National Roaming bei Netzausfällen: Telekom und Vodafone führen Gespräche

Anfang Juni war von T-Systems zu lesen „Null-Fehler Prinzip soll Industriestandard werden“. Zwei Tage später, hatte die Telekom mit einem massiven Netzausfall zu kämpfen. Auch bei Vodafone war von Netzproblemen in den letzten Monaten immer wieder zu lesen. In Zukunft könnten sich die Netzanbieter gegenseitig bei derartigen Problemen helfen.

Telekom und Vodafone führen Gespräche

Wie die „Welt“ aktuell berichtet, führen die Provider Telekom und Vodafone aktuell bereits Gespräche „auf technischer Ebene“, wie man eine Null-Fehler-Strategie in der Praxis umsetzen könnte. Denkbar wäre hier ein National Roaming bei Netzausfällen des jeweiligen Konkurrenten. Ob davon am Ende auch Kunden profitieren werden, oder aber dieses Roaming nur in der sogenannten „Maschine-zu-Maschine-Kommunikation“ zum Einsatz kommt, ist noch vollkommen offen. Ein Telekom-Sprecher bestätigt derartige Gespräche, sagt aber auch: „Wir stehen hier noch ganz am Anfang“.

Ziel ist es, die Mobilfunknetze verlässlicher für sensible Aufgaben zu machen. Zum Beispiel beim autonomen Fahren, bei Polizei sowie Feuerwehr oder in der Medizin kann man sich keine Netzausfälle leisten, was fast zwangsläufig zu Fallback-Vereinbarungen unter den Provider führen sollte.

Verein soll Industriestandard definieren und überwachen

Mit zehn weiteren Partnern aus der IT-Branche will die Telekom einen Verein gründen, der gewisse Industriestandards für solche sensiblen Bereich festlegt und diese auch überwacht. Hier gilt es zu klären, wie lange die Reaktionszeiten bei Störungen sein dürfen oder welche Komponenten in kritischen Infrastrukturen verbaut werden können. Aber auch über eine Mindestqualifikation von Mitarbeitern und ein Mindestmaß an Sicherheitsmaßnahmen soll gesprochen werden.

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