Mazda MX-30: Kleiner Akku hat angeblich Umweltgründe

Mazda Mx 30 Header

Mazda präsentierte vor ein paar Wochen den MX-30, einen kleineren SUV, der rein elektrisch fährt. Allerdings sorgte Mazda mit einem sehr kleinen Akku für die ein oder andere Diskussion, denn mit 35,5 kWh kommt man nicht weit.

Wenn es gut läuft, dann würde ich da auf maximal (Klimaanlage aus, 50 km/h, etc.) 200 km tippen. Fährt man mit dem knapp 35.000 Euro teuren und gut 140 PS starken Mazda MX-30 aber mal etwas sportlicher, ist das weniger.

Die höhere Bauform ist nicht effizient, der Akku ist zu klein, aber Mazda hat eine Erklärung dafür. Christian Schultze von Mazda gibt an, dass man einen kleineren Akku verbaut hat, da man beim MX-30 auf die Umwelt achten wollte.

Mazda: Großer Akku ist schädlicher als ein Diesel

Ein größerer Akku würde bedeuten, dass der MX-30 umweltschädlicher als ein Diesel wäre. Wobei da mittlerweile genug Studien gezeigt haben, dass das nicht stimmt. Natürlich nicht direkt beim Kauf, aber nach wenigen Jahren hat sich das ausgeglichen und dann gewinnt hier eindeutig das Elektroauto.

Außerdem gibt Mazda auch nicht an, wie man das nun genau kalkuliert hat, denn viele laden ihre Elektroautos mit Ökostrom, einige Berechnungen nehmen für den Vergleich aber gerne „dreckigen“ Strom. Es fehlen uns hier weitere Angaben.

Mazda Mx 30 Europa2

Meine persönliche Vermutung: Mazda hat es nicht geschafft ein Elektroauto mit einem größeren Akku zu bauen, immerhin wurde der MX-30 nicht mit einer ganz neuen E-Plattform entwickelt, sondern nutzt als Basis einen Benziner.

Mazda: Zielgruppe benötigt nicht mehr Reichweite

Man macht es sich daher etwas leicht, wenn man nun damit argumentiert, dass die Zielgruppe sowieso nur in der Stadt unterwegs ist und keine große Strecke zurücklegt. Der MX-30 wirkt damit eher so, als ob es Mazda halbherzig versucht und nicht hinbekommen hat und das Elektroauto nur auf den Markt bringt, um das eigene Portfolio für die neuen CO2-Grenzwerte der EU zu optimieren.

Außerdem ignoriert man ein anderes Argument: Ein größerer Akku mit etwas mehr Reichweite kann auch langlebiger sein, wenn die Akkuleistung mit der Zeit etwas nachlässt. Wie gesagt, das klingt für mich eher nach einer Ausrede, weil man es nicht besser hinbekommen hat und sich das nun schönredet.

Das erkennt man auch daran, dass Mazda den Vergleich mit einem Akku mit 95 kWh bringt. Das sind Akkus, wie man sie in großen Modellen wie dem Model X von Tesla findet. Ein Akku mit 50 bis 70 kWh wie im Model 3 oder Model Y (und anderen kommenden Elektroautos) würde ja vollkommen ausreichen.

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