Fitbit Edge im ersten Eindruck: Der neue Tracker von Google
Google präsentierte diese Woche mit dem Fitbit Edge sowas wie einen Nachfolger des Fitbit Charge und ich bin zwar mittlerweile ein Freund von Trackern ohne ein Display, weil sie dezenter sind, wollte mir diesen aber unbedingt mal anschauen.
Pünktlich zur Ankündigung landete das Fitbit Edge bei mir auf dem Schreibtisch und das ist noch kein Test, es ist ein erster Eindruck. Ich habe das Fitbit Edge die Woche ein bisschen im Alltag getragen und mir sind ein paar Dinge aufgefallen.
Google Fitbit Edge: 10 Stichpunkte
- Die Verarbeitung ist gut, das Edge hat tolle Druckpunkte und ist optisch schön schlicht, mir gefällt das Design und die Materialwahl.
- Wobei ein bisschen Liebe zum Detail fehlt, denn die Schließe beim Band ist Silber und passt nicht zur dunklen Version. Allgemein ist es auch eher ein typisches und recht dickes Gummiband, für so einen kleinen Tracker fast zu groß (es ist so dick und breit wie mein Sportband der deutlich größeren Apple Watch).
- Aber das Fitbit Edge trägt sich dennoch angenehm, ist nicht zu dick und ist mir auch in der Nacht nicht besonders negativ aufgefallen. Ich würde hier aber doch das Fitbit Air bevorzugen.
- Auch wenn der inoffizielle Nachfolger des Fitbit Charge wieder ein solides und helles Display hat, welches die wichtigsten Informationen anzeigt. Es hat gute Blickwinkel, kann auf Wunsch sehr hell werden und macht einen grundsoliden Eindruck.
- Die Auswahl der Watchfaces ebenfalls, auch wenn sie nicht ganz so groß und ihre Möglichkeiten bei den Details, die angezeigt werden, doch beschränkt sind. Aber ich habe 2-3 gefunden, die mir gut gefallen haben und mit denen ich gut leben könnte, Watchfaces von Drittanbietern gibt es leider nicht mehr bei Fitbit.
- Wie übrigens auch keine Apps mehr, man muss also mit dem leben, was Google entwickelt. So richtig smart ist das Band nicht, aber es gibt ein paar Apps und Dienste, wie Wetter, Maps, einen Timer oder Wecker. Google Pay, was sich erst andeutete, ist aber nicht dabei. Und die Nachrichten vom Smartphone werden hier gespiegelt, wobei…
- … es leider wieder einen eher unangenehmen Vibrationsmotor gibt, der doch recht stark ist. Als jemand, der die Taptic Engine der Apple Watch gewohnt ist und die Pixel Watch für eine ähnliche Qualität schätzt, finde ich das schade. Die Vibration ist in vielen Situationen, zum Beispiel am Abend auf der Couch, auch so laut, dass sie andere hören. Fand ich schon früher unangenehm bei Fitbit, dürfte aber an den Produktionskosten liegen.
- Das Tracking meines Schlafs funktioniert bisher einwandfrei, man sieht auch, wo ich wach und kurz auf Toilette war, und auch im Sport war ich zufrieden. Wobei mir Fitbit gerne etwas zu viele (verbrauchte) Kalorien berechnet, ich kenne meinen Verbrauch gut und weiß, dass das etwas gut gemeint ist. Wenn man das aber weiß, weiß man auch damit umzugehen.
- Die Akkulaufzeit von einer Woche war beim Fitbit Air zu schlecht für ein Band ohne Display, hier ist es aber meiner Meinung nach okay. Mir reicht auch eine Woche aus, da ich sowieso am Ende der Woche lade. Wenn die ersten Tage aber ein Indikator sind, dann könnte es Wochen geben, wo eine volle Woche schwierig wird, daher ist es natürlich nie schlecht, wenn man vielleicht Puffer (wie 10 Tage) hat, ein Akku wird ja mit der Zeit auch schwächer.
- Im Gegensatz zur Pixel Watch ist Fitbit weiterhin offen für iOS, ich habe das Fitbit Edge mit meinem iPhone genutzt und das hat einwandfrei funktioniert.
Google Fitbit Edge: Ein erstes Fazit
Für ein Fazit ist es noch zu früh, aber der erste Eindruck ist durchaus positiv, auch wenn 180 Euro für einen Tracker in der heutigen Zeit natürlich viel Geld sind, ein Xiaomi Band kostet fast ein Viertel davon und ist technisch nicht viel schlechter.
Man muss sich also schon ganz bewusst für Fitbit entscheiden oder die Vorzüge von Google Health mögen, wo man ohne Abo aber auch nicht alles bekommt. Und mit ein oder zwei weiteren Bändern ist man beim Edge auch schnell bei 300 Euro.
Doch eins ist mir nach den ersten Tagen aufgefallen: Entweder Smartwatch oder Band ohne Display. Entweder „all in“ mit allen (smarten) Funktionen, also Gemini, Pay und Co., oder direkt komplett schlicht und leicht, dafür aber ohne ein Display.
Ein „normaler“ Fitness-Tracker, wie in diesem Fall, wäre nicht mehr meine erste Wahl für ein Wearable im Jahr 2026. Eine aktuelle Pixel Watch bekommt man auch schon für unter 400 Euro, die hält zwar keine Woche durch, kann aber viel mehr.
Doch das ist nur meine Sicht der Dinge, es gibt immer noch eine Zielgruppe für so einen Tracker. Aber wenn ich mich so umschaue, dann dominieren hier doch eher Xiaomi und Co. mit den extrem günstigen Preisen. Das Fitbit Edge ist auf den ersten Blick ein wirklich solider Fitness-Tracker, aber ich weiß nicht, ob das ausreicht.
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