Durch die Hintertür – Flash auf dem iPhone

Ein kleines Browser Plugin macht es möglich. Chris Smoak hat ein Programm namens Smokescreen in einer Beta veröffentlicht, die es angeblich schafft, Flash Content auf dem iPhone OS sichtbar zu machen. Dazu sind mehrere Schritte nötig. Das Plugin liest in SWF binaries und wandelt diese dann in Java Script um. Dabei werden Bilder und Videos eingebettet und in base64 umgewandelt. Danach wird das ganze wieder als animated SVG ausgegeben.

Klingt kompliziert, scheint es auch zu sein. Ich habe den Test gemacht. Ergebnis: Endnote 5 für die Beta. Die Inhalte öffnen mit deutlicher Verzögerung und auch dann nur sehr ruckelig. Das übliche Surfvergnügen ist dahin. Der Browser reagiert sehr schwerfällig und selbst die kleinste Werbung kommt nur stockend zum Vorschein. Dass sie dann auch nicht richtig läuft, ist selbstverständlich. Teilweise hat sich mein Browser sogar aufgehangen, und nahm keine Eingabe mehr an. Bei den bisherigen Seiten, die Smokescreen anbietet handelt es sich ausschließlich um kleine Werbebanner, deren Existenz ich bis heute zum Glück nicht mitbekommen habe im Browser. Das Auftreten machte sie auch nicht beliebter. Insgesamt fühlte man sich, wie auf einem alten Rechner mit Windows 95, der versucht eine aktuelle Seite anzuzeigen.

Den Screenshot, den ich gemacht habe, zeigt die Startseite der Webseite. Normal würde man erwarten, dass das Logo links oben, sich geschmeidig herein bewegt und größer, oder kleiner wird. Doch dem ist nicht so. Es stockt alles und ruckelt mit einer Framerate von ca. 1 pro Sekunde. Was mit diesem Plugin passiert, wenn man versucht Flashfilme zu sehen, will ich mir gar nicht erst vorstellen. In der jetzigen Form ist Smokescreen nicht zu gebrauchen. Da ist auch der Ansatz, Flashinhalt direkt im Browser umzuwandeln, nicht hilfreich.

Schon die momentane Bedienung von Flash für Android ist nicht perfekt, aber im Gegensatz zu dieser Erfindung eine Meisterleistung. Man kann nur hoffen, dass bis zu einem offiziellen Release noch kräftig daran gewerkelt wird. Ansonsten handelt es sich hierbei um eine Totgeburt.

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