USA: Huawei hat eine Hintertür in die Produkte eingebaut

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Huawei und China befinden sich im Handelsstreit und Huawei ist seit 2019 eines der Opfer davon, denn man darf nur noch eingeschränkt mit US-Unternehmen handeln. Die US-Regierung nannte für diese Entscheidung aber natürlich nicht den Handelsstreit, sondern argumentierte immer mit der Sicherheit.

Das alles fing vor gut zwei Jahren an, als sich Huawei dazu entschied 2018 in den USA anzugreifen. Man wollte das auf der CES 2018 feiern, doch die Deals mit den US-Netzbetreibern platzten und es wurde viel über Spionage diskutiert.

Huawei gab im Sommer 2018 ganz klar an, dass man keine Hintertür in die eigenen Produkte eingebaut hat. Man könne selbst nicht mithören und die Regierung in China habe darauf keinen Zugriff. Das mag stimmen, wurde aber immer kritisch betrachtet, da China eine Diktatur ist und wenn die Regierung etwas möchte, dann bekommt sie das auch. Unternehmen haben dann keine Wahl.

USA: Huawei hat eine Hintertür eingebaut

Doch die Vorwürfe der US-Regierung verpufften trotzdem in der Luft, denn obwohl man den Druck auf internationale Partner erhöhte, so waren nur wenige bereit das Netzwerkzubehör von Huawei nicht zu nutzen. Als der 5G-Ausbau begann, da ging es erneut los, aber kaum jemand beugte sich der US-Regierung.

Nun geht man aber einen Schritt weiter, denn wie das Wall Street Journal berichtet, haben Vertreter der Regierung nun die Behauptung aufgestellt, dass man Beweise hat. Man kann angeblich beweisen, dass Huawei eine Hintertür in ihre Produkte für Netzbetreiber eingebaut hat und das schon seit 2009 beim 4G-Netz.

Es gäbe aber keine Anzeichen dafür, dass Huawei diese Hintertür bisher genutzt habe. Huawei hat das direkt dementiert, man habe keinen Zugriff auf die Daten und habe auch gar nicht die Möglichkeit, selbst wenn man das möchte.

Aussage der US-Regierung wohl kein Zufall

Man kann davon ausgehen, dass diese Aussage der US-Regierung kein Zufall ist, denn Großbritannien traf vor ein paar Tagen die Entscheidung, dass Huawei beim 5G-Ausbau dabei sein darf und auch sonst ist man in Europa weniger beeindruckt von den US-Drohungen. Daher nun vielleicht etwas drastischere Schritte.

Die US-Regierung wird genau wissen, dass so eine Meldung nun die Runde macht, wenn das WSJ darüber berichtet. Vielleicht möchte man auf diesem Weg einen Einfluss auf die Politik nehmen und doch Zweifel sähen. Man spricht zwar nun davon, dass man Beweise hat, vorgelegt wurden allerdings keine.

Außerdem ist die US-Regierung anscheinend unzufrieden damit, wie gut es bei Huawei trotz den Maßnahmen von 2019 läuft und es sind neue geplant. Es wäre also auch denkbar, dass man gar keine konkreten Beweise hat, sondern nur eine öffentliche Schlammschlacht mit Huawei führen möchte.

Huawei vs. USA: Keine leichte Situation

Natürlich muss man bei Unternehmen aus einem Land, in dem eine Diktatur und Unterdrückung herrschen, immer kritisch sein, aber auch die Aussagen von der US-Regierung darf man kritisch einstufen. Zumal das Zubehör von Huawei von den jeweiligen Sicherheitsbehörden der Länder genau untersucht wird.

Kein leichtes Thema und Huawei hatte recht, als sie behauptet haben, dass sie 2020 mit weiteren Angriffen der US-Regierung rechnen. Das Thema beschäftigt uns also auch in diesem Jahr und es sieht nicht so aus, als ob es da bald zu einer schnellen Lösung kommt. Eventuell nach den US-Wahlen 2020, aber es wäre denkbar, dass die Trump-Regierung eine zweite Periode regieren darf.

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