Nintendo und die alten Prinzipien

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Nintendo musste im zurückliegenden Quartal einen Verlust von knapp 137 Millionen Euro hinnehmen und im Zuge dessen, gab es natürlich auch interessante Gespräche mit dem Investoren. Dort machte Nintendo klar, dass man nicht mit der Konkurrenz gleich zieht und einem Trend folgt. Dazu gehört das Entlassen von Mitarbeitern und auch der aktuelle Trend zu Smartphones. Das Entlassen von Mitarbeitern hätte zwar kurzfristig einen positiven Effekt, langfristig aber nicht. Eine löbliche Einstellung.

Man rechnet außerdem mit einem starken Quartal, denn das Weihnachtsgeschäft steht an, welches vor allem in der Spieleindustrie mit Abstand zu den stärksten Quartelen gehört. Doch ist Nintendo gut genug aufgestellt, um in den nächsten Monaten wieder schwarze Zahlen zu schreiben? Ja, ich würde mir hier in diesem Jahr noch keine Sorgen machen. Doch das ist glaube ich auch nicht das große Problem. Das Problem wird die Entwicklung des Marktes in Zukunft von Nintendo sein.

Nintendo wird im Weihnachtsgeschäft wieder neue Spiele auf den Markt bringen und auch Entwickler warten gerne mal mit einem Release bis Herbst. Außerdem hat man mit der Nintendo 2DS eine günstigere Version des erfolgreichen Handhelds auf den Markt gebracht, die laut Nintendo vor allem neue Käufer anlockt. Hinzu kommt, dass der Verkauf der Wii U angezogen ist und auch hier in nächster Zeit einige Highlights anstehen. Das zeigt aber auch, dass die Verkaufszahlen ohne die hauseigenen Spiele von Nintendo extrem schwach sind. Ohne Mario und Co. greifen zu wenige Leute zu einer Wii, denn technisch gesehen ist die Xbox und PlayStation dieser überlegen.

Wirklich kritisch sehe ich aber den mobilen Markt. Nintendo möchte hier einfach nicht einsteigen. Zum Vermarkten der eigenen Spiele sind Smartphones gut, Zelda, Mario und andere exklusive Titel wird es aber nie für iOS oder Android geben. Das solllte mittlerweile angekommen sein. Nintendo hält an einem alten Prinzip fest. Das kann funktionieren, wenn man es an den Markt anpasst, das kann aber auch schief gehen. Ich glaube mit der aktuellen Strategie wird das aber schwierig und sollte man hier nicht ein paar gute Ideen haben, mit denen man sich von der Konkurrenz abhebt, dann wird die Marke und das Nintendo-Franchise in wenigen Jahren weg sein.

PS: Ich würde mir das Gegenteil wünschen, denn ich bin ein großer Fan von Nintendo und den hauseigenen Titeln. Aber auch ich habe damals bei der 3DS und jetzt Wii U gesehen, dass es die Konsolen ohne die Nintendo-Spiele einfach schwer haben. Auf der anderen Seite glaube ich aber auch nicht, dass man die Spiele für Smartphones und Tablets veröffentlichen wird, denn dann fällt das Hardware-Geschäft weg. Es ist ein zweischneidiges Schwert für Nintendo und alles andere, als ein leichter Weg.

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