Sieg nach Business-Punkten – Google Nexus One vs. Samsung Galaxy S

Ich habe nicht erwartet einen klaren Sieger zu erhalten, als ich mein Google Nexus One im direkten Vergleich gegen das Samsung Galaxy S aufgestellt habe. Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass es ausgerechnet der Custom Mod ist, der unter anderem der entscheidende Punkt zum Sieg wird, aber dazu später mehr.

Ziel dieses Vergleiches war es, herauszufinden, welches der beiden Androiden für den Business-Alltag besser tauglich ist. Um halbwegs einheitliche Startbedingungen zu haben, habe ich auf mein Nexus One Android 2.1 geflasht und das Gerät auf den Werkszustand zurückgesetzt. Auch das Samsung Galaxy S, welches ich freundlicherweise von flexiblesbuero und o²-Business zur Verfügung gestellt bekommen habe, habe ich in den Auslieferungszustand versetzt.

Die Hardware des Galaxy S habe ich ja auf mobiFlip.de schon beleuchtet. Auch das Nexus habe ich euch in zahlreichen Artikeln schon näher gebracht. Daher machen wir es kurz – Gleichstand. Das Nexus punktet trotz vergleichbarer Hardware mit einem flüssigeren System und einer Benachrichtigungs-LED im Trackball, sowie einem LED-Blitz für Fotos. Das Galaxy S punktet mit dem Super-AMOLED-Display im Großformat, der Akkulaufzeit und seinem Gewicht. Im Business-Dauereinsatz ist mir subjektiv gesehen das Galaxy S aufgrund der Leichtigkeit und des Displays lieber. Objektiv nehmen sich jedoch beide Geräte mit ihren Vor- und Nachteilen kaum etwas.

Nächster Vergleichspunkt – Exchange Mail. Mir steht ein Exchange Server 2010 zur Verfügung, erreichbar über Cisco VPN. Genau da liegt auch schon der Hase im Pfeffer. Von Haus aus sind beide Geräte nicht in der Lage mit dem Cisco-VPN-Protokoll umzugehen, bei dem neben den puren Serverdaten und Benutzerdaten, auch noch Gruppendaten ausgetauscht und geprüft werden. Auch mit Android 2.2 ist es von Haus aus nicht möglich, diese VPN-Verbindung einzurichten.

Also gibt es für den Modder aus Leidenschaft nur eins – Custom Firmware muss her. Für das Nexus One kein Problem. Es gibt Custom Mods wie Sand am Meer. Vom bekanntesten, Cyanogenmod, über MoDaCo bis hin zu eher unbekannten Mods wie dem eVil’s-Mod. Eins haben alle gemeinsam, sie unterstützen OpenVPN, mit dem man Cisco VPN-Verbindungen ganz bequem einrichten und nutzen kann.

Beim Galaxy S sieht das ganze leider etwas anders aus. Von Custom Firmware kann hier noch keine Rede sein, vielmehr versuchen alle bisher erschienenen Firmwares zunächst erst einmal die bisher bekannten Probleme auszumerzen. Einen Teil dieser Probleme haben wir hier schon mal erläutert. Allerdings ist es bis zum heutigen Tage noch niemandem gelungen, OpenVPN als optionalen VPN-Client in das System des Galaxy S einzubinden. Es gibt zwar bei den XDA-Entwicklern eine Gruppe, die sich um das Problem kümmert, so, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, aber bis dato klappt es einfach noch nicht.

Somit heißt es Spiel, Satz und Sieg für das Nexus One, denn lediglich beim Nexus bin ich in der Lage den Exchange-Server via VPN zu erreichen. Schade eigentlich, denn das Arbeiten mit Exchange würde auf dem Galaxy S wirklich Spass machen, da bin ich mir sicher. Nutzer des Galaxy S und der Cisco-VPN Umgebung dürften sich aber auch sehnlichst auf Android 3.0 „Gingerbread“ freuen, denn es gibt Gerüchte dass dort auch proprietäre VPN-Protokolle unterstützt werden.

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