Netflix: Wir kommen auch ohne externe Inhalte klar

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Die aktuellen Quartalszahlen von Netflix sehen nicht schlecht aus, wurden von der Börse aber nur bedingt gut aufgenommen.

Der Börsenkurs von Netflix ging nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen leicht zurück. Der Streamingdienst konnte zwar 8,8 Millionen statt wie erwartet 7,6 Millionen neue Nutzer dazu gewinnen und der Umsatz fiel auch höher als erwartet aus, doch der Gewinn minimal niedriger.

Man ging von 4,21 Milliarden Dollar aus und es waren 4,19 Milliarden Dollar.

Netflix feiert die Originale

Doch die Zahlen sind meiner Meinung nach nicht so interessant, denn Netflix fokussiert sich in den Berichten immer mehr auf den eigenen Content. So gab man an, dass Bird Box von über 80 Millionen Nutzern im ersten Monat geschaut wurde. You und Sex Education sind auf einem ähnlichen Weg.

Ein View wird nur dann gewertet, wenn man 70+ Prozent vom Film gesehen hat.

Netflix feiert seine eigenen Inhalte und spricht nun ganz offen darüber, dass man sich immer weniger um Inhalte von Drittanbietern kümmern wird. Man ist bereit gute Preise zu bezahlen, wenn die Anbieter das wollen, aber wenn nicht, dann kommt man auch mit den eigenen Inhalten klar.

Das Ziel ist nun, dass man die Nutzer vor allem mit den Netflix Originalen beim Dienst halten kann. Die Originale sorgen mittlerweile für die meisten Views. Was mit Hinblick auf das aggressive Marketing von diesen in den Netflix-Apps nicht verwunderlich ist, andere Inhalte muss man ja oft erst suchen.

Netflix erwartet harte Konkurrenz

Ich kann Netflix verstehen und würde es kurz vor dem Start neuer Dienste wie dem von Disney oder dem von Apple auch so machen. Eine Serie von HBO und Co kann auch mal ein anderer Anbieter im Notfall kaufen, wenn er etwas mehr Geld auf den Tisch legt. Ein Netflix Original gehört Netflix.

Und mit Disney und Apple treten bald zwei Unternehmen an, die deutlich mehr Geld auf der hohen Kante haben. Da hat Netflix im Ernstfall keine Chance.

Das Angebot an Streamingdiensten wird in den kommenden Jahren sicher stark zunehmen und da ist es wichtig exklusive Inhalte zu haben, die kein anderer auf dem Markt kaufen kann. Oder noch besser: Die man dann auch mal selbst an TV-Sender verkaufen und damit etwas Geld machen kann.

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So sieht die Roadmap von Netflix aus, was mir auf der einen Seite gefällt, da momentan viele neue Serien eine Chance bekommen, aber auf der anderen Seite werden einige Inhalte nicht mehr oder nur sehr spät eingekauft.

Von Modern Family gab es 2018 zum Beispiel keine neue Staffel und Netflix schweigt, ob man die Serie überhaupt noch weiter einkauft. Sowas ist für mich als Nutzer ärgerlich, da ich sie gerne weiter schauen würde.

Laut Netflix ist die größte Konkurrenz übrigens nicht Amazon Prime Video oder der kommende Dienst von Disney, sondern es sind Dinge wie Fortnite und Co. Das stimmt auf der einen Seite, damit will man die Konkurrenz aber auch etwas kleinreden. Wir wissen nicht, welchen Einfluss Disney+ haben wird.

Außerdem: Ein Fortnite-Spieler bleibt bei Netflix und spielt nur mal eine Partie mehr am Abend. Ein Disney-Nutzer kündigt aber vielleicht sein Netflix-Abo.

Es dürfte in den kommenden Jahren etwas spannender auf dem Streamingmarkt werden und ich freue mich auf die kommende Konkurrenz für Netflix. Diese wird den Markt sicher etwas aufwirbeln und am Ende dürften wir als Nutzer davon profitieren. Da fließt nämlich aktuell sehr viel Geld in neue Inhalte.

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