Samsung Galaxy Fold 5G im Hands-On

Samsung Galaxy Fold Header
Samsung Galaxy Fold 5G

Am 18. September kommt das überarbeitete Samsung Galaxy Fold als 5G-Version zu uns. Auf der IFA 2019 haben wir es uns angesehen.

Das Galaxy Fold von Samsung hatte wahrlich einen schweren Start. Ursprünglich bereits für Mai geplant, wurde der Marktstart aufgrund diverser Probleme bei Display und Faltmechanismus verschoben. Nun ist es aber so weit und Samsung wird die 5G Version des Galaxy Fold am 18. September in den Verkauf bringen.

Wenn man auf der IFA genau hinschaut, findet man schon diverse Geräte bei den Netzbetreibern oder Samsung direkt. Zeit für eine kurze Demo Session.

Die Haptik des Samsung Galaxy Fold 5G

Das zusammengefaltete Galaxy Fold macht einen massiven ersten Eindruck. Das zusammengefaltete Gerät wirkt in Form und Gewicht wie zwei Geräte, die in der Mitte verbunden sind. Dass zwischen den gefalteten Gerätehälften eine kleine Lücke besteht, macht den Eindruck dabei nicht besser.

Samsung Galaxy Fold 5g 09

Samsung hat dem Galaxy Fold ein 4,6 Zoll großes (kleines?) Display spendiert, über das sich das Gerät wie ein klassisches Android Telefon bedienen ließe. Aber wer möchte das schon, denn der Star der Show ist ganz klar das 7,3 Zoll große Display auf der Innenseite.

Klappt man nämlich das Gerät auf, beginnen die Proportionen Sinn zu ergeben. Das Gewicht lässt das Gerät wertig wirken und das seltsame Außendisplay ist vergessen. Die Gerätehälften rasten wunderbar in der aufgeklappten Stellung ein, allerdings bleibt immer eine sicht- und spürbare Furche in der Mitte des Displays erhalten.

Dazu kommt, dass das Display sich nicht so hochwertig anfühlt, wie ein modernes Glasdisplay. Klar, die Oberfläche muss biegsam sein und nach längerer Nutzung merkt man diesen Unterschied wahrscheinlich weniger, aber mir ist die unterschiedliche Beschaffenheit im Vergleich zu „herkömmlichen“ Displays schon aufgefallen.

Nutzung des Samsung Galaxy Fold 5G

Samsung Galaxy Fold 5g 01

Den Formfaktor des Innendisplays finde ich ziemlich gelungen. Samsung erlaubt bis zu drei aktive Apps gleichzeitig. So kann z.B. eine App die linke Hälfte des Displays einnehmen und zwei weitere teilen sich die rechte Seite des Bildschirms. Nur wer oft Videos im Vollbild guckt, wird viel Fläche des Displays ungenutzt lassen müssen.

Samsung hat natürlich einige Anpassungen an der Software vorgenommen. So kann der Kontext einer App von einem Display auf das andere „mitgenommen“ werden. Wer ein Foto im zusammengeklappten Zustand macht, kann danach das Gerät aufklappen und sieht das Foto im Großformat.

Offen ist, ob auch Drittanbieter-Apps dieses Verhalten automatisch haben, oder vom Entwickler für das Doppel-Display angepasst werden müssen.

Änderungen an der Verkaufsversion des Galaxy Fold

Gegenüber der Version des Geräts, die im Mai bei einigen Testern Probleme bereitet hat, hat Samsung einige Änderungen vorgenommen.

So bedeckt die Schutzfolie jetzt das komplette Display, damit niemand den Eindruck bekommt, die Folie könne abgezogen werden. Außerdem gibt es jetzt Schutzkappen für das Scharnier, damit kein Staub oder Dreck eindringen kann.

Zusätzlich kommt das Galaxy Fold hierzulande ausschließlich in der 5G Version auf den Markt.

Mein erster Eindruck vom Samsung Galaxy Fold 5G

Das Galaxy Fold ist für mich ein wichtiger Evolutionsschritt in die Zukunft der Smartphones. Samsung hat mit dem Gerät beeindruckende Arbeit geleistet. Schade, dass der erste Eindruck im Mai das Bild vom technischen Wunderwerk getrübt hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Probleme jetzt ausgebügelt sind. Einen Marktstart mit weiter bestehenden Qualitätsfehlern kann Samsung sich nicht (nochmal) leisten.

Doch revolutionäre Hardware hat auch ihren Preis. In diesem Fall sind das 2100,00 Euro UVP, die für die gebotenen Spezifikationen deutlich zu viel wären, wenn das faltbare Display nicht wäre. Ihr könnt euch übrigens auf der Seite von Samsung schon jetzt für das Galaxy Fold anmelden.

Dazu kommt, dass Entwickler ihre Apps erst einmal an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen und damit zu Anfang noch mit Inkompatibilitäten zu rechnen ist. Die Haptik im gefalteten Zustand ist außerdem eher durchschnittlich.

Das alles sind Nebenerscheinungen einer neuen Geräteklasse, die es erstmal zu überwinden gilt, bevor ich ein faltbares Smartphone für die breite Masse an Nutzern empfehlen würde.

Das Samsung Galaxy Fold 5G wird für mich damit eher Prestigeobjekt und Wegbereiter, als wirklich praktisches oder empfehlenswertes Smartphone sein.

Und jetzt Hand hoch: Wer legt die Kohle auf den Tisch, um als erster oder erste ein faltbares Smartphone zu haben?

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