Fitbit Charge 2 im Test: Das Fazit

Seit ein paar Tagen begleitet mich das Fitbit Charge 2 im Alltag. Es wird Zeit für ein Fazit und die Antwort auf die Frage: Lohnt sich der Kauf des Gadgets?

Das Fitbit Charge (HR) ist einer der erfolgreichsten Fitness-Tracker der letzten Jahre und hat sich sehr gut verkauft. Im Sommer präsentierte Fitbit dann den Nachfolger, das Charge 2. Hier gibt es im Gegensatz zum Vorgänger nur noch ein Modell.

Merkmale des Fitbit Charge 2

Der Pulsmesser ist jetzt Standard. Ein Vibrationsmotor wurde ebenfalls wieder im Band verbaut. Er weist auf Erfolge und eingehende Nachrichten hin. Das Charge 2 besitzt jetzt jedoch ein größeres Display, auf dem mehr Details dargestellt werden.

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Das Charge 2 geht stark in Richtung Fitbit Blaze. Es wird zwar nicht als Fitness-Uhr vermarktet und besitzt auch nicht die dafür typische Form, aber es besitzt die nötigen Funktionen. Wie zum Beispiel Kalenderbenachrichtigungen, die Anzeige von Nachrichten und die Option einen eingehenden Anruf anzeigen zu lassen. Man kann außerdem zwischen mehreren Zifferblättern wählen und diese tauschen.

Das Fitbit Charge 2 ist aber leider immer noch nicht wasserdicht. Ein Kritikpunkt der ersten Generation, den Fitbit mit dem zweiten Modell leider nicht behoben hat.

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Band beim Fitbit Charge 2 wechseln

Die Option das Band zu tauschen ist, im Gegensatz zum Vorgänger, ebenfalls beim Charge 2 gegeben. Optisch sind sich beide aber durchaus ähnlich. Da man jetzt die Bänder wechseln kann, hat Fitbit auch direkt ein paar Bänder mit vorgestellt. Zum Start gibt es diverse Gummibänder und drei hochwertige Lederarmbänder.

Der Tausch eines Bandes geht relativ einfach. Das Entfernen erfordert etwas Druck, ich hatte aber keine Angst das Gadget dabei zu zerstören. Anbringen ist einfacher.

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Charge 2 ist ein typisches Fitbit-Armband

Wer schon mal ein Fitbit Charge (HR) am Handgelenk hatte, der wird sich auch direkt mit dem Charge 2 wohl fühlen. Sofern man das erste Charge mochte. Das Gerät ist dem Vorgänger nicht nur optisch sehr ähnlich, es trägt sich auch so. Es ist eben ein dickes Gummiarmband mit einem eingebauten Fitness-Tracker.

Das Band ist auf der oberen Seite dicker. Der Verschluss ist wie der von einer Uhr. Die Bänder gibt es außerdem in verschiedenen Größen. Den Tracker mit dem Display allerdings nicht. Die Verarbeitung des Charge 2 ist gut, die Qualität aber, das ist für einen Fitness-Tracker eigentlich normal, eher durchschnittlich.

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Es kommt viel Gummi zum Einsatz. Immerhin ist der Tracker selbst aus Aluminium und nicht aus Plastik. Das Fitbit Charge 2 fühlt sich wie ein typisches Fitbit-Band am Handgelenk an. Die Bänder haben sich seit dem Flex weiterentwickelt, fühlen sich aber immer noch gleich an. Ich hatte alle Modelle schon mal am Handgelenk.

Fitbit 2 ist würdiger Nachfolge für das Charge HR

Die große Frage, die ich mir beim Charge 2 gestellt habe: Ist es ein gelungenes Upgrade für das Charge HR? Das ist durchaus der Fall. Man bekommt ein wesentlich besseres Display und die Anzeige von Nachrichten und Anrufen ist durchaus ein großer Pluspunkt. Die „vollwertigen“ Zifferblätter sind ebenfalls nett.

Das Charge 2 hat mich stark an die Blaze-Uhr erinnert. Es ist wie eine Mischung aus Charge HR und Blaze. Diese Beschreibung trifft es glaube ich ganz gut. Die smarten Funktionen halten sich leider stark in Grenzen. Es fehlen wichtige Apps wie zum Beispiel WhatsApp, Facebook und Co. Das Charge 2 erhebt aber auch gar nicht erst den Anspruch eine Fitness-Smartwatch zu sein. Es ist eben ein Fitness-Tracker mit smarten Funktionen. Und diese Aufgabe erfüllt das Charge 2 sehr gut.

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Fitbit-Ökosystem hat seinen Preis

Ich persönlich mag die Fitbit-App. Im privaten Umfeld wird Fitbit auch oft genutzt und da ist es auch ganz nett sich mit anderen zu messen. Das Fitbit-Ökosystem hat allerdings seinen Preis. Für das Fitbit Charge 2 muss man knapp 150 Euro auf den Tisch legen (Preisvergleich). Das ist leider eine ordentliche Summe.

Bei meinem Test musste ich immer wieder an die zahlreichen Alternativen zum Charge 2 denken, die meistens günstiger sind. Zum Beispiel das Mi Band 2 von Xiaomi. Das kostet nicht mal ein Drittel vom Charge 2. Der Markt für Fitness-Armbänder ist überfüllt und fast wöchentlich kommen neue dazu.

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Fitbit hat einen Namen, ein gutes Ökosystem an Zubehör, eine ordentliche App und auch gute Gadgets, aber preislich gesehen ist das eben echt grenzwertig. Vor allem: Für knapp 100 Euro mehr bekomme ich oftmals schon eine vollwertige Smartwatch. Zum Beispiel die Apple Watch der ersten Generation. Diese nutze ich und die ist meiner Meinung nach einem Charge 2 weit überlegen. Eine Smartwatch mit Android Wear bekommt man mittlerweile sogar für 20-30 Euro mehr.

Fitbit Charge 2 müsste günstiger sein

Worauf ich hinaus möchte: Ich mag das Charge HR, es ist ein guter Fitness-Tracker. Ich mag auch das Charge 2, es ist eine sinnvolle Weiterentwicklung. Was mich beim, und das habe ich auch schon beim Blaze bemängelt, Charge 2 stört: Der Preis. Es gibt auf dem Markt gleichwertige Produkte für wesentlich weniger Geld und es gibt auch bessere Produkte, die nicht unbedingt viel mehr Geld kosten.

Das Charge 2 ist für mich einer der besten Fitness-Tracker, ich würde ihn aber nicht kaufen. Dazu ist er nicht smart genug. Es ist ein simpler Fitness-Tracker und hier gibt es eben gute Alternativen. Wer smarte Funktionen und Fitness in einem möchte, dem empfehle ich eine Smartwatch mit guten Fitness-Funktionen. Wer nur einen simplen Fitness-Tracker mag, der findet gute Alternativen. Ich glaube 99 Euro wäre ein Preis, für den ich das Fitbit Charge 2 empfehlen würde.

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Fazit zum Fitbit Charge 2

Machen wir es kurz: Ihr wollt unbedingt ein Wearable von Fitbit? Das Charge 2 ist meiner Meinung nach das beste Gerät des Herstellers. Ihr wollt einen simplen und günstigen Fitness-Tracker? Da gibt es bessere Alternativen. Ihr wollt ein Gerät, das auch smarte Funktionen besitzt? Greift lieber zu einer vollwertigen Smartwatch.

Von meiner Seite gibt es eine eingeschränkte Kaufempfehlung. Das Fitbit Charge 2 ist für Fitbit-Nutzer interessant, allerdings nur für Fitbit-Nutzer. Wie immer sei an dieser Stelle gesagt: Was man mit so einem Gadget anstellt und wofür man es am Ende benötigt, hängt von den jeweiligen Personen ab. Bei diesem Artikel handelt es sich um mein persönliches und rein subjektives Fazit zum Charge 2.

Wertung des Autors
Oliver Schwuchow bewertet Fitbit Charge 2 mit 3.5 von 5 Punkten.

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