Fitbit Versa 2 ausprobiert

Fitbit Versa2 Header

Meine Wenigkeit ist hier im Blog eher der „Wear OS-Beauftragte“ und gerade deshalb wollte ich mal über den Tellerrand blicken und mir die Fitbit Versa 2 Smartwatch etwas genauer anschauen.

Der Lieferumfang gestaltet sich eher minimalistisch, aber im Grunde benötigen wir auch nicht mehr und nicht weniger. Im Karton befindet sich die Smartwatch selbst, die Lade-Dockingstation mit USB-Anschluss und ein wenig Papierwerk.

Abgesehen davon war auch noch ein längeres Armband im Karton. Dieses musste ich mir für meine Patscherchen anlegen, da das kurze Band nur sehr knapp gepasst hätte. Lobend erwähnt sei also das im Preis schon inbegriffene längere Armband.

Fitbit Versa im Unboxing

Das Unboxing selbst könnt ihr euch übrigens gern auch im folgenden Video in Bewegtbild anschauen:

Fiitbit Versa 2: Die Einrichtung

Wie üblich benötigt man zur Einrichtung ein Fitbit-Konto. Das ist bei vielen Herstellern so, allerdings habe ich den folgenden extra erwähnten Punkt bei der Registrierung eher als Notwendigkeit akzeptiert und hätte lieber das Konto gar nicht erst eröffnet. Eure Daten gehen jedenfalls laut Punkt 2 direkt in die USA.

Fitbit Versa 2 Konto Mit Daten In Die Usa

Nach der Einrichtung geht es ans Konfigurieren. Es gilt ggf. Funktionen, wie die Schlafüberwachung zu aktivieren. Das klappt alles super einfach in der App auf dem Smartphone. Die Menüs und Anzeigen auf der Uhr sind sehr gut lesbar. Alles ist recht übersichtlich, die Icons groß und gut zu erreichen und im Grunde bleibt da auch nicht viel Raum für Kritik.

Die Installation von Watchfaces ist dagegen nicht so gut. Der Ladevorgang dauert ewig und man kann auch nicht einfach zwischen den heruntergeladenen und installierten Watchfaces wie z. B. bei Wear OS wechseln. Dabei hätte die Versa 2 doch einen großen internen Speicher mit Platz für solche Gimmicks?

Und wenn wir den Speicher schon eben erwähnen – hier sollen laut Fitbit bis zu 300 Songs Platz finden. Selbstverständlich versteht sich die Uhr auch mit Spotify und Deezer. Leider habe ich weder noch (mir genügt Amazon Music und das was Sonos & Co. an Online-Radios bieten) und kann das nicht weiter testen.

Die App auf dem Smartphone wertet die gesammelten Daten hübsch aus. Es gibt für alles mögliche einfache Counter und beim Draufklicken erhält man wie gewohnt das ausführliche Diagramm.

Das Schlaftracking hatte mich bisher nie groß interessiert. Dennoch finde ich es nun doch ganz interessant und kann die Werte auch bestätigen. Am Morgen mit den 67 Punkten fühlte ich mich beim Aufwachen wie gerädert. Der Tag mit 87 beziehungsweise die Nacht war dagegen „normal“.

Fitbit Versa 2 App

Der Akku ist eine Wucht! Verglichen mit meinen Wear OS-Smartwatches, bei denen ich hier und dort und einfach überall optimieren muss, damit ich gerade so auf 1-2 Tage Akkulaufzeit komme (realistisch ist eher 1 Tag) – packt die Versa 2 selbst mit ständiger Herzfrequenzmessung und Schlaftracking über Nacht lockere 4 Tage. Das klappte selbst mit meiner ersten Akkuladung bei der ersten Inbetriebnahme prima. So etwas würde ich mir für Wear OS auch wünschen.

Über eine Dockingstation wird die Uhr dann geladen. Dabei wird die Uhr eingelegt und rechts und links mit Clips festgehalten. So können die Pins auf der Unterseite und im Ladedock nicht verrutschen.

Fitbit Versa 2 Bezel

Das Display besitzt eine unglaublich große Bezel – das fällt auch sofort auf und stört mich auch tierisch – auch mit dem schwarzen AMOLED-Display.

Bei der Pebble hatte das damals jeder bemängelt und mittlerweile gibt es runde Smartwatches mit weniger Rand. Hier könnte man als Hersteller doch sicher noch etwas optimieren? Den grünen Rand habe ich fix für euch eingezeichnet, damit man sieht, welcher Bereich nicht genützt wird. Ebenfalls auf dem obigen Bild sieht man das Always-On-Display. Dank AMOLED ist das kein Problem mehr und zeigt immer die nötigsten Informationen an.

Die Alexa-Unterstützung ist toll. Einmal mit dem Amazon-Konto verknüpft kann man sich so das Wetter oder Kalendereinträge auf der Uhr via Sprachkommando anzeigen lassen. Dabei hört Alexa aber nicht ständig zu – um das Kommando absetzen zu können muss für 1-2 Sekunden der linke Button gehalten werden.

Nächster Punkt für mich auf der Tagesordnung war die Nutzung des kontaktlosen Bezahlens via Revolut-Kreditkarte. Diese wird auch auf laut Website von Fitbit als kompatibel angegeben.

Fitbit Versa 2 Kein Pay

Leider ist dem (zumindest jetzt) wohl aber doch noch nicht so. So zumindest die Aussage von Revolut auf Twitter:

Fitbit Versa 2: Und sonst noch?

  • Beilegendes Armband ist leider dank des Silikons oder Plastik eher ein Staubfänger – aber dafür in 2 Längen vorhanden. Es gibt auch hochwertigere Gewebearmbänder und selbige können dank Schnellverschluss auch einfach gewechselt werden.
  • Die Versa 2 ist wasserabweisend bis 50 Meter.

Fitbit Versa 2: Das Fazit

Ich muss sagen, dass mich als alter Wear OS-Nutzer vor allem die Akkulaufzeit beeindruckt. Vier Tage sind wirklich locker drin! Die Fitbit Versa 2 ist dabei super leicht und an Negativpunkten könnte ich höchstens die Watchfaces, das nicht funktionierende kontaktlose bezahlen via Revolut und den großen Rand im Display anbringen.

In Sachen Bedienung ist die Uhr aber absolut in Ordnung. Fitness-Fans freuen sich über die guten Überwachungsmöglichkeiten. Sei es die kontinuierliche Messung der Herzfrequenz, der übliche Schrittzähler oder auch nur die Messung des Schlafverhaltens. Da ist für jeden was dabei.

Dennoch werde ich wohl wieder zu meiner Diesel-Smartwatch wechseln, da mich diese Smartwatch einfach mehr an eine richtige Uhr erinnert und Google Pay damit auch funktioniert. Aber das ist mein persönlicher Geschmack. Die Diesel würde ich beispielsweise never ever über Nacht als Schlaftracker nutzen. Dafür wäre sie mir wiederum viel zu unhandlich.

So hat jedes System eben seine Vor- und Nachteile.

Wertung des Autors
Michael Meidl bewertet Fitbit Versa 2 mit 4.0 von 5 Punkten.

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