Homematic IP erklärt Probleme

Homematic Ip

Mit diesem Beitrag reiche ich ein Update zum Thema Homematic IP und unserem Beitrag von Montag nach. Die Probleme sind so langsam aber sicher behoben.

Da ich es als Nutzer und Blogger für nötig sah, auf die immer wieder auftretenden Probleme des Smart Home-Systems Homematic IP hinzuweisen, verfasste ich am Montag einen Beitrag über die erneuten, diesmal deutlich längeren, Cloud-Ausfälle. Erfreulicherweise griffen in der Zeit danach auch andere Medien das Thema auf, was zumindest etwas mehr Licht auf die Probleme richtete.

Ich wiederhole jetzt nicht noch einmal, was da alles unrund lief und wie genervt ich (mal wieder) davon war. Das könnt ihr alles gerne hier nachlesen. Aus Gründen der Fairness und der Vollständigkeit halber, weise ich aber auf die umfangreiche Erklärung des Anbieters hin, die ihr in nachfolgendem Spoiler findet.

Immerhin will man nun den Support verbessern, die Beta-Tests vor großen Updates deutlich ausweiten und zeitnah die Nutzer über eine Website zum Status des Serverbetriebs informieren. Ein Anfang wäre damit gemacht.

Stellungnahme von Homematic IP (Klicken zum Anzeigen)

Zitat:

„Liebe Community!

Vielen Dank für Eure Geduld, Euer Feedback und Eure Kritik! Wir freuen uns sehr, Euch mitteilen zu können, dass die Performanceprobleme sowie die meisten Funktionseinschränkungen endlich behoben werden konnten.

Sicherlich wollt Ihr wissen, was die Ursache war. In kurz: Das Wetter war schuld….

Hier nun aber die längere Version: Im Rahmen der Inbetriebnahme der neuen Rule Engine mussten wir aus Gründen der Kompatibilität neue Versionen bestimmter Open Source Software Komponenten einspielen. Seitdem beobachteten wir sporadisch ein Ansteigen der Antwortzeit auf der Schnittstelle zu den Smartphones, von der jeweils Teile aller Anwender betroffen waren. Die Auswirkungen können wie ein Server-Ausfall aussehen. Dieses Verhalten trat auf, obwohl die Server in der Last unter 25 % liegen.

Um weitere Indizien zu erhalten, haben wir gestern die neue Rule Engine und die Schnittstelle zu Alexa probeweise außer Betrieb genommen. Wir hatten schon vermutet, dass es nicht allein das Wenn-Dann-Update war, das die Probleme verursacht hatte. Es stellte sich tatsächlich heraus, dass die Ursache ein Problem in der Message Queue ist und durch die Kombination vom Wetterdatenmodul und der Anbindung der Rest API hervorgerufen wird.

Wir haben deshalb den Wetterdienst vorübergehend außer Betrieb genommen und auch die Rule Engine bleibt noch kurzzeitig deaktiviert. Die Kopplungsfunktion, welche nichts mit diesem Problem zu tun hatte, haben wir bereits wieder aktiviert, sodass Ihr wieder Sprachsteuerung nutzen könnt. Es ist ggf. erforderlich, die Kopplung zu Amazon Alexa und/oder Google Assistant neu herzustellen, da der Autorisierungstoken ggf. abgelaufen ist.

Die Wenn-Dann-Regeln werden in Kürze wieder verfügbar sein. Wir halten Euch diesbezüglich hier auf dem Laufenden. Wichtig ist: auch die Online-Wetterdaten werden vorerst deaktiviert bleiben. Bitte beachtet, dass deswegen zum einen keine Wetterdaten angezeigt werden, aber auch die Sturmschutzfunktion z. B. für Außenraffstores noch nicht wieder mit Online-Wetterdaten arbeitet.

Zur Fehlersuche mussten wir leider die Server neu starten. Während der Neustarts waren die Server für die Access Points im Haus natürlich nicht zu erreichen, was als blaues Blinken auf den Access Points angezeigt wurde. Da es sich um zehntausende von Access Points handelte, die quasi gleichzeitig versuchten, eine neue Verbindung aufzubauen, konnte es einige Minuten dauern, bis alle erfolgreich waren. Dies erklärt, warum es sich wie Serverausfälle anfühlte, wobei es sich aber um Verbindungsprobleme handelte. Diese Problematik werden wir noch genau unter die Lupe nehmen.

Wir möchten diesen Moment auch noch zum Anlass nehmen und ganz klar sagen: Es tut uns sehr leid! Es ist leider so, dass in Systemen, die schnell wachsen, nicht alle Performanceprobleme vorherzusehen sind und es teilweise schwer ist, alle Kombinationen in der Performance zu testen.

Wir entschuldigen uns bei Euch in aller Form und versprechen, dass wir aus den Fehlern der letzten Wochen lernen und die richtigen Handlungen daraus ableiten werden. Wir haben Eure Kritik gehört und möchten jetzt schon kurz einige kommende Verbesserungen ankündigen:

1. Wir haben bereits eine bedeutende Gruppe an Beta-Testern, aber wir streben eine baldige, massive Erweiterung der Testanwender an.

2. Wir wollen die Kommunikation deutlich verbessern, d. h. möglichst zeitnah und bei geplanten Aktionen proaktiv im Voraus. Dazu gehören natürlich auch weitere Informationskanäle und besonders die Schaffung eines Bereichs auf der Website, auf dem der Status des Serverbetriebs direkt sichtbar ist.

Solltet Ihr am heutigen Tag noch Einschränkungen erfahren, habt noch ein wenig Geduld, denn es könnten noch Nachwirkungen sein. Solltet Ihr danach fortlaufend Probleme haben, meldet Euch bitte beim Kundenservice.

Aufgrund der letzten Tage ist das Supportaufkommen dort leider größer als normal und auch hier kann es zu Wartezeiten kommen, aber unser geschultes Personal wird Euch gerne unterstützen.

Wir halten Euch weiterhin auf dem Laufenden.“

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