Jimmy Iovine: Musikstreaming ist kein lukratives Geschäft

Der Markt für Musikstreaming ist laut Jimmy Iovine kein attraktiver Markt, wenn man nur von diesem Geschäftsmodell leben möchte.

Jimmy Iovine werden viele als Entdecker von Eminem kennen, doch er wurde im Frühjahr 2014 noch bekannter (und reicher), als Apple das von im (und Dr. Dre) gründete Beats Electronics übernahm. Seit dem arbeitet er bei Apple, wobei niemand so genau weiß was seine Aufgabe dort ist.

Er kümmert sich jedoch um Apple Music und dürfte als Milliardär auch nur noch so nebenbei bei Apple arbeiten. Es ist vermutlich mehr Beschäftigung, als ernster Job, aber er hat Apple Music durchaus erfolgreich gemacht. Spotify ist noch immer die Nummer 1 auf dem Markt, aber Apple ist mittlerweile die Nummer 2.

Lukrativ sei dieses Geschäftsmodell aber nicht, so Iovine in einem Interview mit Billboard. Im Grunde verdient man damit kein Geld. Es ist mehr ein Bonus für die Nutzer, doch Unternehmen wie Amazon, Google und Apple machen mit anderen Dingen ihr Geld. Das wird irgendwann ein Problem für Spotify sein.

Iovine: Spotify benötigt eine weitere Einnahmequelle

Iovine ist davon überzeugt, dass Spotify auf lange Sicht eine weitere Einnahmequelle benötigt. Man muss den Nutzern noch irgendwas verkaufen, trotz Abo-Modell lohnt sich das nicht, so Iovine. Der große Anteil geht nicht an die Anbieter, sondern die Labels und Künstler. Wobei es vermutlich größtenteils die Labels sind.

Das liegt vor allem auch daran, dass der Markt für Anbieter groß ist und die Labels eine bessere Position besitzen. Kann man sich mit Spotify nicht einigen, dann gibt es immer noch Apple, Amazon und Co. Kritisch wird es auch, wenn einer auf die Idee kommt den Preis zu senken. Das wäre das Aus für Spotify.

Jimmy Iovine gibt aber auch an, dass die Musikindustrie diese Probleme nicht so negativ sieht. Nach dem Einbruch durch illegal MP3-Downloads sieht man hier die Streamingdienste als willkommenen Nachfolger an. Doch man weiß nicht in welche Richtung sich die Technologie entwickelt und das macht es gefährlich.

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