Jolla Tablet: Erstattung für Vorbesteller kommt in zwei Etappen

Lange ist es her, dass das finnische Startup Jolla auf Indiegogo Geld für die Finanzierung der Produktion des Jolla Tablets gesammelt hat. Knapp 14 Monate später steht fest: Die meisten Unterstützer werden ihr Gerät niemals erhalten. Anstatt dessen werden sie ihr Geld wieder zurückerstattet bekommen – sofort wird der ganze Betrag jedoch nicht ausgezahlt.

Das Jolla Tablet sollte mit dem hauseigenen Sailfish OS eigentlich ein alternatives Tablet darstellen und fand Ende 2014 auch großen Anklang auf Indiegogo. Innerhalb eines Tages konnte man den für die Produktion benötigten Betrag einsammeln, doch die Kosten schossen in die Höhe und viel Geld wurde für die Arbeiten am neuen Sailfish OS 2.0 eingesetzt. Als dann Ende November die Pleite drohte, stand fest: Die Produktion des Tablets wird nicht fortgeführt und viele Vorbesteller werden kein Gerät erhalten.

Im eigenen Blog verkündete Jolla nun, dass man zwar noch die letzten 540 Einheiten ausliefern werde, all diejenigen, die kein Tablet erhalten, sollen aber ihr Geld zurückerhalten. In Kürze werde man die Unterstützer der Indiegogo-Kampagne per Mail über weitere Schritte informieren, fest steht bisher lediglich, dass eine erste Zahlung in naher Zukunft durchgeführt werden soll. Auf Grund der schlechten finanziellen Lage soll der zweite Teil jedoch erst im späteren Jahresverlauf erstattet werden.

Da es bei Crowdfunding-Projekten bekanntlich nicht gerade ungewöhnlich ist, dass die Unterstützer wegen Fehlkalkulationen am Ende gar kein Produkt erhalten, kann man Jolla zumindest dafür loben, dass das Geld schlussendlich noch zurückgezahlt wird. Zukünftig möchten sich die Finnen auf die Entwicklung des Sailfish OS konzentrieren und Abschied von der Hardware-Produktion nehmen. Erscheinen sollen die Smartphones und Tablets dann in Folge von Kooperationen mit anderen Unternehmen.

Quelle: Jolla

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