OnePlus: Es gab am Anfang Fehler bei der Kommunikation und Verkaufserwartung

oneplus one test (4)

Am Rande der CES 2015 in Las Vegas sprach Golem mit dem OnePlus-Mitgründer Carl Pei. Dieser gestand Fehler bei der Kommunikation ein und gab an, dass man anfangs falsche Verkaufserwartungen hatte.

Im April letzten Jahres präsentierte OnePlus mit dem One ein Smartphone, welches nicht nur mit einer guten Ausstattung, sondern auch noch einem sehr günstigen Preis punkten konnte. In einem Gespräch mit Golem gab Carl Pei, Mitgründer des Startups, jedoch bekannt, dass nicht alles wie erwartet lief.

Die Kommunikation war nicht immer die beste, so Pei gegenüber Golem, und aus heutiger Sicht waren auch die Berechnungen falsch. Die Nachfrage war zu hoch und am Anfang konnte man diese so nicht abdecken. Der Zyklus für die Produktion lag bei über drei Monaten und so kam es, dass Kunden wegen der langen Wartezeit frustriert waren. Ohne eine Einladung kam man zu Beginn nicht an eines der Modelle ran. Zum Jahresende entspannte sich die Situation.

„Im Rückblick haben wir sicherlich Fehler bei der Kommunikation gemacht. Wir mussten allerdings aufgrund fehlender finanzieller Rücklagen eher konservativ kalkulieren – vom heutigen Standpunkt aus waren unsere Berechnungen falsch.“ Carl Pei, OnePlus

Aus 5 wurden 80 Mitarbeiter und das Ziel war immer, dass man als Firma überlebt. Auf einem schnelllebigen Markt wie diesem nicht selbstverständlich.

Das OnePlus One wird man auch in diesem Jahr weiter anbieten, das System mit den Einladungen bleibt aber. Offen ist hingegen, wie es mit dem OnePlus Two aussieht. Es soll ein Flaggschiff werden, Details wollte man aber auf der CES noch nicht nennen. Neben diesem könnte es auch weitere Geräte geben, die sich in der Mittelklasse ansiedeln. Neben Smartphones sollen auch eine Smartwatch und ein Fitness-Armband in Planung für dieses Jahr sein.

Wie es mit der Software für die eigenen Modelle aussieht, ist noch offen, gut möglich, dass wir dieses Jahr aber eine Alternative zum Cyanogenmod sehen werden. Man hat, dank einem Rechtsstreit in Indien, jedenfalls einen Plan, um Cyanogenmod als Betriebssystem zu ersetzen. Dass es zwischen OnePlus und dem Team bei Cyanogenmod kriselt, ist seit einigen Wochen bekannt.

Asien wird in Zukunft jedenfalls nicht der wichtigste Markt für OnePlus sein, vor allem Europa und die USA stehen im Fokus für 2015. Dort wird man die neuen Modelle als erstes anbieten. Eins bleibt aber: Man hält an einer eher geringen Gewinnmarge beim Verkauf der Hardware fest. Das große Geld will man mit Software machen. Passend dazu soll es eine neue Software-Suite geben, mit der man 2015 zusätzliche Einnahmen generieren möchte.

quelle golem

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