Hermes: Keine Pläne für Lieferung per Drohne

Im Gegensatz zu DHL hat Lieferdienst Hermes keine Pläne zur Paket-Lieferung per Drohne und betitelt solche Versuche als „Marketing-Gag“.

Während die Post-Tochter DHL bereits den Flugbetrieb mit der ersten eigenen Paket-Drohne aufgenommen hat und auch Amazon seine Pläne konkretisiert, sieht man die Entwicklung bei Hermes gelassen. In einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ stellte sich Hanjo Schneider als Aufsichtsratschef der Hermes-Gruppe einigen Fragen zu Online-Shopping und mehr.

Dort ging es neben dem Umgang mit der Online-Shop-Macht des Händlers Amazon auch um das Thema des autonomen Paket-Transports. Auf die Frage, wann Hermes denn die erste Drohne fliegen lassen werde, antwortete man:

Bei der Drohne ärgert mich nur eines, und zwar, dass wir das Thema nicht rechtzeitig als Marketing-Gag erkannt haben. Denn mehr ist es nicht. Bei uns wird es keine derartigen Versuche geben. Wir müssen nicht jeden Blödsinn mitmachen.

Damit erteilt man jenem Trend eine klare Absage, welcher immer wieder durch Neuigkeiten auf sich aufmerksam macht, in naher Zukunft aber tatsächlich nicht beim deutschen Endverbraucher zur Gewohnheit werden dürfte. Auch interessant im Zuge des Interviews sind die Ansichten zum Thema Same-Day-Delivery sowie der Kooperation verschiedener Paketdienste.

Was die Amazon angeht, zeigt Hermes sich kooperativ und gibt an, dessen geplante Packstationen gerne zusammen mit dem Online-Händler nutzen zu wollen. Sollte Amazon es also nicht schaffen, diese auszulasten, könnten dort also auch Hermes-Sendungen anderer Shops landen. Zusätzlich kann man es sich gut vorstellen, nicht zugestellte Sendungen statt eines 2. Zustellversuches zukünftig im nächsten Paketshop abzuliefern.

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