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Ford-Chef zu Apple und Google: „Willkommen auf dem Auto-Markt“

Apple CarPlay Header

Die Stimmen von Analysten und Branchenvertretern zu einem möglichen Apple Car sind vielfältig. Ein Schwergewicht hat sich nun zumindest positiv gegenüber entsprechenden Plänen von Apple als auch Google geäußert.

Don Butler ist Executive Director für Vernetzte Autos bei Ford und heißt Google und Apple im Auto-Markt willkommen. Er traut Apple durchaus ein gutes Auto zu:
Wir begrüßen deren Engagement. Wir begrüßen die Bewegung im Markt und finden es aufregend, wenn neue Akteure dazu stoßen. Seinen Worten nach freut sich Ford auf eine produktive Zusammenarbeit mit Apple und Google, das Unternehmen steht Automotive-Plattformen wie CarPlay auch bereits offen gegenüber, während andere Unternehmen wie etwa Nvidia den IT-Konzernen noch eine steile Lernkurve prognostizieren.

Auch mit Blick auf die unbekannte Natur eines möglichen Apple-Autos herrscht in weiten Teilen der Branche Skepsis.

Im Gespräch mit CNBC erklärte ein General Motors-Manager noch vergangenes Jahr, Apples Ziel mit einem eigenen Elektroauto erfolgreich sein zu wollen sei illosorisch und schlicht transkontinentaler Regulierungspolitik geschuldet:

You can’t show me one company in the world that, to date, has made a nickel on electric cars. They are generally money losers and the only reason that everyone in producing them is because they are necessary to meet European fuel economy regulations and US fuel economy regulations. There is absolutely no reason to assume that Apple is going to be financially successful in the electric car business.

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Der Ford-Chef sieht für die Zukunft verschiedene Partnerschaften von Technologie- und Autoherstellern: Wahrscheinlich werden Mehrere das gemeinsam tun, was keiner allein wirklich gut hinbekommt, so der Manager gegenüber Trusted Reviews auf der CES 2016. In Las Vegas hatte Ford auch die kommende Unterstützung für CarPlay und Google Auto in den eigenen Modellen angekündigt. Auch Amazons virtuelle Assistentin Alexa soll in die Autos kommen und als Bindeglied zwischen dem Smart Home und dem smarten Ford fungieren.

Verwirrenderweise entwickelt Ford mit App Link eine eigene Opensource-Automotive-Plattform, die es auch künftig weiter pflegen möchte. Diese Umgebung soll mittelfristig auch über einen gut ausgestatteten App-Katalog verfügen.

Ein klarer Sieger oder auch nur eine dominierende Plattform im Connected Car-Bereich scheint für die nächsten Jahre noch nicht in Sicht.

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