Android-Smartphones: Es wird Zeit für längeren Update-Support

Google Pixel Android Header

Die Hardware der heutigen Android-Smartphones im Highend-Bereich ist bei vielen Herstellern mittlerweile sehr ähnlich, was einen einfachen Grund hat: Es tut sich nicht mehr viel. Der Fortschritt ist zu erkennen, aber nicht mehr so gravierend wie früher.

Das führt dazu, dass die Nutzer ihre Smartphones länger benutzen, was eigentlich grundsätzlich gut ist. So eine Entwicklung ist nachhaltiger und kostet weniger Geld. Und viele benötigen Features wie 108 Megapixel oder 120 Hz einfach nicht.

Doch da gibt es das Problem mit der Software und in erster Linie den Updates. Aktuell sorgt das Samsung Galaxy S20 Ultra für Diskussionen, denn wie bisher wird es bei Samsung „nur“ zwei große Updates geben. Es wird mit Android 10 ausgeliefert, dann kommt Android 11 und Anfang 2022 vermutlich noch Android 12.

Android-Updates: Es tut sich nichts mehr

Zwei große Major-Updates sind irgendwie Standard geworden. Kaum jemand bieetet mehr und daher hat auch keiner einen Anreiz da mehr zu tun. Wobei sich bei den Sicherheitsupdate mehr getan hat, da gehen einige bei den teuren Modellen in Richtung drei Jahre. Aber es wäre langsam an der Zeit diesen Support zu verbessern.

Das Samsung Galaxy S20 Ultra ist da meiner Meinung nach ein gutes Beispiel, denn es kostet 1350 Euro in der kleinsten Version. Die Ausstattung von diesem Modell würde vielen vermutlich viele Jahre reichen, mindestens vier, wenn nicht sogar fünf Jahre. Es gibt sogar 5G, also auch damit wäre man langfristig gewappnet.

Samsung Galaxy S20 Ultra Header

Diese Preise und die aktuelle Hardware wären meiner Meinung nach langsam ein Grund, um den Support auf mindestens drei Jahre anzuheben. Damit wäre man weiterhin ein Jahr hinter Apple (die sogar ab und an fünf Jahre bieten), aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Nun könnte man damit argumentieren, dass es am SoC liegt:

Aber wenn Samsung, Google und Co. den Druck erhöhen (Google scheint es beim Pixel ja zu machen, da gibt es drei Jahre) und mal ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen, dann wäre das sicher möglich. Ein Snapdragon 865 mit 12 GB RAM wäre jedenfalls ganz locker für 2022 und Android 13, wenn nicht sogar Android 14 ein Jahr später gerüstet. Der Grund ist, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt.

Android-Updates: Nur für die teuren Modelle

Und wenn ich einen besseren Support meine, dann rede ich nicht davon, dass jedes 200-Euro-Modell noch Android 13 bekommt, aber zumindest ein Samsung Galaxy S20 Ultra für 1500 Euro sollte doch dabei sein. Oder habe ich falsche Erwartungen?

Für 2020 und darüber hinaus würde ich mir im Android-Bereich wünschen, dass drei Jahre bei den Major-Updates zum Standard werden und bei den Sicherheitsupdates wären vier Jahre nicht schlecht, denn dann könnte man wenigstens bei der Sicherheit mit dem iPhone mithalten. Und man müsste die Updates ja nicht jeden Monat verteilen, da würde es schon reichen, wenn man das einmal im Quartal macht.

Ich will hier übrigens nicht auf Samsung herumreiten, das S20 Ultra ist nur ein gutes Beispiel. Genau genommen würde ich diesen Schritt eher von Google bei der Pixel-Reihe erwarten. Dort argumentiert man immer mit der Software, daher könnte man damit auch ein Zeichen setzen und Android-Updates allgemein verbessern.

Mit dem Pixel 2 gab es die Garantie für drei Jahren, seit dem hat sich aber nichts mehr getan. Doch vor allem Google sollte einen Anreiz haben, da man ja (angeblich) die iPhone-Nutzer zu Android locken möchte. Dann wäre es aber auch an der Zeit, dass man zumindest bei der Software den gleichen Standard bietet.

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