Apple: Wie Tim Cook die Basis von Steve Jobs zum Erfolg machte

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Apple stand mal kurz vor der Pleite und dann kam Steve Jobs zurück und machte aus dem Unternehmen eine Marke, die für Innovationen stand. Apple nutzte zwar oft nur etwas, das es schon gab (wie heute auch noch), aber man machte es oft ein bisschen anders als die Konkurrenz. Viele würden auch „besser“ sagen.

Tim Cook der Geschäftsmann für Aktionäre

Steve Jobs wird von vielen als einer der größten Visionäre in der Tech-Branche gefeiert und als Tim Cook das Zepter vor 10 Jahren übernahm, da hörte man oft, dass das nicht klappen wird. Auch heute liest man immer wieder „Mit Steve Jobs hätte es sowas bei Apple sicher nicht gegeben“ in den Kommentaren.

Das mag sein, doch Tim Cook hat die Basis von Steve Jobs perfektioniert und aus Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Kaum einer ist so bekannt und sitzt auf so viel Geld wie Apple. Man spürte in den letzten Jahren, dass Tim Cook davor der Chief Operating Officer war, denn so leitet er Apple.

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Über 2,3 Billiarden Dollar ist Apple heute wert und Tim Cook hat vielleicht keine bahnbrechenden Produkte auf den Markt gebracht, wobei man mit der Apple Watch den Uhrenmarkt aufgemischt und sich zum Marktführer entwickelt hat, aber er hat dafür gesorgt, dass alle Bereiche finanziell sehr erfolgreich laufen.

Tim Cook ist die richtige Person für ein börsennotiertes Unternehmen, welches in erster Linie die Aktie im Auge hat. Das hätte in den letzten 10 Jahren vermutlich kaum eine andere Person besser planen können. Das mag etwas negativ klingen, aber das ist in einer freien Marktwirtschaft äußerst positiv gemeint.

Bei Bloomberg und The Verge hat man dem Chef von Apple diese Woche jeweils einen sehr ausführlichen Beitrag gewidmet, die beide lesenswert sind. Die kann ich, wenn ihr euch für die Entwicklung von Apple seit 2010 interessiert, empfehlen:

Die Zukunft von Apple wird spannend

Ich bin gespannt, wohin die Reise von Apple geht. Würde ich mir manchmal wieder wünschen, dass Apple etwas „mutiger“ wäre? Sicher, aber Marktführer sind das selten. Sie machen oft nur so viel, wie sie müssen. Warum auch ein Risiko eingehen, wenn man sich es erlauben kann, dass man einfach etwas später einsteigt.

Als Marktführer muss man nur schauen, dass man die Trends nicht verpasst und nicht zu spät einsteigt. Daher testet Apple auch ein faltbares iPhone, aber man wartet lieber ab, bis andere mit viel Marketinggeld diese Kategorie etabliert haben. Und falls sie scheitert, dann muss man nur die Entwicklungskosten decken.

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Sowas kann riskant sein, siehe Nokia, aber Tim Cook macht das bisher gut. Er hat ein Team, welches Trends erkennt und rechtzeitig daran arbeitet. Und er hat noch rechtzeitig erkannt, dass man sich von der iPhone-Abhängigkeit lösen und breiter aufstellen muss. Das hätte zu einem Problem für Apple werden können.

Man kann von Apple und Tim Cook halten, was man möchte. Aber der finanzielle Erfolg lässt sich nicht abstreiten. Tim Cook ist ein Meister der Gewinnspanne. So gut wie kein anderes Unternehmen macht so viel Gewinn mit Hardware. Ja, Umsatz vielleicht, aber das iPhone ist bei der Gewinnspanne weiter ungeschlagen.

Apple Iphone 12 Pro Box

Wird dieser Erfolg ewig anhalten? Der Markt hat schon oft gezeigt, dass früher oder später gerne eine Disruption folgt, die das Ende einer Marke sein wird. Doch die Tech-Giganten aus den USA haben sich ihre eigenen Ökosysteme aufgebaut und beschützen diese gut. Falls es also passiert, dann erst in vielen Jahren.

Die interessante Frage lautet: Was ist das nächste „große Ding“ von Apple? Das braucht es nicht mehr. Sowas wie das iPhone ist für Unternehmen in dieser Größe nicht gut, sie müssen breit aufgestellt sein. Und genau daran arbeitet Tim Cook mit Apple TV+, den anderen Diensten, den neuen Macs und Co. gerade aktiv.

Kurz: Steve Jobs hat die Grundlage für ein erfolgreiches Apple geschaffen, doch Tim Cook hat diese Vorlage perfekt verwandelt. Apple ist finanziell besser als so ziemlich jedes andere Tech-Unternehmen aufgestellt und wenn man die Trends nicht verpasst, wonach es nicht aussieht, wird das noch lange so bleiben.


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Bitte bleibe freundlich.

  1. unich sagt:

    Für mich gab es schon Produkte in letzter Zeit, die für mich persönlich bahnbrechend waren. Watch, Airpod Pros und der m1 Prozessor.

  2. Cress sagt:

    Vermutlich ist das auch die Erklärung, warum Apple bspw. auch ein eigenes Auto anbieten wollte, was aber am Ende nicht geklappt hat.

  3. Roberto sagt:

    Tim Apple bekommt jetzt von Apple als Dank ein Aktienpaket über 750.000.000 Dollar. Das finde ich unmoralisch und hat er bestimmt nicht verdient. Niemand hat so eine Menge an Geld verdient. Man sollte Gehaltsobergrenzen von max. 150.000 Euro/Dollar pro Jahr einführen!!!! Der Rest sollte der Allgemeinheit zu Gute kommen.

    1. elknipso sagt:

      Aus Dir spricht der typische deutsche blanke Neid.

      Nach meiner persönlichen Erfahrung meistens von Leuten, die in ihrem Leben nicht viel erreicht haben. Weil oft nur Dienst nach Vorschrift geschoben wird, und dann die Schuld dafür, dass sie selbst nicht beruflich und in ihrem Leben weiter kommen bei anderen suchen.

      Wenn jemand maßgeblich dazu beigetragen hat mit seiner Arbeit, dass ein Unternehmen aktuell einen Börsenwert von über 2 Billionen (!) Euro auf sich vereint, dann hat er sich im Verhältnis dazu ein Aktienpaket von 750 Millionen Euro mehr als verdient.

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