Kräftige Entschädigung: Deutsche Bahn zahlt Rekordsummen an Bahnfahrer

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Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr wegen Verspätungen eine Rekordsumme von 92,7 Millionen Euro an Entschädigungen an ihre Fahrgäste zahlen müssen.

Die Zahl der Entschädigten stieg auf 3,4 Millionen. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als nur 38,2 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Hauptgrund für den Anstieg der Entschädigungen ist das marode Schienennetz.

Diskutiert wird aktuell, welche Rechte Fahrgäste bei Verspätungen haben sollen. Eine EU-Verordnung soll die Entschädigungsansprüche von Bahnreisenden teilweise einschränken.

Neue Kulanzregelung geplant

Ab Juni 2023 sollen – analog zum Flugverkehr – Entschädigungsansprüche bei „außergewöhnlichen Umständen“ entfallen. Die Deutsche Bahn arbeitet nach eigenen Angaben intern bereits an einer großzügigen Kulanzregelung, um die Kunden nicht weiter zu belasten.

Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr lag im vergangenen Jahr bei nur 65,2 Prozent. Obwohl es mehr Verspätungen gab und die Zahl der Erstattungen stieg, zeigte sich die Bahn gegenüber den Fahrgästen kulant.

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