Gaming-App: Facebook vs. Apple

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Kurz vor der anstehenden Entwicklerkonferenz von Apple wird die Kritik in den Medien und von Unternehmen am App Store größer. Es ist sicher kein Zufall, dass ausgerechnet vor einem der wichtigsten Events von Apple die Stimmen lauter werden. Es wird Kritik laut, dass die Regeln im App Store nicht fair sind.

Facebook Gaming mehrmals abgelehnt

Die Europäische Kommission gab diese Woche bekannt, dass sie diesbezüglich eine Untersuchung einleiten wird. Grund ist eine Beschwerde von Spotify und einem nicht bekannten Dienst, der Hörbücher vertreibt. Nun folgt die nächste Meldung und dieses Mal geht es um eine Gaming-App von Facebook.

Dort hat man vor ein paar Monaten eine App namens „Facebook Gaming“ ins Leben gerufen, über die man HTML5-Spiele zocken kann. Apple hat diese aber angeblich schon 5 Mal abgelehnt. Der Grund: Die App sieht zu sehr nach einem Store aus. Änderungen an der App halfen Facebook allerdings nicht.

Wie die New York Times exklusiv berichtet, wurde die App immer weiter angepasst und die Store-Optik reduziert. Das ging sogar so weit, dass sie nichts mehr mit der eigentlichen Idee zu tun hatte. Die App wurde trotzdem von Apple abgelehnt. Wer sich die App anschauen möchte, man findet sie im Google Play Store:

Apple tritt als direkter Konkurrent auf

Die Sache ist die: Es ist eine Plattform von Apple und es gelten die Regeln von Apple. Allerdings tritt Apple mittlerweile gegen viele Dienste direkt an. Spotify ist zwar noch die Nummer 1 auf dem Streamingmarkt, aber Apple Music bereits auf Platz 2 zu finden. Und mit Apple Arcade hat man einen Gaming-Dienst.

Die Frage ist nun, ob Apple seine Regeln für den App Store anpassen müsste. Die Frage stellt sich außerdem nicht nur bei Apple, sondern auch bei Google, denn die beiden Unternehmen besitzen ein Duopol auf dem Weltmarkt. Ohne Konkurrenz wird sich – wenn die beiden es nicht machen – nichts daran ändern.

Ich vermute, dass dieses Thema in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen wird. Der Marktanteil von Apple ist zwar nicht so groß, aber die EU hat bereits bei Microsoft und Google gezeigt, dass sie bei großen Tech-Unternehmen bereit ist, auch mal gewisse Regeln für fairen Wettbewerb aufzustellen.

Über den Sinn dahinter kann man diskutieren, aber die Kritik nimmt zu und Berichte wie diese Meldung der New York Times gießen Öl ins Feuer. Apple hat 2020 die Ära der Services eingeläutet und da werden einige Behörden nun etwas genauer hinschauen, ob deren Plattformen einen fairen Wettbewerb ermöglichen.

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