Spotify testet Promo-Musik in euren Vorschlägen

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Spotify ist unter anderem deswegen weiterhin meine Nummer 1, weil ich seit Jahren meine Musik dort höre und der „Release Radar“ bei mir oft zuverlässig ist und gerne mal Lieder enthält, die danach auf einer Playlist von mir landen.

Bei Spotify ist man stolz auf dem Algorithmus dafür, doch nun wagt man ein neues Experiment, welches ich ehrlich gesagt sehr kritisch sehe. Künstler und Labels werden nun testweise die Möglichkeit haben, einen Song zu priorisieren.

Spotify: Ist das jetzt schon Werbung?

Was bedeutet das? Ein Label kann zum Beispiel eine neue Single von Künstler XY bei Spotify als Promo-Song vorschlagen und dieses Lied wird vom Algorithmus höher bewertet und taucht in mehr Playlists auf. Ist das jetzt also Werbung?

Die Sache ist etwas komplizierter, denn aktuell nimmt Spotify noch kein Geld für so eine Empfehlung. Oder irgendwie doch. Man muss nur nicht vorher zahlen. Spotify zahlt Künstlern einfach weniger aus, wenn ihr Lied häufiger gehört wird. Man will also keine Summe X im Vorfeld, zahlt aber weniger Gebühren als Labels aus.

Im Prinzip ist das also doch Werbung, auch wenn Spotify das nicht so nennen möchte. Laut Spotify werden Songs zügig aus anderen Playlists entfernt, wenn sie bei den ersten Nutzern nicht gut performen. Man kann sich also (noch) nicht dauerhaft in eine Playlist bei Spotify einkaufen. Allerdings sagt Spotify nicht, was eine schlechte Performance ist und wann ein Song wirklich entfernt wird.

Spotify: Die Suche nach mehr Geld

Spotify schreibt, dass die Zufriedenheit der Zuhörer weiterhin die höchste Priorität habe. Das kann man nun glauben, oder kritisch sehen. Doch Spotify hat derzeit ein Problem: Man wächst gut und ist weiterhin die Nummer 1, doch das macht sich nicht beim Gewinn bemerkbar. Heißt: Man muss Einnahmequellen suchen.

Eine mögliche Preiserhöhung ist ein Weg, doch da wird es in Zukunft sicher noch mehr Experimente wie dieses geben. Und das sehe ich als Spotify-Nutzer derzeit kritisch, denn wenn Geld in den Fokus rückt, ist das zwar okay, aber sowas kann eben auch nach hinten losgehen. Nach diesem Schritt schließe ich zum Beispiel nicht aus, dass ein Label einen Song für Geld in meinem Release Radar platzieren kann. Bei Spotify Free ist das okay, bei Spotify Premium wäre es das aber nicht.

Man spürt einen Wandel bei Spotify und ich werde in den kommenden Wochen mal schauen, was die Konkurrenz bei Apple, Amazon und Co. zu bieten hat. Aktuell habe ich keinen Anreiz für einen Wechsel, aber das könnte sich ändern. Vor allem, wenn mein Hauptargument für Spotify ins Wanken kommt: Der Release Radar.

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