Zweischneidiges Schwert: Nvidia verdient gut bei Mercedes-Benz mit

Mercedes Benz Daimler Logo Header

Die klassischen Automobilhersteller konnten in der Vergangenheit gerne mal die Preise bei Zulieferern diktieren. Doch mit dem Wandel der Branche und der neuen und sehr komplexen Software müssen sie mehr vom Gewinn an Partner abgeben.

Nvidia-Deal ist teuer für Mercedes-Benz

Wie das Handelsblatt von vier Insidern erfahren hat, kauft Mercedes-Benz nicht nur die Technologien bei Nvidia ein, die ab 2024 zum Einsatz kommen, man muss auch über 40 Prozent vom Umsatz mit diesen Technologien an Nvidia abdrücken.

Details zum Vertrag fehlen, aber ganz simpel ausgedrückt: Bucht ein Kunde das Paket für autonomes Fahren (sagen wir mal Level 3, da wir über 2024 sprechen), dann kostet das Summe XY bei Mercedes-Benz im Konfigurator. Und davon muss Mercedes-Benz dann fast die Hälfte an Nvidia abgeben – was nicht wenig ist.

Mercedes kauft Technologie lieber ein

Intern herrscht unter führenden Mitarbeiter:innen bei Mercedes-Benz derzeit die Meinung, dass man Nvidia „braucht“, aber der Deal wird auch als „zweischneidiges Schwert“ bezeichnet. Die Frage ist aber wirklich, ob man denn eine Alternative hat.

Bei Mercedes arbeitet man derzeit an drei Elektro-Plattformen und hat mit dem Wandel und der Chipkrise zu kämpfen. Die aktuellen Zahlen sehen gut aus, aber das hat nichts für die langfristige Zukunft zu bedeuten. Der Markt wird in 4 bis 5 Jahren komplett anders aussehen und das wird ein extrem teurer Wandel sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, man investiert in gewisse Technologien und bleibt unabhängig (oder baut damit sogar neue Geschäftsfelder auf) oder man kauft ein. Mercedes-Benz hat sich hier für den Einkauf bei Nvidia entschieden.

Autonomes Fahren: Volkswagen will angeblich Sparte von Huawei kaufen

Volkswagen Vw Id Innen Header

Die autonome Zukunft ist ein wichtiges Feld für die Automobilbranche und natürlich auch für die Volkswagen AG. Doch im Vergleich zur Elektromobilität ist das extrem teuer und viele Autohersteller haben nicht die Basis für die Softwareentwicklung. Kauft VW eine Sparte…17. Februar 2022 JETZT LESEN →


Fehler melden3 Kommentare

Bitte bleibe freundlich.

  1. Alex 👋

    Hahaha :D So ist das halt, wenn man den großteil der Teile auslagert und die IT als unnötig ansieht, man baut ja schließlich ein Auto und kein Spielzeug ;)

    Schön zahlen Mercedes.

  2. René H. 🎖

    Ist doch nichts Neues! Ob man wie bisher bei Bosch, Conti & Co. einkauft oder bei Nvidia, Mobileye…, wo ist da prinzipiell ein Unterschied? Das Ganze ist wohl deutlich teurer als die bisherigen Level-1- und Level-2-Systeme. Die Frage ist nur, ob ein Tier1-Zulieferer wie Bosch da noch dazwischen hängt und die Hardware und Systemintegration übernimmt.

  3. ND 👋

    wartet mal ab… bald haben wir e-autos in massen und allen preiskategorien wie bei Android auf dem Handy.
    Werden bestimmt nur noch wenige gängige elektroPlattformen geben, worauf alle Hersteller ihren Kram branden. Davor haben die deutschen Hersteller richtig viel Angst, da der Vorsprung durch die klassischen Motoren nicht mehr gegeben ist und einfach JEDER elektromotoren bauen kann (:

Schreibe einen Kommentar    

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Durch das Absenden eines Kommentars stimmst du der Speicherung deiner Angaben gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.

Um mobiFlip.de nutzen zu können, müssen Cookies in Deinem Browser aktiviert sein.