Diese Wander-App kennt deine Gipfel und funktioniert sogar offline

Die App Above bietet Wanderern Planung, Navigation und ein digitales Tourenarchiv auf dem iPhone.

Die neue iOS-App Above soll Nutzer bei der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation von Wanderungen unterstützen. Die Anwendung ermöglicht laut Entwickler René Fischer die Planung eigener Routen, die Aufzeichnung von Touren per GPS sowie die Speicherung von Fotos, Notizen und wichtigen Tourdaten.

Vor dem Start einer Wanderung können Nutzer Ziele festlegen und passende Wege auswählen. Dabei zeigt Above unter anderem Distanz, Höhenmeter, Dauer und schwierige Streckenabschnitte an. Eigene Wegpunkte sowie Rundtouren oder Strecken von A nach B lassen sich ebenfalls planen.

Above setzt auf Offline-Karten und automatisches Gipfelbuch

Während einer Tour zeigt die App die aktuelle Position, den Fortschritt und das Höhenprofil auf der Karte an. Laut Anbieter stehen die Karten auch ohne Mobilfunkverbindung zur Verfügung. Zusätzlich können Wetter- und Routenwarnungen auf mögliche Änderungen oder Abweichungen hinweisen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation abgeschlossener Wanderungen. Above erstellt ein persönliches Tourenarchiv mit gespeicherten Strecken, Fotos, Notizen und erreichten Gipfeln. Die App will Gipfel automatisch erkennen und daraus ein digitales Gipfelbuch mit persönlichen Statistiken erstellen.

Funktionen von Above im Überblick:

  • Wanderplanung mit Rundtouren und eigenen Wegpunkten
  • GPS-Aufzeichnung und Offline-Nutzung von Karten
  • GPX-Import und Export für bestehende Touren
  • Automatisches Gipfelbuch mit Statistiken
  • Archivierung von Fotos, Notizen und Tourdaten

Touren können direkt über die App gesucht oder über GPX-Dateien aus anderen Anwendungen übernommen werden. Laut Anbieter lassen sich auch bereits absolvierte Wanderungen importieren. Ein Benutzerkonto sei nicht erforderlich, die Daten würden auf dem iPhone und optional in der persönlichen iCloud gespeichert. Zudem verzichte die App laut eigener Aussage auf Werbung.

Die Finanzierung der App erfolgt über ein Freemium-Modell. Die Aufzeichnung von bis zu drei Wanderungen ist kostenlos möglich. Ab der vierten Tour schaltet ein einmaliger Kauf für 15 Euro die weltweiten Karten inklusive regelmäßiger Updates sowie zusätzliche Kartendaten wie Points of Interest, Wanderwege und Hangneigungsdarstellungen dauerhaft frei.

Weitere geplante Funktionen wie eine präzise Wettervorhersage für Touren oder ein Live-Tracking zur Standortfreigabe mit Familie und Freunden sollen laut Entwickler nur bei ausreichendem Interesse umgesetzt und gegebenenfalls über ein separates Jahresabo finanziert werden.

Der Download der App ist ab sofort verfügbar.

Ich sehe Above als interessante Ergänzung für Wanderer, die ihre Touren digital planen und dauerhaft dokumentieren möchten. Besonders die Kombination aus Offline-Karten, Archiv und Gipfelbuch kann für regelmäßige Nutzer praktisch sein. Eine App ersetzt jedoch keine eigene Vorbereitung und Einschätzung von Wetter, Gelände und den persönlichen Fähigkeiten, das sollte logisch sein.


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  1. gast 🌀

    Lieber René,
    die Gelegenheit muss man ja schon nutzen, wenn Du hier so fleißig schreibst. Ist Above aus eigener Motivation entstanden oder auch im Blick auf mögliche Enshitification bei komoot durch deren Verkauf? Das kann ja potentiell ne Lücke reißen und eine Menge Leute zum Wechseln bewegen.

    Ich nutze komoot fürs Radeln, daher bin ich bei Above leider erst mal raus. Wünsche aber viel Erfolg!

    1. René Fischer 🏅

      Ich bin leidenschaftlicher Wanderer und war ehrlicherweise nie ein großer Komoot-Fan. Die Wanderkarte existiert als standalone „Idee“ schon eine Weile, weil ich nahestehende Menschen davon überzeugen wollte, das Komoot keine gute Wanderkarte hat. Das hat weitere Wünsche und Bedarfe geweckt und so ist es über viele Monate gewachsen.

      Danke fürs Daumen drücken :) Ich hab ja keine „Erfolgsabsichten“ oder so. Ich bin nur der Meinung, das jeder eine gute und verlässliche Wander-App mit sehr guter Wanderkarte nutzen können soll, ohne das man dafür laufende Kosten bezahlen und auch noch seine Daten an Konzerne verkaufen muss. Wenn andere Freude an Outdoor-Abenteuern mit Above haben, bin ich happy und stolz.

  2. Maximilian ♾️

    Ich glaube ich bleibe weiterhin bei komoot

    1. Benedikt 👋

      Komoot funktioniert allerdings nicht offline, weil die App im Splashscreen hängen bleibt, wenn man im Funkloch steckt. Die Offlinekartenfunktion ist dadurch nutzlos. 🙃

      Zum Planen ist es aber gut.

      1. René Fischer 🏅

        Beim Planen geht leider nichts über Komoot. Nutze ansonsten noch Bergfex, das ist okay. Gerade beim Planer in Above habe ich gemerkt, wie anspruchsvoll Routenplanung ist.

        Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, das ich doch noch einen eigenen Planer im Web mit Grashopper oder brouter im Hintergrund betreibe und auch die Routenberechnung für Above dort machen lasse. Das wäre dann zumindest ansatzweise auf dem Niveau von Komoot / bergfex und dank Webplaner auch komfortabel. Aber diese laufenden Kosten wollte ich mir erstmal noch nicht ans Bein binden.

  3. JMS 🏅

    Leider nur für Apple. Das ist echt der „Gipfel“. 😅😁

    1. Manni 🌟

      Übrigens auch ein Grund für ein iPhone: Die besten und qualitativen Apps gibt es nur bei iOS. :) Womöglich eben, weil diese Leute kaufkräftiger sind bzw. mal eben schnell das Geld ausgeben, anstatt eine Möglichkeit zu suchen, wie man das Kostenlos bekommt

      1. René Fischer 🏅

        Ich weiß nicht, ob du das als Lob für Above gemeint hast (als Entwickler der App fasse ich das jetzt mal so auf :), aber grundsätzlich stimme ich dem zu. Ich war jahrelang selbst Android-User und hab kategorisch abgelehnt, Apple zu verwenden. Mittlerweile ist es genau umgedreht und das vor allem aus dem von dir genannten Grund, das die Apps qualitativ einfach 2-3 Klassen besser sind.

        1. Stefan K. 🔆

          Ich würde hier fast ins Feld führen, dass Apple die einzureichenden Apps wesentlich strikter kuratiert und prüft, bzw. der Entwickler-Einstieg bei Google erheblich niedrigschwelliger ist, was in letzterem Fall schnell hingerotzte Apps geradezu begünstigt.
          Wird trotzdem nicht dazu führen, dass ich (persönlich) auf ein iPhone (als Hauptgerät) wechseln würde. Dazu bin ich mit den Freiheiten von Android und meinem Fold zu glücklich – von dem ganzen anfallenden (und notwendig werdenden) Apps-Neukauf ganz zu schweigen.😉

          1. René Fischer 🏅

            Ja die Richtlinien sind schon, ähh… anfordernd, sag ich mal. Was man da im Review-Prozess seiner Apps erlebt, erinnert mich oft an einen Kindergarten. Auf der anderen Seite, ist es genau das, was am Ende eben die Qualität gewährleistet. Als User sehe das mit einem lachenden und als Entwickler mit einem weinenden Auge. Insgesamt für mich dennoch ein positives Fazit wie Apple die Plattform managed.

            1. Jens 👋

              Wie viel % der App sind gevibecoded?

              1. René Fischer 🏅

                Keine Ahnung, wie man das sinnvoll in % ausdrücken sollte.

                AI ist definitiv Teil meines Workflows und hat auch Code beigesteuert. Was gebaut wird, wie es funktioniert (inkl. Architektur von App und Backend), wie es aussieht und ob es am Ende tatsächlich zuverlässig am Berg funktioniert, entscheide und teste aber weiterhin ich bzw. Test auch die Wandergruppe die Above schon einige hundert Kilometer und Höhenmeter nutzt.

                Warum fragst du?

        2. gast 🌀

          Daraus lese ich keine Pläne für eine Android Portierung heraus…?

          1. René Fischer 🏅

            Aktuell nicht. Ich habe derzeit keine Kapazitäten dafür und kann keine 2 Plattformen parallel entwickeln. Das gesamte Backend mit allen Kartendaten ist plattform-neutral entwickelt, aber die App selbst verwendet aktuell viele iOS-Besonderheiten, das heißt es ist kein einfacher Portierungs-Job.

      2. Maximilian ♾️

        Ach immer dieses Bashing zwischen android und iOS. Sowas von 2010

        1. René Fischer 🏅

          War zumindest von mir nicht als Bashing gemeint. Ich hab lang genug selbst Android verwendet und weiß auch um die Vorteile.

        2. Felix 🔆

          ich find tatsächlich den qualitativen Unterschied merkt man auch jetzt noch..

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