Erster Eindruck: HTC Desire S, Incredible S und Flyer

HTC war zwar nicht mit einem eigenen Stand auf der Cebit vertreten, man konnte sich die neuen Geräte jedoch am Stand der Telekom anschauen, wo unter anderem auch Sony Ericsson sein neues Lineup ausgestellt hatte. Dank eines Termins konnten wir uns jedoch fernab von all dem Trubel die neuen Geräte Desire S, Incredible S, Wildfire S, Salsa und Flyer in Ruhe anschauen.

Man muss an dieser Stelle leider erwähnen, dass es hier nicht problemlos abgelaufen ist, so funktionierte zum Beispiel das Internet nicht, oder wir konnten uns das Flyer nur wenige Minuten anschauen, da es während des Gesprächs aufgeladen werden musste. Es hat jedoch gereicht um einen ersten Eindruck zu bekommen und diesen gibt es nach dem Break.

Marktstrategie von HTC

Der Aufschrei nach dem Mobile World Congress war groß, warum kein Dual-Core und warum kein 10“-Tablet mit Honeycomb? Wie man uns mitteilte macht das für HTC zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen Sinn, man wollte die erfolgreichen Modelle Wildfire und Desire im Detail verbessern und konzentriert sich vorerst auf die hauseigene Sense-Oberfläche.

Zu Geschwindigkeit konnte man in dieser kurzen Zeit nichts sagen, ich denke aber auch nicht, dass dies das Problem sein wird. Was uns persönlich nicht zusagte war der Super-LCD Bildschirm in allen Smartphones. Die Nachfrage auf dem Markt muss jedoch gigantisch sein, das sieht man ja zum Beispiel auch bei Samsung und dem Nexus S, die USA und England sind die einzigen Länder, in denen das Gerät mit einem Super-Amoled-Display auf den Markt kommt.

Viel Neues gibt es zu den Smartphones von HTC eigentlich nicht zu sagen, etwas rausgestochen ist das Incredible S mit einer sehr guten Haptik (auch wenn die Optik vielen nicht gefällt) und der Rest weitestgehend Standard. Doch die Geräte von HTC werden sich sicherlich gut verkaufen, gerade die günstigen Androiden werden für ein starkes Wachstum sorgen.

HTC Flyer

Interessant ist jedoch das HTC Flyer, vor allem wegen der Möglichkeit der Stift-Eingabe. Ein gutes Beispiel dafür sind Notizen. HTC hat zusammen mit Evernote an einer Lösung gearbeitet, die es euch ermöglicht mit dem Stift Notizen auf dem Flyer zu erstellen und diese online abzugleichen. Auch das Markieren einzelner Textpassagen wie mit einem Stabilo konnte uns kurz demonstriert werden. Wie aber bereits geschrieben war die Zeit mit dem Flyer nicht besonders lang und so warten wir mit einem Fazit lieber auf die finalen Testgeräte.

Man sieht bei HTC zwar momentan noch keine Notwendigkeit Honeycomb auf dem Flyer einzusetzen, wir vermuten aber einfach mal, dass man hier natürlich seine eigenen Vorteile wie Sense erst anpassen möchte. Zudem besitzt HTC eine extra Entwickler-Abteilung für die Sense-Oberfläche auf Tablets und bis jetzt hat noch kein Hersteller Android 3.0 an seine eigenen Vorstellungen angepasst. Im Flyer wurde beispielsweise ein Wischen durch die Homescreens in einer Art Karusell-Optik ermöglicht, es wird also nicht einfach nur alles 1:1 von den Smartphones übernommen, auch wenn Android 2.3 dahinter steckt.

Fazit zu HTC

Bei HTC sollte man vorsichtig sein, zwar haben zum Beispiel LG, Motorola und Samsung interessantere Geräte im Repertoire, doch das kann sich schnell ändern – HTC stellt seine Geräte oftmals kurz vor dem Release vor und die meisten Geräte des Konkurrenz werden ja erst Q2 2011 auf den Markt kommen. Wir gehen fest davon aus, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten noch Dual-Core-Smartphones oder auch ein 10“-Tablet sehen werden, das ist alles nur eine Frage der Zeit.

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