Die girocard kommt auf Smartphones

Bild © Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Nachdem erste Banken die girocard kontaktlos bereits verteilen und diese ab 2017 flächendeckend in Deutschland genutzt werden können soll, kommt die girocard auch auf Smartphones.

Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken aktuell verkündet, ermöglicht man zukünftig auch das Bezahlen per Smartphone auf Basis der girocard. Das klingt erstmal ganz nett, in der Praxis gibt es aber vermutlich einige Fallstricke.

Anfang Dezember 2016 werden die Pilotbanken Kasseler Bank und Raiffeisenbank Baunatal in einem „family & friends“-Pilotprojekt mit über 100 Testern bis Mitte 2017 das Bezahlen per Smartphone auf Basis der girocard erstmals im realen Umfeld erproben. Auf Handelsseite konnte man den Lebensmitteleinzelhändler EDEKA Hessenring für den Testlauf gewinnen.

Für die Nutzung ist leider eine spezielle SIM-Karte notwendig, hier hat man sich als Kooperationspartner Vodafone Deutschland ausgesucht. Das verhindert automatisch auch eine reine App-Nutzung bzw. den Einsatz in Diensten wie Apple Pay, Android Pay oder Samsung Pay.

Ehrlich gesagt, habe ich aber auch nichts anderes von den deutschen Banken erwartet. Ich persönlich stufe solch ein System in etwa auf Augenhöhe mit paydirekt ein, also als weitestgehend uninteressant.

girocard mobile in der Praxis

Für die girocard mobile wird die girocard in digitaler Form auf der SIM-Karte des Smartphones hinterlegt. Zur Nutzung lädt der Kunde die girocard mobile über seine Banking-App oder die Wallet-Apps des Telekommunikationsanbieters auf sein Smartphone.

Der Bezahlvorgang am Terminal erfolgt genau wie bei der girocard kontaktlos, nur dass der Kunde sein Smartphone anstelle der Bankkarte vor das Bezahlterminal hält. Die Übertragung erfolgt auf Basis des Standards Near Field Communication (NFC).

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