Kartenzahlung langsam im Aufschwung

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Bild: Pixabay / jarmoluk C00

Die Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. hat eine neue Allensbach-Studie veröffentlicht. Unabhängig von den Zielen dieser Interessengemeinschaft, lässt sich daraus eines ablesen: Kartenzahlung ist weiter im Aufschwung.

„Nur Bares ist Wahres“ scheint sehr langsam aber immerhin stetig an Bedeutung zu verlieren. Die Bedeutung elektronischer Bezahlverfahren nimmt bekanntlich seit Jahren kontinuierlich zu. Dies zeigt auch die repräsentative Allensbach-Studie, welche unter anderem die Zahlen aus 2016 und 2017 vergleicht (siehe Grafik unten).

Ein Drittel nutzt lieber Karte als Bargeld

Mit den 30- bis 44-Jährigen gibt es in Deutschland nun erstmals eine Altersgruppe, in der die Mehrheit nach eigener Aussage grundsätzlich lieber mit Karte zahlt. Auch insgesamt stieg der Anteil derjenigen Bundesbürger, die die Kartenzahlung einer Barzahlung vorziehen erneut, auf nunmehr rund ein Drittel an. Zückten 2016 noch 29 Prozent lieber die Karte als Bargeld, steigerte sich dieser Wert in 2017 auf 32 Prozent.

Interessant hierbei: Der Umsatzanteil von Bargeld liegt nur noch bei 51,3 Prozent des Gesamtumsatzes, obwohl Barzahlungen deutlich häufiger genutzt werden. Vor allem für kleinere Zahlungen bevorzugen die Deutschen also weiterhin Bares.

Auch bezeichnen 38 Prozent der Bürger zwischen 16 und 29 Jahren (2016: 32 Prozent) die Karte als ihr bevorzugtes Bezahlmedium. Die Befragten ab 60 setzen erwartungsgemäß nach wie vor auf die klassische Barzahlung (81 Prozent).

Auch interessant: Von den Kunden, die sowohl eine girocard als auch eine Kreditkarte besitzen, wählen 60 Prozent die girocard zum Bezahlen mit Karte.

Weitere Ergebnisse der Studie

Leben ohne Bargeld: Den 16- bis 29-Jährigen fiele ein Umstieg auf einen rein bargeldlosen Alltag eher leicht beziehungsweise sehr leicht (60 Prozent). Ebenfalls bereit sind die Bürger zwischen 30 und 44 Jahren: Hier sagen 58 Prozent, dass ihnen die Umstellung sehr leicht oder eher leicht fallen würde. Die Deutschen ab 60 Jahren fänden eine solche Veränderung schwierig bis sehr schwierig (71 Prozent).

Schnelles Bezahlen: Attribute, die die Befragten derzeit noch eher in Verbindung mit Bargeld bringen sind etwa die Schnelligkeit (59 Prozent) und die Eignung für das Zahlen kleinerer Beträge (87 Prozent). Dass diese Einschätzung mehr auf Vorurteilen als auf Fakten basiert, wissen wir bereits. Der durchschnittliche Bezahlvorgang mit der kontaktlosfähigen Bezahlkarte beansprucht bei Beträgen bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe im Schnitt 11 Sekunden.

 

Initiative Deutsche Zahlungssysteme Pressegrafik Allensbach Generationenwandel In Der Geldboerse 2

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