paydirekt: Ein-Klick-Zahlungen kommen

Verschiedene deutsche Banken sowie die Sparkassen haben sich im Jahr 2015 zusammengetan, um PayPal einige Marktanteile in Deutschland abzunehmen. Das soll mit paydirekt klappen. Der Dienst bekommt ab 2018 auch Ein-Klick-Zahlungen.

Paydirekt heißt der Bezahldienst, welcher Onlinezahlungen mit einem deutschen Girokonto vereinfachen soll. Über 1000 Shops, darunter nur wenig bekannte, bieten das Verfahren an, die Nutzer scheinen aber weiterhin zögerlich zu sein.

Die Anmeldung zum Bezahldienst ist über die Website paydirekt.de bisher manuell möglich. Viele Kunden der Sparkasse erhalten zudem automatisch ein paydirekt-Konto. Die jeweilige Sparkasse wird dafür die Kundendaten an paydirekt weiterleiten.

Aktuell nun informiert der Dienst die Kunden über eine neue Funktion, die ab 2018 Einzug halten soll: paydirekt-oneKlick. Mit paydirekt-oneKlick ist es den Kunden möglich, innerhalb einer Website oder einer App eines Händlers ohne Weiterleitung auf die paydirekt-Website direkt mit paydirekt zu bezahlen.

Auch wird man paydirekt-P2P starten. Dies ermöglicht Teilnehmern innerhalb der paydirekt-App, Zahlungsvorgänge an andere Teilnehmer oder dritte Zahlungsempfänger zu veranlassen. Solche Ein-Klick-Zahlung und auch P2P-Zahlungen sind an sich schon eine nette Sache, ändern aber in meinen Augen nichts an der Überflüssigkeit dieses Dienstes.

Übrigens: Laut Informationen der SZ wollen die Sparkassen paydirekt mit weiteren 100 Millionen Euro bezuschussen, wenn die Privatbanken und die genossenschaftlichen Institute ebenfalls jeweils 100 Millionen Euro beisteuern.

Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Auf der einen Seite erhöhen die Sparkassen großflächig die Preise für Girokonten, schließen immer mehr Filialen in den ländlichen Räumen und jammern am laufenden Band, dass dies aus Kostengründen unumgänglich sei und auf der anderen Seite schießt man Millionen in diese überflüssige paydirekt-Totgeburt.

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