BlackBerry World: Ein Entwickler ist für ein Drittel der Apps verantwortlich

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Im März knackte BlackBerrys Store die Marke von 100.000 Anwendungen und seit dem ist man irgendwo bei 120.000 bis 130.000 angekommen. Klingt erst mal nach einer guten Zahl und einem akzeptablen Wachstum für eine so junge Plattform. Doch wie immer gilt bei einem Store nicht die Anzahl, sprich Quantität, der verfügbaren Applikationen und Spiele, sondern in erster Linie auch die Qualität. Und hier hapert es bei BlackBerry noch gewaltig. Da man Android-Apps leicht portieren kann, ist der Store überflutet von schlechten Ports. Und dann gibt es da noch einen Entwickler wie S4BB, der mittlerweile anscheinend über 47.000 Anwendungen im Store hat.

Das macht über ein Drittel der verfügbaren Anwendungen in der BlackBerry World aus und schaut man sich die Qualität der ganzen Programme von S4BB an, dann entdeckt man viele Apps, die überflüssig sind und auch Audiobücher, die hier wohl als vollwertige App durchgehen. Das spricht nicht gerade für die Qualität der BlackBerry World. Die hochkarätigen Apps wie Facebook oder Twitter stammen oftmals von BlackBerry selbst, dazu kommen zahlreiche Android-Ports und dann gibt es da noch einen Entwickler, der für 47.000 Anwendungen verantwortlich ist.

BlackBerry mag vielleicht stolz auf die Anzahl der Anwendungen sein, der aktuelle Stand darf allerdings auf keinen Fall das Ziel der Qualität sein. Wer braucht schon hunderte von „Search on Amazon“ oder „Smiley Pack“-Anwendungen, wenn wichtige Dienste fehlen, schlecht portiert, oder gar von BlackBerry selbst entwickelt wurden? Dieses Beispiel zeigt glaube ich sehr gut, in welcher verdammt kritischen Lage sich das Unternehmen aktuell befindet. Ich glaube ohne einen starken Partner oder eine neue Strategie hat BlackBerry keine Chance, denn der Kampf um Entwickler ist härter den je. Und aktuell kommt nach iOS und Android Windows Phone, nicht BlackBerry.

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