Echo Show (2. Generation) ausprobiert

Echo Show 2 Gen Test 9
Echo Show (2. Generation)

Seit dem Start der Echo-Hardware in Deutschland nutze ich diese. Alexa ist aus meinem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Nun konnte ich erstmals ein Echo-Gerät mit Display ausprobieren.

In den letzten Wochen musste ein Echo Show (2. Generation) bei mir zeigen, was er so kann. Das ist ein Echo mit einem Display und mehr Wumms. Dafür ist er dann auch ziemlich klobig und schwer.

Wie es beim Echo Show (2. Generation) im Inneren ausschaut, könnt ihr bei Amazon im Detail nachlesen. Zudem hatten wir hier im Blog bereits zur ersten Generation ein paar Zeilen platziert.

Echo Show Eckdaten

Optik des Echo Show (2. Generation)

Der Echo Show (2. Generation) schaut von hinten gut aus. Das Problem ist nur, von hinten sehe ich das gute Stück fast nie. Von vorne schaut man im Grunde auf ein Tablet, rein von der Optik her. Das ist okay, aber auch etwas langweilig. Irgendwie fehlt hier eine Designidee, welche auch der Front zugutekommt.

Mit über 1,7 Kilogramm wiegt der smarte Lautsprecher mit Display einiges, zudem ist er auch sonst recht wuchtig. Ich wollte ihn ursprünglich auf dem Schreibtisch platzieren, aber da wirkte er mir dann doch etwas zu groß. Das Problem ist nun, es gibt nicht so viele Orte, die als Standplatz geeignet wären und gleichzeitig eine gute Lesbarkeit des Displays ermöglichen.

Eine Flurgarderobe eventuell oder ein Sidebar im Wohnzimmer würden mir noch einfallen. Ich habe jedenfalls immer noch nicht den finalen Platz gefunden. Zeitweise stand er in der Wohnwand, von der Couch aus ist der Screen aber nicht mehr gut abzulesen.

Echo Show 2 Gen Test 4

Die Verarbeitung des Echo Show (2. Generation) ist astrein. Die oberen Tasten haben einen tollen Druckpunkt, alles wirkt sehr hochwertig und solide. Das gefällt mir.

System des Echo Show (2. Generation)

Ein Echo Show (2. Generation) ist die Hardware für Alexa, kann also erstmal alles per Sprache entgegennehmen, was auch ein Echo ohne Display entgegennehmen kann. Ein paar Besonderheiten gibt es allerdings.

Schnellzugriffe auf Smart-Home-Geräte oder einen Equalizer direkt auf dem Display. Das ist ganz nett, ergibt aber irgendwie auch nur Sinn, wenn der Show eh in Reichweite steht. Ansonsten geht man selten bis nie an diese Settings ran.

Echo Show (2. Generation) im Einsatz

Der Klang des Echo Show (2. Generation) ist eine Wucht. Volle, tiefe Bässe, eine enorme Lautstärke und auch sonst einfach sehr kräftige Töne kommen aus ihm. Die Höhen könnten einen Tick weniger dumpf sein, aber das ist meckern auf hohem Niveau.

In kleinen bis mittelgroßen Räumen reicht der Show meines Erachtens sogar als alleiniger Speaker aus. Normalerweise wäre es sogar eine nette Idee, ihn als Subwoofereinheit an zwei normale Echos koppeln zu können, also so, wie einen Echo Sub. Diese Möglichkeit sollte Amazon nachreichen.

Hervorzuheben sind noch die Mikrofone. Diese erkennen einen Befehl in etwa genauso gut, wie ein Echo Dot (2. Generation). Das geht für mich klar, allerdings fiel mir ein anderer Punkt mehrfach negativ ins Auge.

Alexa verspricht, immer nur den Echo scharfzuschalten, der bei einem Befehl dem Nutzer am nächsten steht. Das klappt mit all meinen Echos, dem Show allerdings nicht sehr zuverlässig. Das ging soweit, dass ich am Ende das Hotword am Show auf „Echo“ geändert habe.

Echo Show 2 Gen Test 2

Software und Skills

Es gibt einige wenige Skills, welche direkt für den Echo Show (1. und 2. Generation) angepasst wurden. So kann man sich zu Beispiel das TV-Programm verschiedener Sender auf dem Display anschauen oder aber auf Überwachungskameras zugreifen. Das ist nett, ab und an ganz nützlich, aber auch nicht mehr.

Schnell fällt auf, dass das (nicht sonderlich gute) Display zwar nett, aber oft überflüssig ist. Man kann Liedtexte mitlesen oder das Wetter, was Alexa sowieso ansagt, wird nochmal extra auf dem Screen dargestellt. Ebenso ist es möglich, ein paar seiner Prime Fotos durchlaufen zu lassen oder Prime-Video-Inhalte anzuschauen. Alles okay, aber im Alltag habe ich das als kaum nützlich empfunden. Im Gegenteil, den häufigsten Befehl, den ich dem Echo Show zugerufen habe war „Display aus“.

Das ist sicher sehr subjektiv. Wer vorher genau weiß, wofür das Display nützlich sein könnte, der macht damit weniger verkehrt, nur mich hat es, nicht nur wegen der eher unterdurchschnittlichen Displayqualität, nicht überzeugt. Der Mehrwert ist einfach zu gering in meinen Augen und die verbaute Frontkamera kam mangels passendem Gegenüber auch nie zum Einsatz.

Was Alexa für mich erledigt

Nachfolgend halte ich fest, was Alexa im Alltag für mich erledigt. Das ist nicht nur auf den Echo Show gemünzt, aber in diesem Zusammenhang sicher nicht uninteressant. Die Aufzählung ist beispielhaft.

  • Allgemein
  • In der Küche zusätzlich
  • Über den HomeMatic IP Skill der mit meinem System zusammenarbeitet
    • Temperatur an jedem Heizkörper per Sprache regeln
    • Vollschutz einschalten
    • Eco-Modus aktivieren/deaktivieren
  • Über den Netatmo Skill
    • Innen- und Außentemperatur abfragen
    • Luftfeuchtigkeit innen und außen abfragen
    • Schallpegel und CO2-Gehalt im Innenbereich abfragen
    • Druck abfragen
  • Einen Harmony Hub ansprechen
    • Das geht über den Logitech Skill
    • Ich mache das aber (noch) über Yonomi, denn dieser Dienst erzeugt aus Harmony-Befehlen Smart Home-Geräte in Alexa, die sich dann nativ ohne zusätzlichen Skill-Befehl schalten lassen.
    • Beispiele: TV an/aus, Staubsaugerroboter losfahren lassen, Apple TV an/aus, Weihnachtsbaumbeleuchtung an/aus…
  • Eine Stehlampe und die Schreibtischbeleuchtung je über eine HS-110 ein-/ausschalten
  • Eine LIFX-Lampe per Sprache schalten, dimmen und farblich anpassen. Läuft ein Alexa-Timer ab, blinkt die Lampe zusätzlich dank IFTTT. Ändert sich die Luftqualität im Wohnzimmer weist die Lampe ebenfalls darauf hin, auch per IFTTT.
  • Eine Koogeek Steckdose schaltet den Katzentrinkbrunnen nach vorgegebenen Uhrzeiten oder eben per Alexa-Sprachbefehl ein/aus
  • Verschiedene o.g. Dinge in Gruppen schalten. Beispiel „Kino an/aus“ = Stehlampe an und TV an/aus.
  • Die Bring! Einkaufsliste per Sprache befüllen (Killer-Funktion für die mit Abstand beste Einkaufslisten-App, welche täglich genutzt wird)
  • … und dies und das, was jetzt den Rahmen sprengen würde.

Fazit zum Echo Show (2. Generation)

Der Echo Show (2. Generation) ist ein toller Echo, der aber nichts für mich ist. Verarbeitung und Klang sind sehr gut. Der Mehrwert im Alltag (im Vergleich zu einem Echo ohne Display) und die Form sowie das Design überzeugen mich allerdings nicht so recht. Mit Alexa bin ich mittlerweile sehr zufrieden, auch ohne Display.

Der Preis von unter 200 Euro ist okay, aber kein Knaller. Ich persönlich fände das Gerät mit 150 Euro gut bepreist. Wäre er von vorne ansprechender und gäbe es mehr nützliche Skills, die den Screen sinnvoll nutzen würden, wäre er mir auch mehr wert.

Wertung des Autors
René Hesse bewertet Echo Show (2. Generation) mit 3.8 von 5 Punkten.

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