Eine aktuelle Verivox-Umfrage zeigt, dass jedes fünfte Girokonto im letzten Jahr teurer wurde.
Bei einer Verivox-Befragung unter 1.003 Personen gaben 19 Prozent an, dass ihr hauptsächlich genutztes Girokonto in den letzten zwölf Monaten teurer wurde. Unter kostenpflichtigen Konten erfolgten bei 23 Prozent die letzten Preiserhöhungen im vergangenen Jahr, bei 24 Prozent vor ein bis zwei Jahren.
20 Prozent berichten von länger zurückliegenden Anpassungen, während sich 32 Prozent nicht mehr an den Zeitpunkt erinnern. Fast ein Viertel zahlt mindestens 100 Euro pro Jahr, 5 Prozent sogar über 200 Euro. 18 Prozent verfügen über ein kostenfreies Konto.
Deutliche Unterschiede bei Kontokosten zwischen Bankgruppen
Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede zwischen Bankengruppen. Direktbanken bieten besonders häufig kostenlose Konten, während Filialbanken häufiger höhere Gebühren verlangen. Bei Sparkassenkunden fällt der Anteil mit dreistelligen Jahreskosten besonders hoch aus.
- Direktbanken: 44 Prozent mit kostenfreiem Konto
- Sparkassen: 34 Prozent zahlen 100 Euro oder mehr
- Genossenschaftsbanken: rund 26 Prozent im dreistelligen Bereich
- Private Filialbanken: etwa 15 Prozent über 100 Euro
Laut Einordnung der Studie profitieren Onlinebanken vor allem von geringeren Infrastrukturkosten, während klassische Filialbanken ihre Netzstruktur stärker über Gebühren finanzieren. Gleichzeitig bleibt ein relevanter Anteil von Kunden vollständig von Kontogebühren befreit, insbesondere im digitalen Bereich.
Ich komme (mal wieder) zu dem Schluss, dass sich die Kontogebühren zunehmend entlang des Nutzungsverhaltens und der Bankstruktur ausdifferenzieren und Verbraucher dadurch stärker gefordert sind, Angebote regelmäßig zu vergleichen.
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