmerzgrenze eigentlich bei 1000-1100 Euro, also dem Neupreis eines Air in der Basis-Version. Ich glaube aber, dass sich das kleine MacBook in den nächsten 1-2 Jahren in diese Richtung entwickeln wird.

MacBook (2017): Ist es nun der Air-Nachfolger?

Kommen wir zum Fazit: Das Apple MacBook ist mittlerweile ausgreift genug, um es als Laptop zum empfehlen. Ich hatte im Test wirklich sehr viel Spaß mit dem Gerät, da es unglaublich kompakt und hochwertig ist. Doch ist das MacBook für mich der erhoffte Nachfolger für das MacBook Air? Vermutlich Bald.

Der einzige Grund, der mich noch davon abhält, ist der Preis. Noch funktioniert das Air und ich vermute, dass ich es damit auch noch bis zum Frühjahr 2018 aushalten werde. Doch dann, mit der vierten MacBook-Generation für 1200-1300 Euro, gibt es dann sehr wahrscheinlich endlich mal wieder einen neuen Laptop.

Apple Macbook 2017 Test4

Ja, das MacBook ist für mich ein würdiger Nachfolger für das MacBook Air, aber ich würde mir immer noch wünschen, dass Apple das Air aktualisiert. Mir würde wohl schon ein besseres Display ausreichen. Doch Apple weiß auch, dass man damit die Verkaufszahlen des MacBook und MacBook Pro negativ beeinflussen würde.

Ich vermute, dass das MacBook Air am Ende angekommen ist und auch nicht mehr aktualisiert wird. Das MacBook ist der Nachfolger und mittlerweile ein würdiger Nachfolger. Fehlt noch der (für mich) akzeptable Preis, doch der Preisverfall beim aktuellen Modell könnte bedeuten, dass wir dort sehr bald ankommen.

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Wertung des Autors

Oliver Schwuchow bewertet Apple MacBook (2017) mit 4.2 von 5 Punkten.

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