Volkswagen: Herbert Diess zerstört das Wasserstoff-Argument

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Herbert Diess, Chef der Volkswagen AG, war gestern bei Lanz zu Besuch und da ging es natürlich um die Mobilität. Während die Politik noch über die Technologie der Zukunft diskutiert (einige Parteien), hat sich die Branche festgelegt.

Volkswagen (und die meisten Marken der Volkswagen AG) sind dabei und sehen die Elektromobilität im privaten Sektor (PKW) auch als Zukunft. Doch irgendwie gibt es da immer das Argument mit dem Wasserstoff, was ist denn eigentlich damit?

Wasserstoff ist einfach viel zu teuer

Nun, die Antwort ist eigentlich ganz simpel. Die Technologie ist gut und wichtig, aber nicht im privaten Sektor. Flugzeuge oder Schiffe wird man nicht elektrifizieren können, da wird der Wasserstoff laut Herbert Diess eine große Zukunft haben.

Es macht aber einfach keinen Sinn das in PKWs einzubauen, denn den einen Vorteil (etwas schneller tanken statt laden) muss man teuer bezahlen. Und kein Kunde wird wechseln, wenn das Fahren noch teurer als mit Benzin selbst wird.

Das gilt übrigens auch für synthetische Kraftstoffe, die sind momentan genauso ineffizient. Auch hier kann es sein, dass sowas irgendwann eine Rolle spielt, aber was man verstehen muss: Wir sprechen hier über einen kurzen Zeitraum.

Es geht um einen kurzfristigen Plan

Die Entwicklung eines Autos und einer Plattform ist unglaublich teuer. Der Wechsel zum rein elektrischen Antrieb in Kombination mit der Digitalisierung und auch der autonomen Zukunft kostet die Autohersteller derzeit extrem viel Geld.

Wer halbwegs vernünftig wirtschaftet, der wird nicht auf den Wasserstoffantrieb setzen, während die rein elektrischen Autos gerade an Fahrt aufnehmen. Das wäre für die meisten Hersteller zu teuer und daher haben es viele eingestellt.

Polestar Elektro Auto Laden Header

Ist die Elektromobilität der richtige Weg? Kurzfristig ja, denn wir müssen schnell gegen die Klimakrise ankämpfen und nicht warten, bis andere Technologien in ein oder zwei Jahrzehnten ausgereift sind. Diese Zeit ist wirklich nicht mehr da.

Langfristig kann das wieder anders aussehen, vielleicht wird Wasserstoff im Jahr 2040 eine große Rolle spielen. Bis 2030 ist das aber kein Thema und je schneller man als Hersteller darauf reagiert, desto besser sind die Chancen im Wandel.

Video: Der Mercedes-Benz EQA

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Stefan sagt:

    https://youtu.be/4AA46NCfA48

    Ganz interessantes Video zu diesem Thema

    1. Interessant vielleicht, aber leider werden viele Argumente weggelassen und wenn es um die Effizienz geht fällt JP ins Wort. Habe es gesehen, man spürt aber, dass JP einfach WILL, dass es besser rüberkommt und das nicht auf Argumenten, sondern Emotionen aufbaut.

  2. Detlef K. sagt:

    Wasserstoff in PKW's und auch in LKW's wird auch langfristig keine Rolle spielen und ggf. noch Nischenanwendungen besetzen. Der Vorteil ist ja heute bereits längst nicht mehr so groß wie vor 2-3 Jahren…. heute können bereits in 15 Minuten 300km hinzugeladen werden. Bis 2030… wahrscheinlich sogar früher geben aller Voraussicht nach Ladezeit, Reichweite, Infrastruktur und Preis überhaupt keinen Grund mehr, die Technologie zu wechseln…
    Diess hat völlig recht… verschwenderischer Wasserstoff, noch schlimmer efuels ergeben nur dort Sinn, wo es alternativlos ist.

    1. Achim sagt:

      Ja und was kosten die 15min mit einem ultraschnelllader? Und was passiert mit den ganzen Bewohner die nicht Zuhause oder auf der Arbeit laden können?

  3. Sam sagt:

    Letztlich sind Wasserstoff-Autos ja auch Elektroautos nur mit einem kleinen Puffer Akku und eben der Brennstoffzelle + Tank. D.h. viele Entwicklungen, die jetzt bei den BEVs in den nächsten Jahren gemacht werden, könnte man auch noch nutzen, sollte sich bei der Wasserstoff-Effizienz doch mal was ändern.

    Ich behaupte aber mal: Wer zu Hause laden kann und nicht jeden Tag durch ganz Deutschland tourt, wird ein Wasserstoff-Auto gar nicht haben wollen. Was das an Zeit spart, nicht ständig zur Tanke fahren zu müssen.

  4. Gerald sagt:

    Es ist doch letztlich durch die Blume die Info, die abzusehen war und bei der sich die Geschichte wiederholt:
    2009 – Abwrackprämie unter dem Motto „kauft Diesel“
    2019 – Elektroautoprämie um die „dreckigen Diesel“ von der Straße zu kriegen
    2029 – „kauft [hier Technologie einfügen]“, weil der Strom für den Individualverkehr gar nicht reicht und die Basisrohstoffe weiterhin schmutzig sind

    Es gibt eine Anwendungsbereich für Elektrofahrzeuge, keine Frage, aber für die große Masse wird es vorerst keine Option sein. Wo lädt denn ein Mieter in einem großen Wohnblock ohne Tiefgarage? Was machen „alte Stadtteile“, in denen die Straßen so schon viel zu schmal sind?
    Wohin mit den ganzen Akkus nach ihrer Lebenszeit? Wer soll brennende Elektroautos in Alpentunnels löschen?

    Nach meinem persönlichen Empfinden sind da noch zu viele Punkte nicht ordentlich geklärt. Mir fehlt der erkennbare Plan für die nächsten Schritte. Immer nur „Wasserstoff geht nicht, eFuels gehen nicht“ – was geht denn?!

    1. Zur Mieterfrage: Ich bin Mieter ohne Ladesäule und komme sehr gut klar. Am Anfang wird der Anteil gering sein, aber irgendwann wird er immer größer.

      Am Anfang konnte ich nur bei einer lokalen und langsamen Ladesäule ein paar Häuser weiter laden, jetzt habe ich Ladesäulen mit 50 kW beim Einkaufen und Co. zur Verfügung. Irgendwann lädt man immer, wenn man gerade wo parkt, zum Beispiel 20 Minuten beim Einkauf oder auf der Arbeit.

      Zu den Akkus: Wo willst du die denn hinpacken? Und wann ist die Lebenszeit denn zu Ende? Und was ist mit Recycling?

      Zum Löschen: Die gleichen, die brennende Verbrenner löschen.

      1. tbase sagt:

        Und du glaubst, dass man weiterhin problemlos freie Ladeplätze beim Einkaufen findet wenn, wie propagiert, jeder BEV fährt und die Gelegenheit nutzen will? Die paar Ladeplätze sind ja heutzutage schon immer gut belegt… Mal sehen ob das groß ausgebaut wird. Spannend wird auch wie es dann mit der Belegung zu Stoßzeiten (Ferien) an den Schnellladern an den Autobahnen aussehen wird.

        Wenn der Preis stimmt, wird es bei mir nächstes Jahr aber auch ein BEV… Als Zweitwagen, überwiegend Zuhause geladen. Der Erstwagen, mit dem auch mal lange Strecken gefahren werden, bleibt bis auf weiteres konventionell. Da warte ich die Entwicklung erstmal ab.

        1. Klar wird es da genug geben, denn man muss ja nicht immer bei jedem Einkauf oder Besuch im Kino oder sonstwo laden. Wird man auch mal am Schnalllader stehen, wenn man viel Langstrecke fährt? Sicher. Aber was ist die Lösung? Weiterhin das Klima zerstören?

    2. Celsi sagt:

      Wenn ich mich wie Diess von den Grünen und FFF vor sich her treiben ließe und schon völlig auf den Akku ausgerichtet wäre, würde ich auch kein gutes Haar mehr an H2 und eFuels lassen. Mit Objektivität hat das jedoch wenig zu tun. Der Akku SOLL sich durchsetzen und die vielen Nachteile SOLLEN ignoriert werden, weil jedweder Zweifel den ach so dringenden Weggang vom Verbrenner bremsen würde. Die schlechteste Lösung wird mit Gewalt gepusht, um schnell zu IRGENDEINER Lösung zu kommen. Traurig.

      1. Dome sagt:

        Welche vielen Nachteile sollen das sein? Diess hat in der Sendung mit den ganzen Vorurteilen/Nachteilen aufgeräumt, viel bleibt also nicht mehr übrig.

  5. Jan sagt:

    In Lüchow-Dannenberg gibt es ungefähr 3! Ladesäulen, davon keine schneller als 22kw. Zu Hause kann ich aktuell auch nicht Laden. Ich müsste also ca. 35km nach Uelzen fahren zum Schnellladen… Aktuell geht also kein E-Auto.

    1. René H. sagt:

      3! = 6. Immerhin. Fast so viele wie Einwohner, oder? ;-)

      1. Felix sagt:

        Hehe, hab ich mir auch gedacht :D

    2. konafan sagt:

      Wie weit ist es denn bis zur nächsten H2 Tankstelle? Die private oder öffentliche Ladesituation läßt sich relativ einfach,günstig und schnell erweitern. Eigentlich reicht auch eine einfache Schuko Steckdose.

  6. René H. sagt:

    Wenn man der neusten Ankündigung des chinesischen Herstellers GAC Glauben schenkt, dann hat der es geschafft, für seine EV-Marke Aion die Ladegeschwindigkeit auf 6 C hochzuschrauben. D.h. Vollladung (0->100%) in 10 Minuten, laut Demo 0 auf 80% in acht Minuten. Da wurden Ladeleistungen von 480 kW und mehr gezeigt. Offenbar nutzt GAC neben der 800V-Verschaltung sogenannte Graphen-Elektroden und soll diese zur Machtreife gebracht haben. GAC hat das demonstriert, aber neutrale Straßentests stehen noch aus.

    1. ich bin da aktuell noch sehr skeptisch ehrlich gesagt, das erinnert mich an die Smartphone-Branche, wo Oppo und Co. auch gerne etwas zeigen, was dann nicht so kommt.

      Aber ja, grundsätzlich darf man davon ausgehen, dass es in diese Richtung geht. Und selbst die 270 kW mit 800-Volt-Technologie (die wir aktuell haben) sind ja schon ausreichend. Schlechter wird es nicht, daher sehe ich das entspannt. Ob nun 5-10 Minuten an der Tanke oder 10-15 Minuten am Schnelllader, so what. Wer da ein Problem sieht, dem kann ich auch nicht helfen :D

      1. Martin sagt:

        „Wer da ein Problem sieht, dem kann ich auch nicht helfen“

        Damit wird kaum jemand ein Problem haben, auch wenn man um bei den Fakten zu bleiben in 10-15 minuten keine 800+ km reinbekommt wie beim Verbrenner. Das Problem hat man, dass Autos, die das können, quasi unbezahlbar sind. Und die werden auch noch sehr lange sehr teuer bleiben. Mit dem billigsten Verbrenner tankst du in 5 Minuten, mit dem teuersten auch. „Vor der Tanksäule ist jeder gleiche“ galt bisher. In Zukunft laden die Menschen besonders schnell, die das nötige Kleingeld haben. A) für das entsprechende Fahrzeug und B) für die gebühren am Schnelllader.

        1. Ja, am Anfang wird das so sein. Aber Hyndai zeigt ja schin, dass es kein Taycan für sowas sein muss. Und ein Ioniq 5 ist jetzt kein extrem teures Luxusauto, sowas wird in 5-10 Jahren der Standard sein.

          Gibt es derzeit Nachteile beim Laden, weil man mal 10 Minuten irgendwo verliert? Ja, aber was ist die Alternative? Die Klimakrise kennt keine.

  7. Ferdi sagt:

    Wasserstoff ist ein „totes Pferd“. Jeder mit Ahnung für Effizienz weiß das. Nicht mal Diesel-Dieter will den Preis zahlen, den 100 km Wasserstoff am Ende real kosten werden. Dank CO2-Bepreisung wird da nämlich heftig sein.

    1. René H. sagt:

      Och, mit entsprechender Lobbyarbeit wird Wasserstoff aus Erdgas (wo dann das CO2 abgeschieden und angeblich sicher unter der Erde oder sonstwo gespeichert wird) als sauber und CO2-neutral deklariert. Weil es viel günstiger ist als Wasserstoff aus Elektrolyse. Die Altmaiers lassen sich da gern für dumm verkaufen. Und der russische Zar macht auch schon ordentlich Druck.

  8. GF sagt:

    Solange es mehrere 100 Abrechnungssysteme an den Ladesäulen gibt, ohne Preistransparenz und ohne Klarheit wieviel zu bezahlender Strom beim Laden verloren geht, wird es bei uns kein Batterieelektrisches Fahrzeug geben

    1. Thomas sagt:

      Seitdem ich bei Lidl gratis aufladen kann (200km in 30 Min.), stelle ich mich an der Kasse immer an die längste Warteschlange?
      Kann mich nicht erinnern dass es in der Vergangenheit beim Supermarkteinkauf einen Kanister Benzin oder Diesel gratis obendrein gab?

  9. xXx395 sagt:

    Ich Frage mich wie teuer die Elektromobilität wird, sobald die meisten umgestiegen sind, der Strom teuerer wird und der Staat bei der KFZ Steuer wieder voll zu langt.
    Auch Frage ich mich immer wieder, ob ich tatsächlich ein Auto kaufen möchte, bei dem die Kapazität der Batterie mit der Zeit abnimmt und ich weniger weit fahren kann. Mein Wohnraum bleibt schließlich auch immer derselbe. Warum sollte ich beim Auto etwas anderes akzeptieren? Das lässt aber sich sicher durch Tauschen des Akku lösen. Mir ist das ganze Thema Elektromobilität stand heute aber einfach noch zu unkalkulierbar. Ich sehe allerdings auch die Notwendigkeit des schnellen Handelns und für dieses Jahrzehnt gibt es wohl keine Alternative. Ich muss leider dennoch beruflich (und nur dafür brauche ich überhaupt ein Auto) bis auf weiteres auf einen sparsamen Diesel mit großer Reichweite setzen, mit dem ich in 12 europäischen Ländern Kunden besuchen kann. Ich muss momentan einfach noch abwarten und sehen wohin die Reise geht.

    PS: Ich besitze derzeit kein Auto und miete immer, wenn ich eines benötige. Einen Verbrenner würde ich nicht mehr kaufen. Ein Elektroauto allerdings ebenfalls noch nicht.

    1. Zum Preis: Ohne Förderungen wird das sicher bald etwas teurer, aber klimaschädliche Verbrenner und Benzin werden mit Sicherheit deutlich stärker im Preis steigen, wenn die Menschen jetzt mit den ganzen Katastrophen verstehen, dass das extrem wichtig ist und die Politik (mit etwas Hoffnung) schneller reagiert.

      Zum Akku: Jedes Auto wird mit der Zeit schlechter, nicht nur jedes Auto, Technik allgemein. Aber ja, bei einem Verbrenner bleibt die Reichweite gleich, bei einem Elektroauto kommt man dann nach 10 Jahren vielleicht nur noch 370 statt 400 km weit.

      Zum Beruf: Dann gehörst du zu einer Ausnahme, das ist für die meisten Menschen kein typisches Profil. Das ist auch okay, nicht jeder muss ja beim Start dabei sein.

      PS: Ich würde aktuell auch weder noch kaufen.

  10. Martin sagt:

    „Die Klimakrise kennt keine“

    Sehe ich genau so, aber das ist kein Argument in dem Sinne, sondern erstmal nur die Sachlage. Denn dem Klima bringt es nicht viel, wenn wir nicht die Masse der Leute überzeugen und mitnehmen, weil die Nachteile überwiegen. Dann werden nämlich auch Parteien gewählt, die das alles nicht so ernst nehmen.

    Der Mensch neigt generell dazu sich immer ein Stück zu verbessern. Dass er sich in Alltagssituationen, nicht klimatisch, nun verschlechtern soll, auch nur kleine Abstriche machen soll, ist schwer zu vermitteln und hat es generell schwer.

    Daher muss das Ganze technologisch gelöst werden, sodass man das Gefühl hat: toll, das ist ja in allen Belangen besser! Dann bekommst du auch die Masse der Menschen und das hilft dem Klima am meisten.

    1. Sehe ich etwas anders, denn die breite Masse wird zu langsam sein, wenn man wartet, bis die Technologie so weit ist. Da wird damit argumentiert, dass man keine Lust auf 15 Minuten am Schnelllader hat, wenn man mal einen Ausflug macht, aber der eigene Vorteil über den Vorteil für die Umwelt gestellt.

      Es gäbe eine ganz simple Lösung: Man regelt es über Geld. Dinge wie Benzin, Fleisch und Co. sind zu viel zu billig. Ich hoffe daher auf Regierungen (nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern), die das einfach stärker bepreisen. Du willst weiterhin in 5 bis 10 Minuten von der Tanke statt nach 15 bis 20 Minuten vom Schnelllader wegfahren? Ok, aber dann kostet doch das auch deutlich mehr.

      Mit technologischem Fortschritt holt man viele nicht ab, die wollen das gar nicht immer. Über den Preis aber schon.

  11. Martin sagt:

    „der eigene Vorteil über den Vorteil für die Umwelt gestellt.“

    Das macht jeder täglich sowieso, da sind wir doch alle abgestumpft. Sobald du ein Auto nur kaufst oder fährst, egal welches, stellst du deinen eigenen Vorteil über die Umwelt. Mit dieser Logik bekommst du echt niemanden überzeugt.

    „Man regelt es über Geld“

    Dafür müssen in einer Demokratie aber die Leute gewählt werden, die das machen. Aktuell ist es ja so: Von 1,55 Euro für Benzin gehen rund 90,7 Cent an den Staat. Von 1,36 Euro für Diesel gehen rund 69,36 Cent an den Staat. Das ist ein enormer Anteil, der NULL dafür sorgt, dass jemand weniger fährt. Mit Geld kann man nicht alles regeln. Viele Menschen würden sogar das doppelte pro Liter zahlen, wenn sie dafür nicht an einer Ladesäule warten müssten. Deutschland ist reich und das Auto lässt man sich etwas kosten.

    1. Ich weiß, dass diese Logik nicht viele überzeugt, leider. Und ja, ich habe auch die Hoffnung, dass wir uns politisch in diese Richtung entwickeln, denn wirtschaftlich wäre das langfristig auch wieder gut (wenn man nicht am Altbewährten festhält).

      Doch ich gehe davon aus, dass man über den Preis viel erreichen kann. Sieht man auch an großen Schlagzeilen, wenn der Benzinpreis steigt, an Apps zum Tanken, nur damit man 2 Euro bei einer Tankfüllung sparen kann, die Menschen sind geizig, egal wie reich sie sind.

      Das Auto darf ein paar Euro kosten, danach aber nicht mehr. Gilt für viele Dinge. Das iPhone darf 1000 Euro kosten, aber 5 Euro für eine App sind zu viel. Man könnte den Strom (vor allem in Deutschland) deutlich attraktiver und den Ölpreis unattraktiver machen und ich glaube, dass das am Ende ziehen würde.

  12. Patrick B. sagt:

    Erstens muss er das natürlich auch sagen da Volkswagen sich für das E-Auto entschieden hat…..

    Zweitens hat er aber natürlich auch Recht mit dem das es (noch) zu teuer ist.

    Aber seine Aussage zu bzw. gegen Wasserstoff

    „Und kein Kunde wird wechseln, wenn das Fahren noch teurer als mit Benzin selbst wird.“

    ist mal totaler Bullshit da dies auch auf jedes Elektroauto zutrifft……

    Kenne nicht ein Modell was nicht wesentlich teurer als sein bzw. ein Pendant mit Verbrenner ist.

    Nicht falsch verstehen. Ich würde mir selbst einen kaufen und hätte auch kein Problem damit das es an der Ladesäule länger dauert da dies eh nur bei einer längeren Fahrt wie z.B. in den Urlaub ist wo man aber ja eh mal nach paar hundert Kilometer eine Pause einlegt bzw. einlegen sollte !!

    1. Das Elektroauto ist nicht mehr wesentlich teurer, es gibt viele Modelle, die so teuer wie der Verbrenner sind. Zieht man die Förderung ab, dann ist der Unterschied zwischen einem ID.4 und Tiguan zu vernachlässigen. Was man aber eben sagen muss: Elektroautos sind oft noch ganz neu und werden gerne mit alten Verbrennern verglichen, die schon günstiger sind.

      Langfristig wird das Elektroauto womöglich sogar günstiger sein, das deutet sich ja auch an. Aktuell sind die Preise nur so hoch, weil das Geld der Forschung verdient werden muss. Sobald das drin ist, ist ein Elektroauto (wenn die Akkupreise sinken) günstiger. In der Anschaffung und im Unterhalt.

      1. Patrick B. sagt:

        „Aktuell sind die Preise nur so hoch, weil das Geld der Forschung verdient werden muss.“

        Das trifft vielleicht auf Tesla zu die komplett neu im Fahrzeugmarkt sind, aber nicht auf die typischen Fahrzeughersteller. Die haben das Geld dafür schon mit den vorherigen (Verbrenner)Generationen verdient.

        Also bevor ich mir letztes Jahr nach viel Recherche und Rechnerei trotzdem nochmal einen (gebrauchten) Verbrenner gekauft habe kann ich zumindest für die Autos die ich mir angeschaut habe sagen das ein vergleichbares Elektro Pendant zig tausend Euro teurer gewesen wäre. Auch nach Abzug der Förderung und eine eventuelle Ersparnis über die Jahre.

        „ist ein Elektroauto (wenn die Akkupreise sinken) günstiger. In der Anschaffung und im Unterhalt.“

        Naja. Das der Unterhalt günstiger wird ist schon mehr als stark gutgläubig und daher glaube ich das auch nicht. Erstens werden die Strompreise stetig steigen und zweitens wird sich der Staat die fehlenden Steuergelder auf anderem Wege holen.

        1. „Das trifft vielleicht auf Tesla zu die komplett neu im Fahrzeugmarkt sind, aber nicht auf die typischen Fahrzeughersteller. Die haben das Geld dafür schon mit den vorherigen (Verbrenner)Generationen verdient.“

          Stimmt nicht, die MEB-Plattform, die J1-Plattform, die PPE-Plattform, die SSP-Plattform, das kostet die Volkswagen AG derzeit richtig. viel Geld. Das hollen sie mit Masse und teuren Modellen am Anfang wieder rein.

          Es hat einen Grund, warum Mercedes erst ab 2025 bei Plattformen mehr Druck macht und BMW nur eine geplant hat, aber auch erst 2025. Das ist richtig teuer und lässt sich mit Verbrennern nur schwer finanzieren (wenn man den Gewinn auch noch steigern will, die sind ja alle an der Börse).

          „Also bevor ich mir letztes Jahr nach viel Recherche und Rechnerei trotzdem nochmal einen (gebrauchten) Verbrenner gekauft habe kann ich zumindest für die Autos die ich mir angeschaut habe sagen das ein vergleichbares Elektro Pendant zig tausend Euro teurer gewesen wäre. Auch nach Abzug der Förderung und eine eventuelle Ersparnis über die Jahre.“

          Über Gebrauchtwagen müssen wir nicht sprechen, der Markt ist definitiv noch viel zu klein bei Elektroautos. Und viel zu teuer.

          „Naja. Das der Unterhalt günstiger wird ist schon mehr als stark gutgläubig und daher glaube ich das auch nicht. “

          Das ist erwiesen.

          Strompreise: Mal schauen, ich hoffe da tut sich etwas. Wir sind zu teuer in Deutschland, gar keine Frage, aber wenn der Push jetzt kommt, wird sich hoffentlich etwas tun. Subventionen von fossilen Stoffen einfach komplett abziehen, dann wäre das kein Problem mehr.

  13. Patrick B. sagt:

    Ich hatte schon nach Neuwagen geschaut und verglichen. Bin aber auch nicht bereit über 40 Riesen für ein Auto auszugeben.

    Und was heißt denn das ist erwiesen. Bewiesen bzw. berechnet ist dies anhand von aktuellen Situationen und wenn diese so bleiben und/oder sich diese nicht gravierend verändern. Strompreise werden weiter steigen und das kann man ja noch mit einkalkulieren, aber es weiß doch kein Analyst der Welt was die Politik in vielen Jahren entscheiden bzw. beschließen wird. Und wie schon gesagt. Fehlen die Steuereinnahmen der Verbrenner so wird etwas anderes besteuert wodurch das Geld wieder rein kommt.

    Natürlich kann es sein das man mit dem E Auto trotzdem noch günstiger fährt weil Wartung und Reparatur geringer ausfallen, aber es bleibt mit Sicherheit nicht so vergünstigt wie es zur Zeit der Fall ist und irgendwann landet man bei in etwa den gleichen Kosten wie bisher bei einem Verbrenner.

    Das ist ja auch nicht so tragisch solange es am Ende gut bzw. zumindest besser für die Umwelt ist, aber das das Autofahren durch E-Autos auf Dauer viel günstiger wird ist Augenwischerei.

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