• Elektroautos: Hat der Kunde versagt?

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    Elektroautos kommen so langsam, aber eigentlich gibt es seit Jahren eine solide Auswahl auf dem Markt. Doch Modelle wie der VW e-Up, e-Golf, i3 von BMW und Co kamen nicht immer gut an. Daran ist laut Günther Schuh auch der Kunde Schuld. Es sei zu leicht die Schuld immer nur bei den Konzernen zu suchen.

    Diese Aussage hat Günther Schuh, der e.Go gegründet hat, in der SZ getroffen. Das Elektroauto e.Go Life wird seit ein paar Wochen ausgeliefert und man ist bis Juni 2020 ausgebucht. Das kleine Startup nutzt die MEB-Plattform von VW.

    Schuh: Der Kunde will keine Elektroautos

    Günther Schuh ist der Meinung, dass es Elektroautos benötigt und sie dazu beitragen, die Emissionen zu senken, doch der Kunde will sie eigentlich gar nicht. Eine Aussage, die auch ein Manager von BMW die Tage getroffen hat.

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    e.Go Life startet bei 15.900 Euro

    Die Kunden sind nicht bereit ihre Komfortzone zu verlassen. Das Argument mit der Reichweite ist auch so eine Sache, denn ein Viertel aller Autos werden nie mehr als 150 Kilometer am Tag bewegt, das trifft also nicht auf alle zu.

    Der Staat wird natürlich auch benötigt, denn die Strompreise könnten das Thema noch attraktiver machen. Elektroautos werden laut Schuh nie die Preise von den Benzinern erreichen, das sei (aktuell) nicht möglich und unwirtschaftlich. Günstige Strompreise wären also ein Anreiz für den Wechsel zu einem E-Auto.

    E-Mobilität: Der Staat könnte mehr tun

    Die Frage nach der „Schuld“ finde ich bei diesen Diskussionen ja aber immer etwas heikel, denn jeder Mensch hat andere Gründe. Wobei ich Schuh ein Stück weit zustimmen muss, Optionen gibt es in der heutigen Zeit schon einige und so viel besser werden sie in den nächsten 2-3 Jahren auch nicht.

    Wenn sich also etwas ändern soll, dann muss man auch als Kunde ein Stück weit die Komfortzone verlassen und darf nicht darauf warten, dass einem VW eine Golf-Alternative für 22.000 Euro hinstellt, die dann 500+ km Reichweite hat. Wenn man als Kunde will, dass der Wandel kommt, dann muss man auch hier bereit sein, vielleicht auch Mal 30 Minuten an der Ladesäule zu stehen.

    Das ist momentan vermutlich auch noch das größte Problem. Hersteller wollen ihre enormen Entwicklungskosten decken und die Kunden wollen 1 zu 1 das, was sie beim Benziner und Diesel haben. Eigentlich ist sowas ein gutes Beispiel, was man mit Politik als Staat lösen kann, doch da wird meiner Meinung nach zu viel verschlafen.

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