Kurztest: Universale Dockingstation Udoq im Crowdfunding (+ Verlosung)

Das Projekt Udoq eines deutschen Unternehmers sucht derzeit über Kickstarter nach Unterstützern. Wir konnten die Dockingstation bereits einem Kurztest unterziehen.

Das Gewinnspiel ist vorbei, als Gewinner wurde pol85 bestimmt. Viel Spaß mit dem Udoq!

Üblicherweise sind Projekte in der Crowdfunding-Phase von der Marktreife noch weit entfernt. Im Rahmen des Showstoppers-Events auf der Elektronikmesse IFA stieß ich aber auf ein Projekt, welches das Thema Crowdfunding etwas anders anging. Obwohl das Projekt über die Plattform Kickstarter finanziert werden soll, ist die Entwicklung selbst bereits fertig, sodass man mir einen Prototypen der universellen Dockingstation zum Test mit nach Hause gab.

Diesen konnte ich daher bereits einem Test unterziehen und mir ein erstes Fazit zum Udoq erlauben. Passend zum Beginn der Crowdfunding-Phase habe ich daher im nachfolgenden Kurztest einige Eindrücke des Produktes niedergeschrieben. Erst einmal soll aber geklärt werden, was das Konzept Udoq überhaupt ausmacht.

Idee und Lieferumfang

Bei Udoq handelt es sich um eine Ladestation aus Aluminium, welche individuell an die zu verwendenden Geräte angepasst werden kann. Statt die Geräte irgendwo auf dem Schreibtisch abzulegen und dort zu laden, werden sie dann also in die Station eingesetzt und sind dort nicht nur übersichtlich angeordnet, sondern auch stets mit dem Display in Sichtweite griffbereit.

udoq-lieferumfang

Aus dem Markt solcher bereits existierender Stationen möchte Udoq durch zwei Punkte hervorstechen. Zum einen wäre da das schicke Aluminium-Design, welches sich besonders gut mit Apple-Produkte vertragen würde und die hohe Flexiblität. Letztere wird dadurch erreicht, dass verschiedene Stecker individuell positioniert werden können.

Um dabei noch eine hohe Kompatiblität zu gewährleisten, gibt es verschiedene Steckmodule. Diese werden unten in der Aluminiumschiene versenkt, während das Kabel durch einen integrierten Kabelkanal nach außen geführt wird. Auf den Steckern liegen Smartphone und Tablet dann auf, während sie rückseitig durch die (mit Gummistreifen geschützte) Aluwand gestützt werden.

udoq-stecker-im-dock

Der Lieferumfang besteht demzufolge aus verschiedenen kleinen Teilen. Diese werden bei Anlieferung allesamt in einem schicken Pappkarton verstaut, welcher zudem die Funktionsweise erklärt. Die jeweiligen Kabel werden mit einem Klettband gehalten, insgesamt drei dieser Bänder liegen zwecks ordentlichem Kabelmanagement bei. Auch zwei Aufkleber, ein kleines Tool zum Öffnen der Station und eine mangelhaft übersetzte Kurzanleitung sind im Karton zu finden.

Installation

Um Udoq optimal nutzen zu können, sind ein paar einfach zu bewältigende Schritte notwendig. Nach dem Auspacken geht es zuerst daran, die Folien zu entfernen und anschließend die Positionierung der Stecker vorzunehmen. Hierzu sei gesagt, dass jedes Udoq mit folgenden vier Steckern bzw. Kabeln ausgeliefert wird:

  • 1x micro-USB
  • 1x USB Typ C
  • 1x Lightning
  • 1x 30-Pin-Connector für alte Apple-Geräte

udoq-seite

Eine Individualisierung vor dem Kauf ist leider nicht möglich. So hätte ich es z.B. bevorzugt, statt des alten Apple-Connectors einen zweiten micro-USB-Stecker mitgeliefert zu bekommen. Dies ist aus logistischen Gründen aber nicht möglich, sodass eine Nachbestellung im Udoq-Shop von Nöten ist. Ein micro-USB-Kabel mit Halterung kostet dort beispielsweise 7,90 Euro, was recht fair erscheint.

Bei der Installation der Kabel gilt eine Besonderheit zu beachten. Diese können nach Entfernen des Kunststoff-Endstückes nämlich nicht nur in der Schiene verschoben, sondern auch in der Höhe verstellt werden. Dies wird beispielsweise dann nötig, wenn das Smartphone mit einer Schutzhülle versehen ist. Um eine Anpassung vorzunehmen, muss das Steckmodul lediglich über die beiden Buttons geöffnet werden, der Stecker kann dann in fünf verschiedenen Höhen positioniert werden.

udoq-stecker

Sitzt alles an seinem Platz, können die 1m langen Kabel wahlweise entweder an einer der Seitenöffnungen oder aber durch eine Öffnung im hinteren Bereich. Dort liegen alle vier Kabel dann gebündelt vor, sodass sich die Verwendung eines Mehrfach-Ladegerätes anbietet. Was die Kabelführung zwischen Dock und Steckdose angeht, ist dann etwas Kabelmanagement gefragt.

Standardmäßig wird Udoq nämlich ohne Netzteil ausgeliefert. Ein Ladegerät soll später aber auch beim Hersteller verfügbar sein und wird dann praktischerweise direkt in die breite Öffnung der Rückseite eingesteckt. Sobald das Netzteil irgendwann im Februar verfügbar ist, sieht das Ganze dann etwa so aus:

Bildquelle: Udoq

Bildquelle: Udoq

Erwähnt sei noch das fünfte mitgelieferte Modul. Dabei handelt es sich um eine kleine drehbare Kunststoffplatte, welche wie die Stecker eingeschoben werden kann. Diese Platte dient dazu, die Kompatiblität mit zwei Arten von Geräten sicherzustellen. Zum einen wären da große Tablets, die sonst etwas wackeln könnten und Smartphones mit versetzt angebrachtem Ladeport.

 

Beim Durchwühlen der Technik-Kiste konnte ich das Sony Xperia S als Beispiel für ein solch misslungenes Smartphone-Design ausfindig machen. Nach Öffnen der Wasserschutz-Klappe und einmaliger Einstellung der Höhe sitzte dann auch dieses Gerät perfekt. Da einige Hersteller den micro-USB-Anschluss verkehrt herum im Smartphone verdrehen, können alle Stecker um 180 Grad gedreht verbaut werden.

sony-xperia-s-udoq

Verarbeitungsqualität und praktische Eindrücke

Auffällig ist die gute Verarbeitungsqualität des Docks. Die Aluminiumelemente sind einheitlich verarbeitet und auch bei Modulen oder den Gummistreifen entdeckte ich keine Unregelmäßigkeiten. Kritisiert werden könnte allenfalls die etwas umständliche Handhabung der Öffnung eines Smartphone-Moduls, was aber ein einmaliger Vorgang sein dürfte.

Egal, ob micro-USB, Lightning oder 30-Pin-Connector: die Kabel sitzen jeweils gut in den Geräten und leisten beim Einstecken kaum Widerstand. Mangels eines Geräts mit USB Typ C konnte ich diesen Stecker nicht testen. So platzierte ich insgesamt drei Geräte im Dock und hatte noch ausreichend Luft für weitere. Neben des iPad Mini Retina hätten in der 400-mm-Variante drei Smartphones gut Platz gefunden, etwas enger vermutlich auch vier.

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Trotz des relativ geringen Gewichts der Alustation steht Udoq auch mitsamt großem Tablet sicher auf dem Tisch. Bedingt durch den Abstand zwischen rückseitiger Aluminiumplatte und den Steckern könnte es bei besonders dicken Geräten zu Platzproblemen kommen. Das betrifft aber allenfalls spezielle Outdoor-Geräte.

Fazit

Bei Udoq handelt es sich um eine durchdachte Docking-Station in schicker Optik. Die Anpassung an die verschiedenen Anwendungsszenarien ist problemlos möglich und wird durch ein einfaches Modulsystem unterstützt. Wer eine bequeme Lösung sucht, mehrere Geräte zentral und geordnet aufzuladen, ist mit dem Produkt genau richtig beraten.

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Zudem klingen die zukünftigen Erweiterungsmöglichkeiten vielversprechend. So ist neben des Ladegeräts noch eine Qi-Platte geplant, welche für 25,90 Euro über die Ladentheke wandern soll. Etwas schade sind die fehlenden Konfigurationsmöglichkeiten vor dem Kauf. So dürften Android-Nutzer beispielsweise weder mit Lightning-, noch dem 30-Pin-Stecker etwas anfangen können, erhalten diese aber trotzdem.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis von Udoq ist nach Größe des Docks gestaffelt. Verfügbar ist es mit 25, 40, 55 und 70 Zentimetern Länge, was sich natürlich auf den Preis auswirkt. Zum Marktstart soll die günstigste Version für 99 Euro erhältlich sein, der Preis der größten Variante wird mit 179 Euro angegeben. Deutlich günstiger geht es aktuell aber noch über die Kickstarter-Kampagne.

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Dort wird jeweils nur die Hälfte des finalen Verkaufspreises fällig. Auch Versandkosten sind in diesem Betrag bereits inbegriffen, sodass der Preis von 50 Euro für das kleinste Modell wirklich fair erscheint. Die Auslieferung ist für Dezember geplant, damit das Projekt erfolgreich ist, müssen bis zum 12. Oktober noch 21.000 von 50.000 Euro zusammen kommen.

Gewinnspiel

Bei Udoq war man so nett, uns noch ein zweites Exemplar der Dockingstation für ein Gewinnspiel zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt es sich wie bei unserem Testgerät um das 400mm-Dock inklusive originalem Lieferumfang. Vier Stecker und das Stützmodul sind also ebenso mit an Bord, sodass nur noch ein Ladegerät her muss.

udoq-vorne

Um in den Lostopf zu rutschen, hinterlasst einfach einen Kommentar mit der Antwort auf die Frage „Welche Geräte würden bei euch auf dem Udoq Platz finden?„. Der Gewinner wird nach Teilnahmeschluss (9. Oktober 2016 23:59 Uhr) zufällig per random.org bestimmt und erhält den Gewinn anschließend direkt vom Hersteller zugesandt.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr mindestens 18 Jahre alt sein und eine Postanschrift in Deutschland besitzen. Viel Glück!

Wertung des Autors
Peer Linder bewertet Udoq mit 4.4 von 5 Punkten.

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