Pebble vs. Sony SmartWatch 2

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Während bisher einige meiner Artikel der Sony SmartWatch 2 galten, schlug mein Herz aber seit jeher mehr für die Pebble. Nun bin auch ich endlich zu meiner Pebble gelangt (EU-Import) und kann frisch und fröhlich meine ersten Vergleiche ziehen.

Bezüglich der verwendeten Display-Technik und der Fakten allgemein, oder wie man an die Pebble gelangt, empfehle ich unseren Erfahrungsbericht zur Pebble.

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Zu allererst fällt bei einem direkten Vergleich natürlich das Display auf, welches im Falle der Pebble nicht nur kleiner, sondern auch schwarz-weiß ist und nicht auf Touch-Eingaben reagiert. Die Sony Smartwatch 2 punktet hier mit einem etwas größeren Farb-Display inklusive Touchscreen, welches aber aus Stromspargründen erst über einen seitlich angebrachten Knopf aktiviert werden muss. Die Pebble benötigt die seitlichen Buttons nicht, um lediglich die Uhr darzustellen, da das E-Paper-Display (Memory LCD) schon an sich sehr gut bei fast jedem Lichtverhältnis abgelesen und die Beleuchtung durch kurzes zweimaliges schütteln aktiviert werden kann. Die Pebble ist zudem 50 Meter wasserdicht, wobei die SW2 mit IP57 lediglich spritzwassergeschützt ist.

Ein wichtiger Punkt, bei dem die SW2 gegenüber der Gear beispielsweise schon sehr gut kontern konnte, ist der Akku. Die SW2 hält bei meiner Benutzung gut und gerne 3 Tage durch. Die Gear musste ich am Abend des ersten Tages schon wieder aufladen. Die Pebble dürfte, wenn ich den Berichten von René und diversen Foren etc. glauben darf, locker Richtung 4 bis 5 Tage ausdauern. Allerdings kommt hier negativ hinzu, dass die Pebble keinen MicroUSB-Anschluss hat und mit einem extra Pebble-only USB-Kabelgedöhns aufgeladen werden muss.

Auch die Möglichkeit schnell und einfach das Armband zu wechseln ist bei der Pebble (22 mm) und der SW2 (26 mm) vorhanden. Das kann dann z.B. wie folgt mit einem Lederarmband von Fossil ausschauen:

Pebble

Apps / Watchfaces etc.

Was mir an der Pebble zudem etwas negativ aufstößt ist die Beschränkung auf maximal 8 Apps. Dies klingt vielleicht nach viel, aber man kommt schon sehr schnell an die Grenze, wenn man 3 bis 4 Watchfaces drauf hat und noch ein paar andere nützliche Dinge, wie beispielsweise den Pebble Locker zusätzlich installiert. Die Sony kann hingegen beinahe endlos bestückt werden, da hier die Apps auch nicht auf der Uhr selbst, sondern im Handy gespeichert werden.

Dislock
Preis: Kostenlos+

Kommen wir noch einmal kurz zu Pebble Locker für Android. Mit dieser kleinen Anwendung aktiviert das Handy automatisch einen PIN-Sperrbildschirm, sobald sich die Pebble außer Bluetooth-Reichweite befindet. Das fand ich schon bei der Sony Smartwatch 2 super cool. Wer möchte schon andauernd zum entsperren einen PIN eingeben? Sollte das Handy aber geklaut werden, muss der Dieb sich ein wenig mehr Mühe geben, da das gekoppelte Smartphone dann nach der Sperrbildschirm-PIN verlangt.

Und für alle, die immer noch keinen Grund für die Pebble kennen – hier kommt er! WATCHFACES! Das obige Watchface dient lediglich als Beispiel und auf diversen Seiten wie mypebblefaces.com gibt es schon zahlreiche dieser teils animierten Ziffernblätter zu sehen und zu laden. Sollte euer Favorit noch nicht dabei sein, so könnt ihr über watchface-generator.de oder über die App Canvas (Android) jederzeit noch das eigene Watchface mit passendem Hintergrundbild etc. erstellen.

Canvas for Pebble
Preis: Kostenlos

Bisheriges Fazit

Für mich haben beide Uhren bzw. Smartwatches ihre Vor- und Nachteile. Während die Pebble eindeutig im Sinne von Watchfaces punkten kann (und das wollen wir Spielkinder doch bei einer Uhr, oder?) macht die Sony SW2 ihre Sache mit dem Farbdisplay und dem „unendlichen“ Speicher wieder gut. Das Design dürfte auch die Lager spalten, mir gefallen beide sehr gut. Letztendlich bleibt wohl nur die Frage, ob man eine Smartwatch generell überhaupt benötigt – dies würde ich für mich definitiv bejahen. Auch spielt natürlich mit in die Entscheidung hinein, ob man für den Fall der Pebble eine Möglichkeit hat, an diese aus Deutschland zu gelangen.

Beide Smartwatches bleiben weiterhin in meinem Besitz. Solltet ihr also noch etwas spezielles wissen wollen – ab in die Kommentare damit!

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