Huawei soll Technik für Umerziehungslager in China entwickelt haben

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Wer in China lebt und einer Minderheit angehört, wie den Uiguren, der wird von der Politik verfolgt. China ist eine Diktatur und nutzt gerne „Umerziehungslager“ für die Menschen. Eine sehr bekannte Region für diese Gefängnisse ist Xinjiang.

Huawei-Technik für Umerziehungslager?

Diese Woche hat die Washington Post einen durchaus brisanten Bericht über Huawei veröffentlicht, in dem man ca. 3.000 Dokumente analysiert hat, die für eine Weile auf der Webseite von Huawei zu finden (aber nicht dafür gedacht) waren.

In den letzten Monaten hat man die Dokumente übersetzt und ein paar Slides kann man sich auf der Webseite der Post anschauen. Sie zeigen unter anderem, dass Huawei auch Technik entwickelt hat, die so ein Lager „smarter“ machen würden.

Dabei geht es um die Analyse der Sprache, um Gesichtserkennung und um die Überwachung der Mitarbeiter. In den Dokumenten von Huawei sieht man zwar nicht für wen die Präsentation gedacht war, aber das kann nur diese Regierung sein.

Huawei-Technik für eine Diktatur?

Die US-Regierung und US-Medien gehen sehr hart gegen Huawei vor, die meisten von euch kennen sicher den Höhepunkt der Trump-Ära. Huawei darf bis heute nicht mit Google und Co. arbeiten, da man angeblich mit der Regierung in China arbeitet. Diese Dokumente sind kein direkter Beweis, aber ein durchaus kritischer Hinweis.

Huawei hat auf Nachfrage der Post nur angegeben, dass man keine Systeme verkauft, die Minderheiten verfolgen können. Die chinesische Botschaft wollte sich aber nicht dazu äußern. Huawei hat in der Vergangenheit dementiert, dass man Xinjiang mit Technik versorgt, die Dokumente würden aber das Gegenteil beweisen.

Beziehungsweise: Huawei verkauft die Technik womöglich nicht direkt an diese Gefängnisse, sondern einen Drittanbieter, der das dann aber für die Regierung in China anpasst. Das macht die Sache mit Überwachungstechnik aber nicht besser.

Es handelt sich hier um Dokumente, die zwischen 2014 und 2020 veröffentlicht wurden, einige davon sind also noch nicht so alt. Die Washington Post hat sich auf 5 Punkte konzentriert: Sprachanalyse, Technik für smarte Umerziehungslager, Tracking von Personen, Überwachung in Xinjiang und Unternehmensüberwachung.

Die Details und übersetzten Dokumente von Huawei gibt es im sehr ausführlichen Beitrag der Washington Post. Das ist kein leichtes Thema, aber es ist wichtig.

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  1. René H.

    Huawei hat von der Verwendung seiner Überwachungstechnik natürlich nie etwas gewusst…

    1. Frank

      Ehrlich, Huawei hat davon nie was gewusst. Sorry, wahrscheinlich schon. Doch wahrscheinlich wird auch Microsoft dort in dem Lager genutzt, Windows. Wahrscheinlich werden auch Chips von Qualcom für die AI Berechnung genutzt. Wahrscheinlich werden die Uiguren mit Transportern dahin gefahren, die von Daimler sind. IBM war an der Enigma beteiligt und hat dafür gesorgt, dass die Nazis ihre Kommunikation verschlüsseln. Deutsche Firmen haben Staatstrojaner entwicklet, für die Regierung, um Menschen auszuspähen und sag nicht, ich hab ja nichts zu verbergen, mir ist es egal und bei den Verbrechern ist das wichtig. Deutschland beschwert sich gerade über Russland und China, dass die dort Ihre Leute ausspähen und will gleichzeitig ein Gesetz einführen, das Telegram und Co die Daten bitte unverschlüsselt an die Regierung leitet, auf Anfrage. HEUCHLEREI nennt man so was.

      1. René H.

        Huawei entwickelt und produziert explizit Überwachungstechnik inkl. Gesichtserkennungssoftware für – na? – Überwachungszwecke! In großer Masse für die Überwachung der Straßenzüge in den Städten. Und es war für Huawei natürlich total überraschend, dass das Zeug auch für diese Straflager verwendet werden…

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