Christian Lindner: FDP will Verbrennerverbot nicht zustimmen

Verbrenner

Neue Verbrenner sollen ab dem Jahr 2035 in Europa verboten werden. Das gilt freilich nur für Neuwagen. Das passt der FDP nicht.

Bundesminister für Finanzen und Bundesvorsitzende der FDP Christian Lindner hat sich im „Bericht aus Berlin“ zum geplanten Verbrennerverbot in der EU geäußert. Die Ansage zur Thematik ist dabei glasklar: Er bzw. die FDP halten dieses Vorhaben für falsch und planen es zu blockieren. Das bedeutet, man wird in der Bundesregierung dieser europäischen Rechtsetzung nicht zustimmen.

Lindner begründet diese Haltung damit, dass es Nischen und Regionen geben werde, in denen die Elektromobilität „über die nächsten Jahrzehnte“ keine Rolle spielen wird. Ein Verbot des Verbrennungsmotors würde laut Lindner dann dazu führen, dass dieser auch nicht in Europa bzw. Deutschland weiterentwickelt werden würde.

Das Statement seht ihr in nachfolgendem Videoclip. Nun würde mich natürlich interessieren: Könnt ihr Lindners Argumentation folgen, oder seht ihr Denkfehler in seinen Aussagen?

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Peter 🪴

    Die ganze FDP ist ein Denkfehler.

    1. Matteo 👋

      Ja! Echt das nervende und blockierende Anhängsel der Regierung…

    2. MadKiefer 🏅

      Lieber nicht regieren, als falsch regieren.
      Letzteres trifft leider nun zu und Grüne und SPD machen dank Knebelvertrag halt nix.

  2. Andreas 🪴

    Gut, dass es die FDP gibt.

  3. Die FDP hätte sich (wie 2017) treu bleiben sollen: Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.

    Dinge wie ein Tankrabatt, der als Bonus für die Ölkonzerne gesehen wird, kommen dabei heraus, wenn die FDP etwas durchsetzen will.

    1. Peter 🪴

      Nicht zu vergessen die Mövenpick Steuer für Hotellobbyisten für Übernachtungen mit 7 % MwSt.

    2. Hazz 🏅

      Naja prinzipiell ist der Tankrabatt ja sinnvoll und für einige Bevölkerungsschichten auch notwendig. Es hapert nur an der Umsetzung. Hätte man dem ursprünglichen Vorschlag der FDP zugestimmt, wäre es vermutlich besser gelaufen und die Betreiber hätten sind die Kohle im nachhinein abholen müssen. Mit dem Verbrennerstopp sehen auch auch viele Probleme auf uns zu kommen. Die Infrastruktur gibt es aktuell einfach nicht her und die Ladedauer ist für den normalen Verbraucher, ohne Eigenheim einfach zu lange. Einen Sommerurlaub mit dem Auto möchte ich mit der aktuellen Technik nicht machen bzw . würde ich dann eher zum Flugzeug greifen.

      1. Wir sprechen über 2035, das sind über 10 Jahre. Und wir sprechen über Neuzulassungen, es werden also ca. zwei Jahrzehnte vergehen.

        Und wir alle wissen, wie viel in einem Jahrzehnt passiert. Der Stand 2040 wird ein ganz anderer als jetzt 2022 sein.

        1. Hans 🪴

          Na klar, NRW und der Bund schaffen es nicht innerhlab von 10 Jahren bei Leverkusen eine neue Rheinbrücke zu bauen aber eine Ladeinfrastrktur die für den Bürger welcher zur Miete in einem Mehrfamilienhaus lebt, soll in der Zeit realisierbar sein. Die realität ist doch eine andere, ich lebe in einer 25k Einwohner Stadt mitten im größten Ballungsgebiet Europas, hier gibt es genau 2 Ladesäulen und beide sind schon älter und daher keine schnelllader. Gleiches gilt für die Stadt mit über 50k Einwohnern nebenan, dort gibt es ganze 4 Säulen….

          Hier wurde erst im letzten Jahr eine komplett neue Discouter Filiale (Aldi) eröffnet und auf dem neuen Parkplatz gibts keine Ladesäulen. Auf Anfrage bei der Stadt hieß es, dass es dazu keinerlei Auflagen gibt, einzig das Aldi in Zukunft Säulen bereit stellen kann….

          Man sollte das ganzne mal mit etwas mehr realismus betrachten. Die Idee der FDP, die massive subvention von E-Autos abzuschaffen halte ich indes auch für völlig richtig. Wenn die technik soweit ist, dann braucht es keine Subeventionen um den Kunden zu überzeugen zumal das ganze im Moment eher in Modellen endet, wo sehr wohlhabende Menschen, Autos wie das Model 3, fast völlig ohne Kosten fahren können. (Änderung zum Glück in Sicht).

  4. Masch 👋

    Ich kann es in einer Art und Weise schon nachvollziehen. Mit einem Verbot für Verbrenner wird eine ganze Gruppe von Technologien unmittelbar eingestellt.

    Man verbindet mit "Verbrenner" zunächst die klassischen Benziner und Diesel dieser Welt. Aber es gibt auch z.B. E-Fuels oder Wasserstoffverbrenner. Auch wenn die Klima-Vorteile dieser Kraftstoffe zum aktuellen Zeitpunkt nicht allzu groß bzw. die Techniken für Autos noch nur beschränkt sinnvoll sind, wird die Forschung in diese Richtungen mit einem Verbot ad hoc eingestellt. Und das finde ich bedenkenswert.

    Sinnvoller wäre es, wenn es ganz objektive Kriterien gäbe, die eingehalten werden müssen. Maximaler CO2-Ausstoß oder was auch immer, gerne auch anders Berechnet als aktuell um Schönrechnungen zu verhindern. Das ließe sich doch alles machen.

    1. Athlonet 🍀

      Wasserstoffverbrenner sind Bullshit. Der Wirkungsgrad eines Verbrenners ist viel zu schlecht. Die verbrauchen viel zu viel Wasserstoff, der ohnehin energieintensiv produziert werden muss.
      Wenn Wasserstoff, dann Brennstoffzelle und Elektromotor.

  5. Cubi ☀️

    Ich stelle mal zwei konträre Fragen:

    Bekommt diese Regierung eine Verkehrswende (z.B.. den Ausbau der Ladeinfrastruktur, etc) auch ohne Verbrennerverbot hin?

    Oder könnte es sein, dass das Verbot so zeitig kommt, das auf einmal sehr viele Menschen keine Möglichkeit haben ordentlich zu laden?

    Ich persönlich habe absolut keinen vernünftgen Zugang zu einer Ladesäule und ein "Kein Verbrenner"-Zwang wäre nach aktueller Lage extrem unbequem für mich. Bei der aktuellen Ausbaurate habe ich kein Vertrauen, dass das bis zur gesetzten Deadline besser wird. Von daher kann ich zu einem gewissen Teil die FPG verstehen. Auf der anderen Seite ist das Verbot endlich mal eine Chance hier nochmal ordentlich Gas zu geben (Pun intended).

    1. MadKiefer 🏅

      Nein. Noch nie (siehe Böhmermanns Video) hat ein "Verkehrsminister" im Sinne der Menschen gehandelt. Sondern immer (!) nur im Sinne der Auto-Öl-Lobby.

  6. Jopa 👋

    Der Ansatz ist nicht wirklich falsch.
    Das Ende an Entwicklungsmöglichkeiten des Verbrenners ist noch nicht erreicht. Außerdem muss bitte auch an Arbeitsplätze und Steuern gedacht werden, die dann fehlen würden. Womit will die Regierung dann Ihre Unterstützungen und Verschwendungen finanzieren?

    Auch werden vermutlich in 70% der Welt, mit Sicherheit keine Ladestation zu finden sein – selbst in 20 Jahren in ländlichen Gegenden (Afrika, Indien, Teile von Südamerika, Russland und China uvm).

    Im Gegenteil, die würden alle die Maschinen zur Herstellung von Motoren aufkaufen und Autos selber produzieren.

    Ich bin auch nicht überzeugt, dass in 2035 eine ausreichende Ladeinfrastruktur vorhanden sein wird.

    Von dem fehlenden Strom reden wir gar nicht, wenn dann alle noch zusätzlich mit Strom ihre Wärmepumpe betreiben.

  7. Thomas 🎖

    Ob mit oder ohne EU Verbot, wer kauft sich denn 2033 noch einen ICE wissend dass der Restwert 8 Jahre später gegen Null tendiert ?

    1. Hans Wurst 🪴

      Leute, die nicht wissen, das sie sich dann ab 2035-2040 ihr Benzin und Diesel wieder bei der Apotheke kaufen müssen.

  8. Mårtiň 🌟

    Vollkommen richtig so. Wir fahren einen Verbrenner und ein Elektroauto und in 13 Jahren muss sich noch sehr sehr viel tun, damit Elektroautos die Verbrenner ablösen können. Ich glaube da noch nicht so richtig dran. Vor allem das Thema mit dem Laden wird schwierig bleiben.

  9. raafu 👋

    finde ich gut. diese elektrogeschichte ist einfach noch nicht ausgereift.

  10. Panty 🪴

    Ein Verbot wäre sowieso der absolut falsche Ansatz. Ich bin absolut kein FDP Fan und schon gar kein Linder Fan, aber wenn man hier reuglierend in den Markt eingreift dann mit einer ganzheitlichen (und vor allem einheitlichen) Bilanzierung aller Antriebsformen der cradel-to-grave Emissionen.

  11. Koreh 🌟

    und die regionen ohne ladeinfrastrucktur ist kernmarkt für NEUWAGEN?
    so ein quatsch.

    und als wären bis 2035 alle verbrenner schrott. warum das nicht direkt als nachhaltigkeitschance nutzen und erstmal alle existierenden automobile an die kunden bringen die es gibt.

    alternativen zum verbot wären ein eingrenzen der modellvielfalt mit verbrenner.
    nicht mehr zig verschiedene modelle je hersteller die eh alle auf der selben plattform aufbauen sondern eben nur noch mittelklasse und gut. oder eben je klasse ein modell, pro mutterkonzern und nicht mehr je marke. mehr modularität.
    wer unbedingt einen verbrenner braucht, weil keine ladeinfrastruktur, der hätte eben die möglichkeit, aber wer es einfach will, in ausstattung xy, der muss eben elektro nehmen.

  12. Roberto 🏅

    Christian Lindner ist der beste Mann 👍

    1. MadKiefer 🏅

      Für Lobbyhuren? Auf jeden Fall.

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