Spotify wächst und sucht Wege profitabel zu werden

Der schwedische Musikdienst schreibt immer noch rote Zahlen. Das liegt an den hohen Lizenzgebühren die man an die Musikkonzerne zahlt.

Deshalb sucht man nun neue Wege, um Gewinn zu erzielen. Im Endeffekt geht das aber nur, indem man höhere Werbeeinnahmen generiert. Deshalb hat man eine Studie in Auftrag gegeben, mit der man mehr über die Merkmale seiner Nutzerschaft erfahren möchte. So soll potentiellen Werbepartnern die Attraktivität des Dienstes vor Augen geführt werden, sowie gezielter Werbung geschaltet werden können. Die Erhebung wurde in zwei Wellen in zehn europäischen Ländern, unter anderem Deutschland, von TNS Research durchgeführt.

Das Fazit hierzulande heißt: Der durchschnittliche Spotify-User ist entweder Berliner oder Norddeutscher, Städter, männlich und 15 bis 34 Jahre alt.

Spotify ist auf Wachstumskurs

Der zeitliche Abstand der beiden Erhebungen zeigt außerdem, dass Spotify ein nicht unerhebliches Wachstum verzeichnen kann. Der Bekanntheitsgrad des Dienstes stieg innerhalb eines Jahres von 57% auf 67%, die wöchentliche Reichweite in der Zielgruppe der 15- bis 64 Jährigen von 8,8 auf 12,2% und in der Kern-Zielgruppe der 15- 34 Jährigen sogar auf 24%.

(Bild: Spotify)

(Bild: Spotify)

(Bild: Spotify)

(Bild: Spotify)

Im Vergleich zu konkurrierenden Diensten ist man sehr erfolgreich und dominiert in der Kern-Zielgruppe deutlich den Markt. Trotzdem hat Spotify es bisher nicht geschafft in die schwarzen Zahlen zu kommen, weshalb man jetzt alles versucht den Dienst profitabel zu machen. Unter anderem ist ein Börsengang geplant.

Der Kern der Studie beschäftigt sich damit, wieviel Hörer Werbetreibende zusätzlich erreichen könnten, würden sie ihre Audiokanpagnen nicht nur über die herkömmlichen Radiosender ausstrahlen, sondern auch über Spotify. Und diese Zahl ist auch gar nicht so unerheblich. In der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen könnte man so zwischen 11 und 22% mehr Personen der Testgruppe erreichen.

Ein weiteres Argument ergibt sich aus der Art und Weise wie Spotify gehört wird. 29% der Befragten gaben an, den Musikdienst über Kopfhörer zu hören. Das bedeutet, sie sind akustisch von der Außenwelt abgeschnitten. Das klingt jetzt erstmal nicht so spannend, aber dadurch entsteht natürlich ein wesentlich intensiveres Hörerlebnis. Das gilt natürlich auch für die Werbung und sollte nicht unterschätzt werden.

(Bild: Spotify)

(Bild: Spotify)

(Bild: Spotify)

(Bild: Spotify)

Befragt wurden natürlich ausschließlich Internetnutzer, da es sich hier ja auch um einen Internetdienst handelt. Der sich übrigens komplementär zum Radio verhält. Das wird vorzugsweise am Morgen gehört, während Spotify eher am Abend auf die Ohren kommt.

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