Mit dem Porsche Taycan Turbo S auf der Rennstrecke

Porsche Taycan Hockenheim Header

Porsche hatte mich diese Woche eingeladen, um den Taycan auch mal auf einer Rennstrecke kennenzulernen. Das war ein interessantes Event.

Der Porsche Taycan mag nicht das effizienteste Elektroauto aktuell sein, aber es ist eines der erfolgreichsten und das Spitzenmodell in seiner Preisklasse. Porsche hat mittlerweile über 40.000 Einheiten ausgeliefert und der Trend hält noch an.

In den letzten Monaten ist das Portfolio außerdem gewachsen und man bekommt nicht nur den normalen Taycan in diversen Versionen, Porsche hat das Modell in diesem Jahr auch um einen Cross Turismo (im Prinzip ein Kombi) erweitert.

Porsche Taycan Cross Turismo Offroad

Im Alltag konnte ich den Porsche Taycan schon testen und beim Cross Turismo wird sich bald die Gelegenheit ergeben. Doch so ein Auto wurde nicht nur für den Alltag entwickelt, bei Porsche wirbt man seit Beginn ganz klar mit der Rennstrecke.

Die Nordschleife durfte ich damit nicht fahren, aber ich weiß auch nicht, ob ich das gerne würde. Stattdessen durfte ich den Porsche Taycan Turbo S, also das beste Modell der Taycan-Reihe, diese Woche auf dem Hockenheimring fahren.

Das Warm-up mit Wasser und Launch Control

Porsche hat dort nämlich 2019 ein Experience Center gebaut und das wurde bisher eher zurückhaltend genutzt – die Pandemie eben. Mittlerweile sind viele (wie ich eben auch) doppelt geimpft und daher wagt man sich wieder an sehr kleine Events heran. Und trotz Impfung wurde man vor Ort wie alle anderen getestet.

Für mich war es das erste Event nach fast zwei Jahren und Corona hat mir gezeigt, dass ich diese in Zukunft wohl auch sorgfältiger auswählen werde. Treffen zum Vorlesen von Spezifikationen von Smartphones sind komplett überflüssig und da reicht Zoom aus, doch sowas kann man eben nur vor Ort erleben.

Porsche Taycan Hockenheim Modelle

Das Warm-up bestand aus drei Stationen: Erst ging es auf die nasse Fahrbahn und man konnte das Auto wie bei einem ADAC-Fahrsicherheitstraining einfach mal gut kennenlernen. Hier hat man auch mal gesehen, wie die Systeme des Taycan auf der Fahrbahn greifen, wenn man ihnen die Kontrolle überlässt.

Sind sie aktiv, dann hatte man quasi immer die Kontrolle, doch ohne drehte ich mich beim ersten Schwenker direkt um die eigene Achse. Das System ist bei einem Elektroauto mit zwei Elektromotoren übrigens sicherer, als bei einem ganz normalen Verbrenner mit Heckantrieb, das betonte Porsche vor Ort.

Porsche Taycan Hockenheim Rennstrecke

Danach ging es auf die gerade Strecke und wir konnten ein paar Mal mit Launch Control starten. Kannte ich schon, ist ein Erlebnis, was man nicht beschreiben kann. Vielleicht kennt ihr Reaktionsvideos von Beifahrern auf YouTube, denn die 1050 Nm sind eine extrem heftige Beschleunigung für ein paar Sekunden.

Die letzte Station war dann ein Slalom, um das Verhalten in Kurven kennenzulernen. Da war ich wieder, wie auch beim Alltagstest, beeindruckt, wie wenig man spürt, dass man hier eigentlich gut 2,4 Tonnen durch die Gegend bewegt. Und es zeigt, dass ich sowas nicht mit einem Tesla Model 3 machen wollen würde.

Der Porsche Taycan auf der Rennstrecke

Nach ein paar Minuten beim Warm-up ging es dann auf die Rennstrecke, die wir in kleinen Gruppen fahren durften. In der Regel waren es drei Taycans, die hinter einem professionellen Rennfahrer hinterhergefahren sind. Nach zwei langsamen Runden im Auto-Modus wurde dann direkt in „Sport Plus“ gewechselt.

Ich bin kein Rennfahrer und es war mein erstes Mal, wo ich selbst in einem Auto über den Hockenheimring gefahren bin. Vor einer Weile bin ich mal in einem der Renntaxis (Porsche 911 GT3, optimiert für die Rennstrecke) mitgefahren, das war auch eine extreme Erfahrung – selbst fahren macht aber mehr Spaß.

Porsche Taycan Hockenheim Strecke

Der Porsche Taycan liegt extrem gut auf der Straße und in den Kurven und nach jeder Kurve freut man sich mit maximaler Power zu beschleunigen. Diese Power, die instant da ist und einen in den Sitz drückt, kann kein Verbrenner bieten. Dieser Test zeigt, dass Elektromobilität anders ist sogar mehr Spaß machen kann.

Das gilt übrigens auch für den Sound. Im Renntaxi war mit das nervigste der laute Sound des Motors, doch ein Taycan ist theoretisch ruhig. Hier hat aber der für den Taycan entwickelte Sound extrem viel ausgemacht. Und da bin ich ehrlich: Komplett lautlos wäre auf der Rennstrecke sicher auch langweilig gewesen.

Ein tolles Erlebnis von Porsche

Die Rennstrecke steht natürlich nicht jedem einfach so frei zur Verfügung, aber Porsche bietet dieses Erlebnis (so wie ich das Verstanden habe) immer mal wieder an und vor allem Kunden können das nutzen. Solltet ihr zu den Glücklichen gehören, die das Geld für einen Taycan haben, dann nutzt so eine Chance.

Ich muss jedenfalls sagen, dass ich in jeder Disziplin sehr viel Spaß mit dem Taycan auf der Rennstrecke hatte. Nur als am Ende der Regen kam, da habe ich mir dann doch etwas weniger zugetraut, als das Auto vielleicht hergegeben hätte. Der Respekt vor über 2 Tonnen mit dieser Power ist aber eben doch da.

Porsche Taycan Hockenheim Laden Elektro Header

Elektromobilität ist die Zukunft und ja, ein Taycan ist verdammt teuer und auch kein Auto, welches für die effiziente Fortbewegung gebaut wurde. Doch das muss auch nicht bei jedem Auto der Fall sein. Es ist auch wichtig, dass Elektromobilität die Menschen etwas begeistert und das hat Porsche hier wirklich geschafft.

Und was ist mit dem Akku, kostet die volle Power auf der Rennstrecke nicht viel Energie? Ja, aber als „normaler“ Mensch wird man nach einer guten Stunde, die wir insgesamt im Auto waren, auch mal eine Pause benötigen. Und dann hängt man den Taycan einfach an einen Schnelllader und lädt mit bis zu 270 kW.


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