Testbericht: Samsung Galaxy Tab 10.1V

Einige Tage sind nun vergangen und ich konnte mich ausführlich mit dem Galaxy Tab 10.1V beschäftigen. Das Tablet ist wegen der verwendeten Materialien einiges leichter und auch ein wenig kleiner als z. B.  das Apple iPad 1.

Das verwendete Plastik hat leider auch die Eigenschaft, dass das Tab nicht ganz so wertig wirkt wie die Apple-Konkurrenz mit seinem Alu-Gehäuse.

Die Rückseite des 10.1V besteht aus geriffeltem Kunststoff mit leichten Wölbungen rechts und links und lässt das Tablet sehr gut in der Hand liegen.

Technische Details

  • Abmessungen: 246,3 x 170,4 x 10,9 mm
  • Gewicht: 589 g
  • Netzfrequenzen: UMTS Tri-Band (900/1900/2100 MHz) und WCDMA (900/2100 MHz)
  • Display: Größe: 25,65 cm (10,1 Zoll)
  • Display-Auflösung: 1280 x 800 Pixel
  • Kamera: bis zu 8 Mega Pixel -> (3264 x 2488 Pixel)
  • Video: bis zu 1280×720 Pixel bei 24 frames / second
  • Blitz/Fotolicht: Ja
  • Zoom: ja, 8-fach digital
  • Auto-Fokus: Ja
  • Auflösung: 2 Megapixel-Frontkamera (1280 x 960 Pixel)
  • Interner Speicher: 16 GB

Lieferumfang

  • Samsung Galaxy Tab 10.1v
  • Reiseladegerät
  • Stereo Headset
  • USB-Datenkabel

Dem Tab wurde von Samsung eine 8 Megapixel Kamera inkl. LED-Blitz spendiert, welche auch in 720p Videos aufnimmt und durchaus sehr gute Fotos aufnimmt. Genauer gesagt bietet das 10.1V eine der besten aktuell verbauten Tablet-Kameras.

Das Video zum meinem MHL-Adapter wurde komplett mit dem Galaxy Tab 10.1V gedreht (geschnitten am Mac). Ich binde es hier direkt als Video-Beispiel noch einmal ein:

Beispielfotos der Front sowie der 8 Megapixel Kamera

[lightbutton link=“http://www.dropbox.com/gallery/13179887/1/MobiFlip/Galaxy%20Tab%2010.1V?h=f8c7e8″]Dropbox-Galerie mit 10.1V Fotos[/lightbutton]

Von außen ebenso ersichtlich sind die Stereo-Lautsprecher, die Lautstärkewippe, der Powerknopf, ein Steckplatz für die SIM-Karte, der Power-Knopf an der Seite, der proprietäre Samsung Anschluss an der Unterseite des Tabs, sowie der Klinkenstecker und das Mikrofon. Einen Kartenslot wie auch einen USB-Anschluss sucht man leider vergebens.

Als Display-Auflösung fährt das Tablet mit 1280×800 Pixeln auf. Im inneren des Galaxy 10.1V werkelt ein Nvidia Tegra-II Prozessor mit 1 GB Arbeitsspeicher und einer 16 GB SSD. Das Tablet ist zudem mit W-Lan b/g/n (2,4 und 5 GHz) ausgestattet und kann auch Medieninhalte u. a. zur Boxee-Box oder anderen DLNA-fähigen Geräte streamen.

Die Stereo-Lautsprecher möchte ich noch einmal extra aufgreifen. Der Sound des 10.1V ist für ein Tablet einfach eine Wucht. Natürlich kann man keinen enormen Bass erwarten – aber für ein Tablet ist der Sound wirklich sehr gut. Die Lautsprecher sind seitlich mittig angebracht und werden leicht beim halten des Tablets verdeckt. Nach ein paar Tagen hat man sich aber dran gewöhnt und hält das Tab ein wenig anders und alles ist gut :-)

Das 10.1V ist mit einem SIM-Kartenslot ausgerüstet und kann damit auch unterwegs ins mobile Internet. Eine Telefonfunktion ist aber auf dem Tab nicht damit ermöglicht.

Die Laufzeit des 6860 mAh Akku ist schwierig zu umschreiben, da jeder Anwender ein anderes Nutzungsverhalten hat. Im Normalfall benutze ich das Tablet nicht 24 Stunden, sondern es wird mal hier eine Stunde im Internet gesurft und mal dort eine Stunde ein gutes Spiel gespielt. In diesem Fall kann das Tab auch gut und gerne eine Woche genutzt werden. Die Laufzeit für den Dauerbetrieb würde ich mit ca. 5-6 Stunden je nach Nutzungsart einstufen.

Apps & Co.

Das Tablet ist von Werk aus, abgesehen von den original mit Honeycomb mitgelieferten zahlreichen Tools, unter anderm auch mit einem Office-Paket, einer Video-Schnitt-App und einer VoIP-App ausgerüstet und kann dank Android Market auch mit ordentlich zusätzlichen Helferlein aufgerüstet werden.

Im Grunde fehlt mir an Spielen und Anwendungen nichts, um auf dem Galaxy Tab 10.1V fast alle möglichen Arbeiten flexibel und mobil zu unternehmen.

Honeycomb

Vorinstalliert ist auf dem Galaxy 10.1V Googles Android 3.0.1 und vorerst keine Samsung TouchWiz-Oberfläche. Dies ist für mich persönlich eher als Vorteil zu sehen, da ich lieber flexibel bin, als mich an etwas hauseigenes des jeweiligen Herstellers zu gewöhnen.

Zu Honeycomb möchte ich extra ein paar Worte sagen. Als Vergleichsgeräte habe ich ein iPad und ein HP WebOS TouchPad herangenommen. Für meinen Geschmack ist Honeycomb irgendwie ein Betriebssystem für Profis und bei weitem nicht so intuitiv zu bedienen wie die Konkurrenz.

Unten links gibt es designmäßig unschöne Pfeile, die als Task-Manager und zur Navigation fungieren und gern mal versehentlich angetippt werden und dazu bekommt man oben rechts auch noch ein Menü aufs Auge gedrückt. Eine zentrale Steuerung wäre mir bedeutend lieber. Auch die Homescreens die rechts und links durchblättert werden können und dabei noch hoch- und runterscrollbare Widgets enthalten können wirken eher irritierend als aufgeräumt.

Dies ist aber nur mein persönlicher Eindruck und soll keinesfalls eine Grundsatzdiskussion pro/kontra Honeycomb <-> webOS <-> Apple werden. Geht es z. B. um mein aktuelles Smartphone, so lass ich nichts über meinen Androiden (Galaxy S II) kommen. Aber Honeycomb wirkt für mich irgendwie unaufgeräumt und eben wie eingangs schon gesagt nicht intuitiv zu bedienen.

Abgesehen von Honeycomb besitzt das Galaxy Tab eine wahre Wucht an Hardware-Power, die aber leider durch 3.0.1 teilweise ruckelnd ausgebremst wird. Sei es beim Wischen durch die Homescreens oder beim Scrollen durch eine Website. Besonders aufgefallen ist mir dies bei der Forenübersicht der XDA-Developers. Der 3.0.1 Browser stürzt auch einfach mal so ab und alles in allem fühle ich mich in 3.0.1 nicht wirklich gut aufgehoben und teilweise als „Beta-Tester“. Tablets mit Android 3.1 in der Redaktion machen das bedeutend besser.

Video – Inbetriebnahme

Da das Galaxy Tab 10.1V von Vodafone vertrieben wird, finden sich auf YouTube einige interessante Videos dazu. Einen Clip zur Inbetriebnahme habe ich Euch direkt hier verlinkt.

Weitere Clips (E-Mail, Datenroaming) findet ihr unter diesem Link.

Galerie

Mein Fazit

Mein Dank geht an Samsung für das Bereitstellen des Testgeräts, aber so gern ich wollte – empfehlen kann ich das Samsung Galaxy Tab 10.1V leider zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Der Nachfolger steht schon auf der Matte und ist aus besseren Materialien hergestellt sowie noch mal flacher. Die Ruckelei hier und dort macht das Arbeiten mit dem Tab auch nicht gerade zu einer Wohltat. Das kenne ich teilweise sogar vom hardwaretechnisch schwächeren iPad besser.

Die fehlenden Ausgänge wie HDMI und auch der fehlende Kartenleser drücken das Wohlbefinden weiterhin in den Keller. Wenn dies mit dem Preis des 10.1V ebenso geschieht, könnte man es eventuell noch empfehlen – aber für aktuell 550,- EUR sind wirklich bessere Produkte auf dem Markt erhältlich und müssen nicht zusätzlich mit teuren Adaptern um diese Funktionen erweitert werden.

Nach einem Update auf Android 3.1 dürften sich einige meiner Kritik-Punkte in Luft auflösen, dies steht aber leider noch nicht zur Verfügung.

Samsung Galaxy Tab 10.1V im Vodafone Onlineshop

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